Heinrich Homann

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Heinrich Homann (1986)
Heinrich Homann 1961 zu Besuch in Wernigerode

Heinrich Homann (* 6. März 1911 in Bremerhaven; † 4. Mai 1994) war ein deutscher Politiker (NDPD). Von 1972 bis 1989 war er Vorsitzender der NDPD.

[Bearbeiten] Leben

Homann wurde als Sohn eines Reeders geboren. Nach dem Abitur 1929 studierte er Jura in Tübingen, Jena, Göttingen und Hamburg, ohne einen Abschluss zu erlangen. 1964 promovierte er schließlich in der DDR. Homann war korporierter Student (Corps Thuringia Jena und Corps Brunsviga Göttingen). Er trat 1933 in die NSDAP und 1934 als Berufssoldat in die Wehrmacht ein, wurde 1937 Leutnant und später Major. Im Zweiten Weltkrieg geriet er 1943 in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Dort war er einer der Mitbegründer des Nationalkomitees Freies Deutschland und besuchte die Antifa-Schule in Krasnogorsk.

[Bearbeiten] Karriere in der DDR

Homann kehrte 1948 nach Deutschland zurück und trat der neu gegründeten NDPD bei, die ehemalige Wehrmachtsoffiziere und einfache NSDAP-Mitglieder an die DDR und ihr politisch-ideologisches System binden sollte. Von 1952 bis 1967 war er stellvertretender Vorsitzender der NDPD. 1972 wurde er NDPD-Vorsitzender.

1948 wurde er Mitarbeiter der Landesregierung Mecklenburg, 1949 Abgeordneter der DDR-Volkskammer. 1957 wurde er Mitglied des Präsidiums des Nationalrates der Nationalen Front und war seit 1960 stellvertretender Vorsitzender des Staatsrates. In den Jahren von 1960 bis 1986 amtierte er als stellvertretender Vorsitzender des Volkskammerausschusses für Nationale Verteidigung.

Am 17. November 1989 wurde er aus dem Staatsrat abberufen und einen Monat später aus der Partei ausgeschlossen.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Heinrich Homann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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