Hauptkampflinie (Band)

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Hauptkampflinie
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rechtsrock
Gründung 1996
Auflösung 2009
Gründungsmitglieder
Oliver Podjaski
Karsten Schröder
Timo Schubert
Letzte Besetzung
Gesang, Gitarre
Oliver Podjaski
Bass
Karsten Schröder
Schlagzeug
Mike Weilmann

Hauptkampflinie (HKL) war eine 1996 gegründete Rechtsrock-Band aus Kassel. Bis 2004 bestand das Lineup aus dem ehemaligen 08/15-Gitarristen Oliver Podjaski, dem Bassisten Karsten Schröder und dem Schlagzeuger Timo Schubert. 2009 wurde die Band aufgelöst.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Aktuelle Situation

HKL können zu den zur Zeit aktivsten Bands innerhalb der deutschen Rechtsrock-Szene gezählt werden. Neben ihren Aktivitäten in anderen Gruppen und diversen Split-CDs mit befreundeten Bands bzw. Sängern kommen sie auf über 20 Veröffentlichungen seit der Bandgründung, Samplerbeiträge hierbei nicht mitgezählt. Einige der Veröffentlichungen sind jedoch nicht als reguläre Produktionen anzusehen. Ehemalige Labels, die noch Rechte an Liedern besitzen, die zwar während der Produktion eines Albums aufgenommen, aber später nicht verwendet wurden, veröffentlichten diese dann zu einem späterem Zeitpunkt. Hierbei handelt es sich oft um Produktionen, die bei Rock-O-Rama, Funny Sounds und Ohrwurm Records (Rockt das Reich) erschienen sind.

Einen Ansehensverlust innerhalb der rechten Szene erfuhr die Band 2003, während sie bei dem Label Ohrwurm Records unter Vertrag waren. Dessen Inhaber, Marcel Ingignoli, wurde vorgeworfen, sich vor Gericht im Prozess gegen die Band Landser zu Vertriebs- und Produktionswegen einiger CDs geäußert zu haben und so zur Verurteilung der Band beigetragen zu haben. Trotz der kursierenden Boykottaufrufe nahmen HKL dann das Album Bis zur Revolution wieder bei Ohrwurm Records auf und wurden damit zur Zielscheibe szeneinterner Kritik. Dies führte endgültig zum Ausstieg von Timo Schubert und einigen Konzertabsagen seitens der Veranstalter. Später wurden die Beziehungen zu Ohrwurm Records beendet und nachfolgende Produktionen sowohl im Eigenverlag als auch über V7- und PC-Records herausgegeben.

Der Auftritt mit dem größten Medienecho ist bisher das Frontline-Records-Konzert vom 16. März 2002 in der Event-Halle Dortmund gewesen. Zusammen mit den Bands Boots of Hate (Viersen), Intimidation One (USA), Legion of Thor (Berlin), Max Resist (USA) und Oidoxie (Dortmund) spielten Hauptkampflinie vor über 2000 Konzertbesuchern.

Das Ex-Mitglied Schubert spielt mittlerweile bei der Rockband Agitator und betreibt einen Hooligan-Versand[1]

[Bearbeiten] Rechtsextremismus

Man findet in den Texten der Band direkte Bezüge zum Nationalsozialismus. Ein Beispiel dafür ist ein Lied des Albums Skating into Multikulti. Beschrieben wird hier eine Art Initiationsritus der SS im Obergruppenführersaal der Wewelsburg in Westfalen, dessen Boden mit einem großen Mosaik in Form einer Schwarzen Sonne versehen ist. Mit dem „Ring, der das Symbol des Todes trägt“ ist der SS-Ehrenring gemeint.

Den Titel "Geschichte eines Helden" widmeten sie dem 1997 wegen Mordes und zweifachen Mordversuchs verurteilten Neonazi Kay Diesner. Als persönliche Vorbilder besangen sie José Antonio Primo de Rivera, Gründer der Falange Española, einer Bewegung, die im Spanischen Bürgerkrieg auf Seiten Francos kämpfte.

Im Laufe ihres Bestehens hat die Band zahlreiche Live-Auftritte absolviert. NPD-Veranstaltungen gehörten ebenso dazu wie vom rechtsextremen Blood-and-Honour-Netzwerk organisierte Konzerte. Verbindungen zu dieser mittlerweile verbotenen Organisation bestehen wohl schon seit der Bandgründung. Indikatoren dafür sind u.a. das Band-Projekt Violent Solution mit Uwe Albrecht als Sänger oder die Kontakte zum "Witwe-Bolte"-Versand von Thorsten Heise.

[Bearbeiten] Nebenprojekte

Neben HKL sind oder waren einige Band-Mitglieder noch an anderen Projekten beteiligt, die bis auf eins (mittlerweile aufgelöst) alle dem rechtsextremem Spektrum zuzuordnen sind. Dies sind Agitator, Violent Solution, Panzerfaust, The Betrayed, Cryptic Might, Motorgang und Eiserne Garde. Diese Bands haben es bisher auf wenigstens sechs Veröffentlichungen gebracht.

[Bearbeiten] Veröffentlichungen

[Bearbeiten] Alben

  • 1997: Zwischen allen Fronten
  • 1997: Tag der Freiheit (EP)
  • 1997: Für Deutschland ein Lied
  • 1998: Ein deutsches Lied in meinem Herzen
  • 1999: Völkermordzentrale (indiziert August 2000)
  • 2000: Der unbekannte Soldat (indiziert September 2005)
  • 2001: Endsiegterroristen
  • 2001: 5 Jahre (EP)
  • 2002: Skating into Multikulti
  • 2002: Partylieder
  • 2002: Unternehmen Deutschland
  • 2003: Aufstand der Anständigen
  • 2003: Bis zur Revolution
  • 2003: Live in Dortmund
  • 2003: Tomorrow Belongs to Me
  • 2003: Bärenwut (EP)
  • 2004: Bis aufs Blut
  • 2004: Odins Krieger
  • 2005: Rockt das Reich
  • 2005: Aus dem Ghetto (indiziert Februar 2007)
  • 2006: Der Traum vom Reich (2006)
  • 2006: 10 Jahre: Eine Dekade des Hasses
  • 2007: Unplugged
  • 2007: Tattowierte Rebellen
  • 2009: Ultranational
  • 2010: Still ihr Brüder
  • 2011: Radikal und schnell

[Bearbeiten] Nebenprojekte

  • 1997 Panzerfaust – Randale (Gesang Schröder, Podjaski)
  • 2006; Cryptic Might – Circle of Blood
  • 2006: Eisrne Garde – Das Vermächtnis der Front
  • 2001: Panzerfaust – Herz des Reiches
  • 2007: Panzerfaust –Musik im Zeichen der weissen Faust
  • 2007: Motorgang – Hellride XXX

[Bearbeiten] Splits

  • 1998: HKL und Freikorps –Halte durch, Kamerad (Live)
  • 2003: HKL und Fraction - Nie wieder Bruderkriege – Plus de guerre fracticide
  • 2007: HKL, Words of Anger und White Voice – Drei für Deutschland
  • HKL und Sturmtruppen Skinheads (Schweiz) – Ehre
  • HKL und Ken Mclellan (Brutal Attack) – The Betrayed

[Bearbeiten] Samplerbeiträge

  • Amalek (indiziert am 28. März 2002)
  • Berserker – Conquer the World, Vol. 1
  • Berserker – Conquer the World, Vol. 2
  • Die Deutschen kommen, Vol. 1 (indiziert am 29. Juli 1998)
  • Die Deutschen kommen, Vol. 2 (indiziert am 30. Dezember 2000)
  • Harte Zeiten - Harte Pflichten, Vol. 6
  • Lieder für Volk & Vaterland, Vol. 1
  • Nordland - Best of, Vol. 2
  • Tribute to Lunikoff, Vol. 1
  • Untergrund Sampler, Vol. 1
  • Untergrund Sampler, Vol. 2
  • Wir sind wieder da!!!

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Kai Budler, Weihnachtsfeier entpuppt sich als Rechtsrock-Konzert
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