Hedwig Elisabeth Amalia von der Pfalz

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Prinzessin Hedwig Elisabeth Amalia von Pfalz-Neuburg, spätere Kronprinzessin von Polen, Gemälde von Adriaen van der Werff, 1696

Hedwig Elisabeth Amalia von Pfalz-Neuburg (* 18. Juli 1673 in Düsseldorf; † 11. August 1722 in Ohlau), war eine Prinzessin und Pfalzgräfin von Neuburg und durch Heirat Kronprinzessin von Polen.

Leben[Bearbeiten]

Hedwig Elisabeth war eine Tochter des Kurfürsten Philipp Wilhelm von der Pfalz (1615–1690) aus dessen zweiter Ehe mit Elisabeth Amalie (1635–1709), Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt.

Hedwig Elisabeth heiratete am 25. Februar 1691 in Warschau den polnischen Kronprinzen Jakob Louis Heinrich Sobieski (1667–1737), den Sohn des Königs Johann III. Zur Aussteuer der Braut hatten die neuburgischen Stände beigetragen.[1] Hedwig Elisabeths älteste Schwester Eleonore Magdalene war seit 1676 die Gemahlin des römisch-deutschen Kaisers Leopold I.. Dieser verpfändete seiner Schwägerin und ihrem Mann 1691 das Amt Ohlau für 400.000 Gulden. Das Paar residierte in dem dortigen Schloss und ihr Wirken führte zu einem erheblichen Aufschwung Ohlaus. Hedwig Elisabeth ließ in der Stadt Pilica ein Schloss errichten.[2]

Hedwig Elisabeth starb 49-jährig in Ohlau und ist vermutlich im Breslauer Dom bestattet worden.

Nachkommen[Bearbeiten]

Aus ihrer Ehe hatte Hedwig Elisabeth folgende Kinder:

  • Maria Leopoldina (1693–1695)
  • Maria Casimiera (1695–1723), Nonne
  • Maria Karolina (1697–1740)
∞ 1. 1723 Frédéric-Maurice de La Tour d’Auvergne, Prince de Turenne (1702–1723)
∞ 2. 1724 Charles Godefroy de la Tour d'Auvergne, Duc de Bouillon (1706–1771)
∞ 1719 Prinz James Francis Edward Stuart
  • Maria Magdalena (1704–1704)

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Adam Müller: Vaterländische bilder: oder Geschichte und beschreibung sämmtlicher burgen und ritterschlösser Schlesiens beider antheile und der grafschaft Glatz, C. Flemming, 1844, S. 294

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Felix Joseph Lipowsky:, Geschichte der Landstände von Pfalz-Neuburg: mit 22 Urkunden, Lentner, 1827, S. 163
  2. Paul Anton Fedor Konstantin Possart, Józef Łukaszewicz: Das königreich Polen und der freistaat Krakau, Literatur-comptoir, 1840, S. 77