Mission: Impossible (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Mission: Impossible
Originaltitel Mission: Impossible
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Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1996
Länge 105 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Brian De Palma
Drehbuch David Koepp,
Robert Towne,
Steven Zaillian (Story)
Produktion Tom Cruise,
Paula Wagner
Musik Danny Elfman,
Lalo Schifrin
Kamera Stephen H. Burum
Schnitt Paul Hirsch
Besetzung

Mission: Impossible ist ein US-Agententhriller des Regisseurs Brian De Palma mit Tom Cruise und Jon Voight aus dem Jahre 1996, der auf der Fernsehserie Kobra, übernehmen Sie bzw. deren Ableger In geheimer Mission basiert.

Mittlerweile gibt es drei Fortsetzungen. Im Jahr 2000 erschien Mission: Impossible II, 2006 folgte Mission: Impossible III und im Dezember 2011 schließlich Mission: Impossible – Phantom Protokoll.

Handlung[Bearbeiten]

Ein Verräter aus den Reihen der CIA ist im Besitz von einer Hälfte der Non-Official-Cover-Liste (abgekürzt NOC-Liste), welche die Decknamen sämtlicher verdeckter CIA-Agenten in Osteuropa enthält. Doch zum Lesen braucht er die zweite Hälfte der Liste mit den echten Namen der Agenten. Die will er aus der amerikanischen Botschaft in Prag stehlen. Die Agenten der Spezialeinheit IMF (Impossible Missions Force) haben den Auftrag, diesen Coup zu dokumentieren und die Hintermänner festzunehmen. Doch der Einsatz um den Agenten Ethan Hunt geht schief. Anscheinend kommen alle Agenten, darunter auch der Team-Chef Jim Phelps, außer Hunt ums Leben.

Als Hunt, am Boden zerstört, Kontakt zu CIA-Offizier Kittridge aufnimmt, erfährt er, dass die gesamte Aktion nur dazu diente, einen Maulwurf innerhalb der CIA zu enttarnen, und der Computer, auf dem die angebliche Liste gespeichert war, keine wertvollen Daten enthielt. Diese Information erhält er von Max, einer involvierten Waffenhändlerin, bei dem Gespräch mit Kittridge. Ihm wird auch bewusst, dass der Verdacht auf den einzigen Überlebenden der gescheiterten Aktion fallen wird, auf ihn selbst. Daraufhin ergreift er die Flucht.

Am Treffpunkt seiner ehemaligen Einheit trifft er auf seine tot geglaubte Kollegin Claire. Hunt sieht seine Chance, an den Maulwurf ranzukommen, darin, Kontakt zu der Waffenhändlerin Max aufzunehmen. Ihr bietet er die echte NOC-Liste an im Tausch gegen zehn Millionen Dollar und den Namen des Verräters. Mit dem Besitz der NOC-Liste will Hunt den Maulwurf aus dem Hintergrund locken, da dieser versuchen wird, die Liste an sich zu nehmen. Zusammen mit Claire und den beiden Ex-Agenten Luther und Krieger plant er den Coup. Die echte NOC-Liste befindet sich gut geschützt auf einem Computer im CIA-Hauptquartier in Langley, Virginia.

Computerexperte Luther löst im CIA-Hauptquartier Feueralarm aus und ermöglicht seinen Kollegen, verkleidet als Feuerwehrmänner, so den Eintritt ins Gebäude. Während Krieger und Hunt sich durch einen Lüftungsschacht dem hochgesicherten Raum mit dem Computer nähern, gelingt es Claire, dem in diesem Raum arbeitenden CIA-Agenten Brechmittel in den Kaffee zu tun und ihn so von seinem Arbeitsplatz fernzuhalten. Nach einigen Komplikationen kann Hunt die Liste auf einen MOD-Datenträger sichern und sein Team das Gebäude unbemerkt wieder verlassen. Doch durch eine Unvorsichtigkeit Kriegers erfährt CIA-Offizier Kittridge von dem Coup und lässt Verwandte von Hunt verhaften, um ihn unter Druck zu setzen.

In London versteckt sich Hunt mit seiner Gruppe in einer konspirativen Wohnung der CIA. Krieger streitet sich mit Hunt um die Disk, angeblich weil er sicher sein will, nicht betrogen zu werden, wird aber von Hunt überlistet. Als im Fernsehen die Verhaftung von Hunts Verwandten übertragen wird, ruft er Kittridge in den USA an und gibt seinen ungefähren Aufenthaltsort preis. Direkt im Anschluss daran trifft Hunt auf den ebenfalls tot geglaubten Jim Phelps, der Kittridge als Maulwurf nennt. Im Laufe des Gespräches erhärtet sich Hunts Verdacht, dass es sich bei dem Maulwurf um Phelps selbst handelt, ohne ihm seine Vermutung mitzuteilen.

Die Übergabe der Liste an Max soll im Hochgeschwindigkeitszug TGV nach Paris stattfinden, wo Max die Daten sofort über ein Notebook an einen sicheren Ort senden will. Während Luther den Versuch stört, die NOC-Liste zu übertragen, und Kittridge mit seinen Männern den Zug durchsucht, überzeugt sich Hunt unter einer Maske davon, ob Claire mit ihrem Mann Jim Phelps, dem Maulwurf, gemeinsame Sache macht. Jim Phelps stößt dazu und mit Hilfe einer Minikamera kann Hunt beweisen, dass Phelps der gesuchte Maulwurf ist. Der ist darüber aufgebracht und will die Sache beenden. Claire will jedoch nicht, dass Hunt bei der Aktion getötet wird. Daraufhin erschießt er sie und flieht.

Krieger, der eigentlich Hunts Gruppe per Helikopter vom Dach abholen sollte, entpuppt sich endgültig als Partner des Maulwurfs, der schon in Prag für den Tod eines Teammitglieds verantwortlich war. Hunt gelingt es jedoch schließlich, im Showdown im Ärmelkanal-Tunnel den Helikopter mit seinen beiden Gegnern zu sprengen. Auch Max wird dingfest gemacht. Hunt und Luther sind rehabilitiert.

Erfolg[Bearbeiten]

Der Film spielte gleich am Startwochenende 74,9 Mio. US-Dollar ein und lag damit bereits über den 60 Mio. Dollar Produktionskosten. Insgesamt spielte er 454 Mio. Dollar ein. In Deutschland sahen 3,3 Mio. Kinobesucher den Film. Dafür gab es die Goldene Leinwand.

Es folgten die Fortsetzungen Mission: Impossible II (2000) und Mission: Impossible III (2006). In beiden ist erneut Tom Cruise als Ethan Hunt zu sehen. Teil IV startete Mitte Dezember 2011 mit dem Titel Mission: Impossible – Phantom Protokoll in den deutschen Kinos.

Filmfehler[Bearbeiten]

Da die Züge im Eurotunnel über Oberleitungen mit Strom versorgt werden, ist die am Ende des Films gezeigte Verfolgungsjagd zwischen dem TGV und einem Hubschrauber unmöglich. Auch befinden sich nicht, wie gezeigt, zwei Gleise in einer Röhre und die Tunneleingänge des Eurotunnels sehen in Wirklichkeit anders aus. Außerdem verkehrt nicht der TGV durch den Eurotunnel, sondern der Eurostar, der zwar auch eine Abwandlung einer TGV-Baureihe ist, jedoch ein abweichendes Design der Frontpartie und eine andere Farbgebung trägt. Zuletzt ist der Durchmesser einer Tunnelröhre viel kleiner als die Spannweite der Rotorblätter eines Hubschraubers.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Film[Bearbeiten]

Mission: Impossible erlebte seine US-amerikanische Premiere am 22. Mai 1996. In Deutschland erschien der Film am 8. August 1996 in den Kinos.[1] Am 6. Februar 1997 wurde er auf Video veröffentlicht und lief am 7. Februar 1998 erstmals im deutschen Fernsehen auf premiere. Am 29. Juni 2000 wurde das Werk auf DVD veröffentlicht.[2]

Soundtrack[Bearbeiten]

Der offizielle Soundtrack zum Film erschien am 14. Mai 1996. Die CD wurde von dem Label „Mother“ produziert und besaß 15 Titel mit einer Gesamtzeit von 64 Minuten und 40 Sekunden.[3] Offizielle Titel waren:

  1. Mission Impossible (Theme) – Adam Clayton & Larry Mullen
  2. Spying GlassMassive Attack
  3. I SpyPulp
  4. Impossible MissionDanny Elfman
  5. HeadphonesBjörk
  6. WeakSkunk Anansie
  7. On & On – Longpigs
  8. ClaireDanny Elfman
  9. DreamsThe Cranberries
  10. You, Me And World War IIIGavin Friday
  11. So – Salt
  12. Trouble – Danny Elfman
  13. No Government – Nicolette
  14. Alright – Cast
  15. Mission: Impossible Theme (Mission Accomplished) – Adam Clayton & Larry Mullen

Musik[Bearbeiten]

Für den Film wurde die bekannte Originaltitelmusik für Jazzorchester von Lalo Schifrin aus der Fernsehserie Kobra, übernehmen Sie, die im 5/4-Takt geschrieben ist, publikumswirksam zu einem 4/4-Takt simplifiziert. Arrangiert wurde sie von dem Schlagzeuger (Larry Mullen Jr.) und dem Bassisten (Adam Clayton) der irischen Band U2.

Videospiel[Bearbeiten]

Für den Film wurde von der Spiele-Entwicklungsfirma Infogrames das Aktionvideogame zum Film entwickelt. Es erschien am 18. Juli 1998 für den Nintendo und am 21. Oktober 1999 für die Sony PlayStation und war ab 16 Jahren freigegeben. Für den Nintendo 64 und die PlayStation war es ein Einzelspieler-Game.[4][5]

Kritiken[Bearbeiten]

„Differenziert und an klassischen Vorbildern orientiert in Szene gesetzt. Leider ist die unnötig konfuse Handlung zu unoriginell, um es zu mehr als vordergründiger Spannung kommen zu lassen. Diese allerdings übertrifft unschwer den heutigen Durchschnitt des Genres.“

Lexikon des internationalen Films[2]

Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden verlieh der Produktion das Prädikat besonders wertvoll.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag bei zelluloid.de
  2. a b Mission: Impossible im Lexikon des Internationalen Films
  3. Offizieller Soundtrack auf Discogs.com (aufgerufen am 26. Dezember 2009)
  4. Mission: Impossible für N64 auf Mobygames.com (aufgerufen am 26. Dezember 2009)
  5. Mission: Impossible für PlayStation auf Schottenland.de (aufgerufen am 26. Dezember 2009)