John Travolta

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John Travolta 2013

John Joseph Travolta (* 18. Februar 1954 in Englewood, New Jersey, USA) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Sänger, Tänzer, Produzent und Autor. Travolta wurde für die Filme Saturday Night Fever und Pulp Fiction als bester Schauspieler für den Academy Award nominiert.

Leben[Bearbeiten]

John Travolta 1983

Travolta wurde als jüngstes von sechs Geschwistern geboren. Er ist halb italienischer (väterlicherseits) und halb irischer (mütterlicherseits) Abstammung. Zwei Leidenschaften prägten seine Kindheit: Flugzeuge und Schauspielerei. Von seiner Mutter Helen Cecilia-Burke bekam er Schauspielstunden, da sie ebenfalls als Schauspielerin tätig war. Außerdem unterrichtete sie Theater, wobei sie ihm anfangs einige Rollen in lokalen Theaterproduktionen verschaffte. Sein Vater ist Salvatore Travolta, der als Reifenhändler arbeitete. Bereits als 16-Jähriger brach John mit dem Einverständnis seiner Eltern die High School ab und zog nach New York (wo er anfangs bei seiner Schwester Margaret wohnte), um sich dort auf der Bühne zu versuchen, unter anderem in dem Musical Grease, mit dem er auch auf Tournee ging. Außerdem nahm er bei Gene Kellys Bruder Stepptanzunterricht, was ihm in seiner späteren Laufbahn noch zugutekommen sollte. Er arbeitete auch in Nachtclubs und drehte Werbespots fürs Fernsehen. Mitte der 70er Jahre zog er nach Los Angeles.

Mit 21 Jahren kam dann der Durchbruch als ernstzunehmender Schauspieler, nachdem er die Rolle des Vinnie Barbarino in der TV-Sitcom Welcome Back, Kotter (1975-1979) verkörpert hatte. Travolta hatte seine erste große Filmrolle als Billy Nolan in Brian De Palmas Horrorfilm Carrie – Des Satans jüngste Tochter (1976). Danach wurde er, auf dem Höhepunkt der Disco-Welle, mit Nur Samstag Nacht (Saturday Night Fever) (1977) und Grease (1978) zu einem der größten Stars Hollywoods.

Danach begann sein Stern zu sinken, als er versuchte, mit Staying Alive und Perfect auf den Aerobic-Zug aufzuspringen. Beide Filme waren kommerziell nicht erfolgreich. Erst 1989 erzielte Travolta mit Kuck' mal wer da spricht! einen neuen Erfolg.

Das endgültige Comeback gelang Travolta 1994 mit Pulp Fiction, das ihm eine Oscarnominierung einbrachte. Auch danach drehte er neben Hits wie Schnappt Shorty (Fortsetzung: Be Cool), Face/Off – Im Körper des Feindes und Passwort: Swordfish immer wieder kommerziell wenig erfolgreiche Filme wie Lucky Numbers. Für die Rolle des Gouverneurs Jack Stanton im Filmdrama Mit aller Macht (1998) wurde er im Jahr 1999 für den Golden Globe Award nominiert.

Im Jahr 2007 spielte Travolta in der Musikfilmkomödie Hairspray zum ersten Mal die Rolle einer (übergewichtigen) Frau, für deren Darstellung er während der Dreharbeiten einen 15 Kilo schweren Fettanzug tragen musste.

Travolta übernahm auch eine größere Rolle im SF-Film Battlefield Earth – Kampf um die Erde (2000), der von ihm produziert wurde. Er gilt als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten und wurde ein kommerzieller Flop. Er ist die Verfilmung eines Science-Fiction-Buches des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard. Travolta ist ein prominentes Mitglied der Scientology.[1]

Travoltas deutsche Synchronstimme stammt von Thomas Danneberg.

Travolta ist auch als Buchautor tätig: Sein Debüt gab er mit Nachtflug nach L.A., der Geschichte des achtjährigen Jeff, der gerne fliegen möchte.

Privatleben[Bearbeiten]

Boeing 707-138B von John Travolta

Während der Dreharbeiten zu The Boy in the Plastic Bubble (1976) verliebte sich Travolta angeblich in seine Schauspielkollegin Diana Hyland, die 1977 im Alter von nur 41 Jahren an Brustkrebs starb; ein Jahr später starb auch Travoltas Mutter Helen an Krebs. Beide Todesfälle führten dazu, dass er einige Zeit keine Rollen annahm. 1989 zum Dreh des Films Die Experten lernte er die Schauspielerin Kelly Preston kennen. Beide trennten sich nach kurzer Zeit. 1991 fanden Travolta und Preston wieder zusammen und heirateten im September. Mit ihr hat er drei Kinder: Zwei Söhne (* 14. April 1992; * 23. November 2010) und eine Tochter (* 3. April 2000). Sein ältester Sohn kam am 2. Januar 2009 im Alter von 16 Jahren auf den Bahamas durch einen Krampfanfall ums Leben.[2]

Nach Jetts Tod gingen die Travoltas gerichtlich gegen einen Sanitäter und seine Anwältin vor, eine frühere Parlamentsabgeordnete. Die beiden Beklagten sollen die Travoltas um 25 Millionen Dollar (17 Millionen Euro) erpresst haben. Sie hätten gedroht, Details der Todesumstände zu veröffentlichen und dem Schauspieler, Autoren und Produzenten Travolta eine Mitschuld anzulasten. Im Herbst 2009 wurde das Verfahren unmittelbar vor Verkündung des Urteils abgebrochen, nachdem das Ergebnis der Geschworenenberatung vorzeitig durchgesickert war. Wie am 7. September 2010 bekannt wurde, legte Travolta den Rechtsstreit gegen die zwei mutmaßlichen Erpresser bei. Als Grund gab die Familie an, sie habe zu sehr unter dem anstrengenden Verfahren gelitten und es deshalb hinter sich lassen wollen.[3]

Am 23. November 2010 wurden Travolta und Preston erneut Eltern. Ihren Sohn nannten sie Benjamin.[4]

Travoltas Hobby ist seit 1989 die Fliegerei. Obwohl er nur über eine Privatpilotenlizenz verfügt, hat er u. a. Musterberechtigungen für die Flugzeugmuster Boeing 707 und Boeing 747 absolviert. Travolta besitzt fünf Flugzeuge, unter anderem eine Boeing 707-138B. Diese darf er zwar selber fliegen, aufgrund der bisher absolvierten Flugstunden auf diesem Muster jedoch nur mit dem Status eines Copiloten in Begleitung eines für dieses Muster qualifizierten Piloten in Command. Die Maschine ist nach seinen Kindern benannt: „Jett Clipper Ella“. Sein Haus in Ocala (Florida) hat eine eigene Start- und Landebahn inklusive Flugsteig am Greystone Airport (FAA LID: 17FL).

Sein älterer Bruder Joey Travolta ist ebenfalls im Filmgeschäft tätig, u. a. als Schauspieler und Regisseur.

Filmografie[Bearbeiten]

John Travolta (1991).
John Travolta bei der Premiere zu Born to be Wild 2007 in London

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[5][6] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1976 John Travolta 39
(? Wo.)
1977 Can’t Let You Go 66
(? Wo.)
1978 Grease 1
(52 Wo.)
1
(52 Wo.)
1
(47 Wo.)
1
(? Wo.)
mit Olivia Newton-John
Original Soundtrack
1978 Sandy 40 Silber
(6 Wo.)
1979 Travolta Fever 161
(? Wo.)
1983 Two of a Kind 26 Platin
(? Wo.)
2012 This Christmas 81
(? Wo.)
mit Olivia Newton-John
weitere Alben
  • 1978: Travolta
  • 1996: John Travolta Sings

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1979: Super John Travolta
  • 1982: La grande storia del rock 47
  • 1991: You Set My Dreams to Music (Best Of)
  • 1993: Gold
  • 1995: Let Her In
  • 1996: The Best of John Travolta
  • 1996: Greased Lightnin’
  • 1997: 20 Greatest Hits
  • 1999: Slow Dancing
  • 1999: Essential
  • 2001: You Set My Dreams to Music
  • 2002: Saturday Night Fiction
  • 2003: The Collection
  • 2005: Cult Fiction
  • 2005: The Hit Years
  • 2008: Forever Gold

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[5][6] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1976 Let Her In 10
(19 Wo.)
1976 Whenever I’m Away from You 38
(6 Wo.)
1977 All Strung Out on You 34
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1974
1978 You’re the One That I Want 1 Gold
(35 Wo.)
2
(28 Wo.)
1
(22 Wo.)
1 Platin
(35 Wo.)
1 Platin
(24 Wo.)
mit Olivia Newton-John
1978 Summer Nights 4
(18 Wo.)
1
(12 Wo.)
7
(8 Wo.)
1 Silber
(19 Wo.)
5 Gold
(16 Wo.)
mit Olivia Newton-John
1978 Greased Lightning 11 Silber
(9 Wo.)
47
(8 Wo.)
1978 Sandy 26
(13 Wo.)
24
(4 Wo.)
2 Silber
(15 Wo.)
1990 Grease Megamix 42
(8 Wo.)
26
(7 Wo.)
3
(10 Wo.)
mit Olivia Newton-John
1991 Grease - Dream Mix 47
(2 Wo.)
mit Frankie Valli und Olivia Newton-John
1998 You’re the One That I Want (Martian Remix) 26
(12 Wo.)
34
(2 Wo.)
mit Olivia Newton-John
weitere Singles
  • 1977: Big Trouble
  • 1977: (Feel so Good) Slow Dancing
  • 1977: Easy Evil
  • 1978: Razzamatazz
  • 1978: Dejala Entrar (Let Her In) (EP)
  • 1978: The Official John Travolta Fan Club (persönliche Botschaft Travoltas)
  • 1979: A Girl Like You
  • 1983: Take A Chance (mit Olivia Newton-John)
  • 1998: Grease (The Remix EP)
  • 1998: Summer Nights [Martian Remix] (mit Olivia Newton-John)
  • 1998: Grease Is Still the Word (Radio PressKit) (EP)

Produzent[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.people.com/people/article/0,,20294135,00.html, abgerufen 15. August 2009
  2. Sohn Jett nach Anfall gestorben
  3. http://www.news.de/medien/855072302/rueckzieher-vor-gericht/1/ abgerufen am 7. September 2010, news.de
  4. John Travolta und Kelly Preston: Baby ist da, vip.rtl.de
  5. a b Chartquellen: Singles Alben Billboard 200 / Soundtrack Grease Album Billboard 200
  6. a b Gold-/Platin-Datenbanken: DE UK US

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: John Travolta – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien