Heroic Bloodshed

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Heroic Bloodshed oder Hong-Kong-Blut-Oper (HKBO)[1] ist ein Subgenre des Actionfilms, das in Hongkong entstanden ist. In ihm geht es um stilisierte Actionsequenzen und geläufige Themen wie Bruderschaft, Ehre und Gewalt. Andere vorherrschende Themen sind die Befreiung oder Rettung der Hauptfigur. Der Begriff Heroic Bloodshed wurde von dem britischen Fanzine-Redakteur Rick Baker in den späten 1980ern geprägt, mit ausdrücklichem Bezug auf die Stile der Regisseure John Woo und Ringo Lam. Der chinesische Originaltitel von John Woos Film The Killer lautet übersetzt Blutvergießen zweier Helden (Bloodshed of Two Heroes).

In Heroic-Bloodshed-Filmen werden sentimentale Geschichten mit opernhafter Gewalt verbunden. Die Action in diesen Filmen ist rhythmisch und akrobatisch und die Geschichten handeln normalerweise von Attentätern oder anderen Auftragsmördern.

Amerikanisierung[Bearbeiten]

Als John Woo den amerikanischen Markt betrat, entstanden mehrere Filme im Stile dieser Blut-Opern. Zuerst drehte er Im Körper des Feindes, einen Film mit John Travolta und Nicolas Cage in den Hauptrollen, der sehr positive Kritiken bekam. Regie führte John Woo auch bei Mission: Impossible II, der Fortsetzung von Brian De Palmas Mission: Impossible. Viele prangerten John Woos amerikanische Filme an, die im Vergleich zu seinen Hong-Kong-Filmen als minderwertig betrachtet wurden, möglicherweise aufgrund von Einschränkungen in Bezug auf seine Regie und Choreographie.

Heroic-Bloodshed-Filme[Bearbeiten]

chinesische[Bearbeiten]

amerikanische[Bearbeiten]

südkoreanische[Bearbeiten]

Andere[Bearbeiten]

Details[Bearbeiten]

  • Hauptfiguren dieser Filme sind zumeist gutmütige Auftragsmörder mit einem starken Moralempfinden, was in einigen Fällen zum Verrat des Killers durch seinen Auftraggeber und Rettung vieler möglicher Opfer oder aufrichtiger Polizisten führt, die in keiner Weise korrumpiert werden können.
  • Pistolen und halbautomatische Waffen werden häufig von den Helden aufgrund der höheren Bewegungsfreiheit verwendet. Häufig werden zwei Waffen gleichzeitig verwendet.
  • Statisten sind äußerst kleine Charaktere, meist Bösewichte, die sehr schnell getötet werden. Sie sind schreckliche Gestalten und dienen nur dazu, den Bodycount des Helden zu erhöhen. Die Statisten benutzen die verschiedenartigsten Waffen, von Messern und Raketenwerfern bis hin zu Motorrädern.
  • Die Killer hinterlassen manchmal Visitenkarten nach den Mordanschlägen, wie Blumen, Patronenhülsen, Fotos oder Spielkarten.
  • Die Helden in diesen Filmen sind äußerst wendig und führen alle Arten von akrobatischen Sprüngen, Mauerläufen, Rollen und Stürzen während des Kämpfen aus, um für eine anmutige, ballettartige Darstellung inmitten der Feuergefechte zu sorgen.
  • Tauben sind eine Tradition in John Woos Filmen und symbolisieren die Reinheit der Seele. Sie sind besonders markant in The Killer, Harte Ziele, Im Körper des Feindes und Mission: Impossible II.
  • Die Bosse der brutalen Gangs werden normalerweise als nahezu unverwundbar geschildert, bis zu dem Punkt, an dem sie die Hauptfigur ermorden. Dann wird irgendein anderer Charakter kommen und dem Boss seine gerechte Strafe geben.
  • Die Hauptschurken sind gewöhnlich beim letzten Showdown in weiß gekleidet, was das Blut ihrer Wunden noch mehr betont.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Althammer, Andreas: Definition und Geschichte des Action-Subgenres Heroic Bloodshed, Kapitel 2: Definition des Heroic Bloodshed Genres

Weblinks[Bearbeiten]