Herwald Ramsbotham, 1. Viscount Soulbury

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Herwald Ramsbotham, 1. Viscount Soulbury, GCMG, GCVO, OBE, MC, PC (* 6. März 1887; † 30. Januar 1971) war ein britischer Politiker und Kolonialadministrator.

Biografie[Bearbeiten]

Nach der Schulausbildung trat er in den Militärdienst der British Army und diente während des Ersten Weltkrieges als Offizier. 1915 war er zunächst zum Leutnant und noch im gleichen Jahr zum Hauptmann befördert. Für seiner Tapferkeit wurde er mit dem Order of the British Empire sowie dem Military Cross ausgezeichnet. 1918 wurde er zum Major befördert und schied 1919 aus der Armee aus.

Ramsbotham wurde 1929 als Mitglied der Conservative Party zum Mitglied des Unterhauses (House of Commons) gewählt und vertrat dort bis 1941 die Interessen des Wahlkreises Lancaster. Zwischen August 1931 und Juni 1935 war er Parlamentarischer Staatssekretär im Unterrichtsministerium (Parliamentary Secretary to the Board of Education). Im Anschluss war er noch Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Fischerei (Parliamentary Secretary to the Board of Agriculture and Fisheries).

Am 30. Juli 1936 wurde Ramsbotham von Premierminister Stanley Baldwin zum Minister für Pensionen (Minister of Pensions) in die Regierung berufen. Dieses Amt bekleidete er auch unter Baldwins Nachfolger Arthur Neville Chamberlain bis 1939. Im Rahmen einer Regierungsumbildung ernannte ihn Chamberlain am 7. Juni 1939 zum Minister für öffentliche Arbeiten (First Commissioner of Works).

Im April 1940 wurde er von Premierminister Winston Churchill zum Unterrichtsminister (President of the Board of Education) ernannt. Als er im Juli 1941 aus dem Unterhaus sowie der Regierung ausschied, wurde er für seine Verdienste als Baron Soulbury in den Adelsstand erhoben und dadurch auch Mitglied des House of Lords.

Am 6. Juli 1949 erfolgte seine Berufung zum Generalgouverneur von Sri Lanka als Nachfolger von Henry Monck Mason Moore. Dieses Amt hatte er bis zu seiner Ablösung durch Oliver Goonetilleke am 17. Juli 1954 inne.

Nach seiner Rückkehr nach Großbritannien wurde er 1954 von Königin Elisabeth II. zum Viscount Soulbury ernannt. Nach seinem Tode 1971 erbte zunächst sein ältester Sohn James Ramsbotham den Titel, ehe er nach dessen Tod 2004 an seinen jüngeren Sohn Sir Peter Ramsbotham fiel.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Titel neu geschaffen Viscount Soulbury
1954–1971
James Ramsbotham