Hotelstern

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Unten: Hotelsterne auf einem offiziellen DEHOGA-Schild

Der Hotelstern ist ein Bewertungssymbol, das in verschiedenen Ländern der Klassifikation von Hotels nach bestimmten Kriterien dient. Der Klassifizierung zugrunde gelegt werden Qualitäts- und Leistungsmerkmale wie Infrastruktur, Größe und Ausstattung der Zimmer, Empfangs- und Aufenthaltsräume und der gebotene Service. Ursprünge sind Bezeichnungen wie Grand Hotel für gehobenste Häuser schon ab dem späteren 19. Jahrhundert.

Da es keine international einheitlichen Zertifizierungen gibt, sind offiziell verliehenen Hotelsterne nicht immer mit den Sternen oder anderen Symbolen deckungsgleich, die in Reiseführern, Reisekatalogen, Zeitschriften und dergleichen angeführt werden. Vereinzelt wurden bis zu 7 Sterne ausgewiesen, jedoch setzt sich heute ein – zumindest in den höheren Klassen – weltweit vergleichbares System bis maximal 5 Sterne, teils mit Unterklassen, durch. Dadurch sind Vier-Sterne- und Fünf-Sterne-Hotels der Inbegriff von Luxushotels.

Außerdem werden die Sterne-Systeme auf weitere Aspekte der Hotellerie ausgedehnt, so etwa Wellness-Einrichtungen, Resorts und Villen.

Europa[Bearbeiten]

In den meisten Ländern Europas wird eine Hotelklassifizierung durch eine Behörde oder einen Fachverband vorgenommen. Vom Gesetzgeber vorgeschrieben wird sie in Belgien, Dänemark, Griechenland, Italien, auf Malta, in den Niederlanden, in Portugal, Spanien und Ungarn. In allen anderen europäischen Ländern ist sie freigestellt. Schweden leitete erst im Jahr 2003 eine Klassifizierung ein, in Finnland und Norwegen gibt es keine offiziellen genormten Kategorisierungssysteme.

Die Geschichte der Sterne zur Klassifikation greift die Entwicklung in anderen Bereichen auf, so hat der Guide Michelin schon seit 1900 Restaurants und Hotels bewertet und seit 1926 durch die Vergabe von Sternen differenziert, die von den Betreibern gern beworben wurden. Mit dem Aufkommen des Massentourismus haben Tourismusvereine und -behörden die Hotels klassifiziert und in Listen veröffentlicht. Das erste nach formalen Kriterien ausdefinierte System, das von den Hoteliers selbst getragen wurde, ist 1979 in der Schweiz entstanden.[1] Dieses beeinflusste die Entstehung der Hotelklassifikationen in anderen Ländern, insbesondere in Österreich und Deutschland.[1] Das Sternesystem der DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) wurde am 1. August 1996 eingeführt und erwies sich als sehr erfolgreich (80 % der Hotelgäste geben an, dass die Sterne das Hauptkriterium bei der Hotelwahl sind).[2] Dies beeinflusste die Ausgestaltung eines länderübergreifenden Sternesystems in Europa durch die Hotelstars Union.

Hotelstars Union[Bearbeiten]

Anfang 2010 beschlossen die Hotelverbände aus Österreich, Deutschland, den Niederlanden, Schweden, der Schweiz, Tschechien und Ungarn ein gemeinsames Klassifikationssystem, die Hotelstars Union.[3][4]

Sie steht unter der Schirmherrschaft von HOTREC – Hotels, Restaurants & Cafés in Europa, einem in Belgien angesiedelten gemeinnützigen Dachverband der Gaststättenbetriebe. Die von der HOTREC ausgearbeiteten Grundsätze und Kriterien, die schon mit dem internationalen Hotelklassifikationsseminar in Bergen 2004 entworfen worden waren, wurden in der Hotelstars Union erweitert, und mit den nationalen Systemen harmonisiert.[5]

Die Klassifikation wurde auf einer Konferenz in Prag am 14. Dezember 2009 beschlossen.[6][3] Seit Januar 2010 gilt sie in Österreich, Deutschland, Niederlande, Schweden, Schweiz und Tschechien. Ungarn hat im Lauf des Jahres 2010 die gesetzlichen Grundlagen geschaffen, die Schweiz stellte 2011, konform dem örtlichen Fünfjahresturnus, um, ebenso die Niederlande.[7][3][8] Mittels Gästebefragungen sollen in Zukunft die Richtlinien „weiterentwickelt und dementsprechend auf die Erwartungen und Ansprüche der Gäste abgestimmt“ werden.[3]

Die gemeinsame Hotelklassifizierung beruht auf 21 Grundprinzipien,[9] und umfasst einen Kriterienkatalog mit 270 einzelnen Punkten verschiedener Kategorien, teils Mindestkriterien, teils zusätzlichen Fakultativkriterien. Fokus liegt auf Qualitätsmanagement, Wellness und Schlafkomfort.[3] Verteilt werden die Sterneklassen 1–5*, und das zusätzliche Qualitätsmerkmal Superior (S).[4]

Sternkategorien nach Hotelstars Union[Bearbeiten]

Die Hotelkategorien erfüllen folgende grundlegende Profile:[10]

Sterneklasse Beurteilungskriterien
\bigstar Einstern Tourist Einfache Ausstattung, d. h., die Einrichtungen, die für die übliche Aufenthaltsdauer im Betrieb notwendig sind, werden insbesondere sauber und in tadellosem Erhaltungszustand angeboten. Sehr preisbewusste Gästeschicht, die vor allem die Nächtigungsleistung sucht.
\bigstar \mathbf S Einstern-Superior Ein Mehr an Hardware und/oder Dienstleistung bei Nichterfüllung der Mindestkriterien für die nächsthöhere Kategorie. Kein Inkognito-Test (Mystery-Guesting) erforderlich.
\bigstar\bigstar Zweistern Standard Zweckmäßige Ausstattung mit Komfort, preisbewusste Gästeschicht, die neben der reinen Nächtigung auch ein eingeschränktes Angebot (TV, Getränke etc.) sucht.
  • Abgrenzung zu Einstern: Die Zimmer sind komfortabler und sind mit Farbfernsehgeräten und Nasszellen ausgestattet.
  • Abgrenzung zu Dreistern: Die Qualität der Ausstattung wird an ihrer Funktionalität und Sauberkeit gemessen, die verwendeten Materialien sind weniger bedeutend.
\bigstar\bigstar \mathbf S Zweistern-Superior Ein Mehr an Hardware und/oder Dienstleistung bei Nichterfüllung der Mindestkriterien für die nächsthöhere Kategorie.
\bigstar\bigstar\bigstar Dreistern Komfort Gehobene und einheitliche Ausstattung mit wohnlichem Charakter. Gästeschicht mit Ansprüchen über die reine Nächtigungsleistung und bescheidenen Komfort hinaus (Bad/Dusche, Speisen, Getränke etc.), gehobenes Dienstleistungsangebot (Empfang/Rezeption, Getränke, Imbiss etc.).
  • Abgrenzung zu Zweistern: gediegene Materialien, größeres Raumangebot, Aufenthaltsmöglichkeit (z. B.: Sitzecke, Schreibtisch) im Zimmer und im allgemeinen Aufenthaltsraum.
  • Abgrenzung zu Vierstern: kleinere Flächen, bei gutem Erhaltungszustand auch ältere Ausstattung möglich.
\bigstar\bigstar\bigstar \mathbf S Dreistern-Superior Superior steht – auf Basis einer sehr guten, gehobenen und zeitgemäßen Hardware im gesamten Betriebsbereich – für ein deutliches Mehr an Serviceangebot und Dienstleistung, qualitätsgeprüft durch einen Inkognito-Test (Mystery-Guest-Check) im Rahmen der Klassifizierung.
\bigstar\bigstar\bigstar\bigstar Vierstern First class Erstklassige Ausstattung, d. h. großzügige Raumflächen mit qualitativ hochwertiger, zeitgemäßer Ausstattung, guter Schallschutz. Vor allem in der Ferienhotellerie oft umfangreiches betriebliches Angebot (z. B.: Wellness, Sport, Gastronomie, Seminareinrichtungen), hohes Dienstleistungsniveau.
Abgrenzung zu Dreistern: großzügigeres Raumangebot, sehr hohe Qualität der Einrichtung, durch hohen Erhaltungsaufwand sehr guter Zustand. Die Gäste erwarten hohe Dienstleistungsqualität und -intensität.
\bigstar\bigstar\bigstar\bigstar \mathbf S Vierstern-Superior Superior steht – auf Basis einer erstklassigen, qualitativ hochwertigen, makellosen und zeitgemäßen einheitlichen 4*-Hardware im gesamten Hotelbereich – für ein deutliches Mehr an Serviceangebot und Dienstleistung, qualitätsgeprüft durch einen Inkognito-Test (Mystery-Guest-Check) im Rahmen der Klassifizierung.
\bigstar\bigstar\bigstar\bigstar\bigstar Fünfstern De Luxe Exklusive, luxuriöse Ausstattung, d. h. edle, hochwertige und elegante Materialien mit durchgängiger Gestaltung. Architektur, Ausstattung, Ambiente, Dienstleistungsangebot wie auch Gästeschicht der internationalen Luxushotellerie.
Abgrenzung zu Vierstern: Luxuriöser, unverwechselbarer Betriebscharakter, makelloser Zustand der gesamten Hardware. Im Zimmerbereich räumliche Großzügigkeit, etwa durch baulich getrennten Schlaf- und Wohnbereich (Suiten). Die Gäste erwarten internationale Luxushotellerie ohne Kompromisse. Perfekte Dienstleistungsqualität mit sehr hohem Mitarbeitereinsatz, qualitätsgeprüft durch einen Inkognito-Test (Mystery-Guest-Check) im Rahmen der Klassifizierung.
\bigstar\bigstar\bigstar\bigstar\bigstar \mathbf S Fünfstern-Superior Superior steht hier – auf Basis einer luxuriösen, qualitativ hochwertigen, edlen, makellosen und zeitgemäßen durchgängigen Hardware – für ein deutliches Mehr an Serviceangebot und Dienstleistung, qualitätsgeprüft durch einen Inkognito-Test (Mystery-Guest-Check) im Rahmen der Klassifizierung.

Deutschland[Bearbeiten]

Die Hotelklassifikation in Deutschland wird seit dem Jahr 1996 von dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) durchgeführt. Die Klassifizierung ist kostenpflichtig, erfolgt auf freiwilliger Basis und bleibt drei Jahre gültig. Die Skala reicht von 1-Stern bis 5-Sterne. Ein Stern steht für die niedrigste Kategorie (Tourist), fünf Sterne für die höchste (Luxus). Innerhalb jeder Kategorie kann zudem das Zusatzprädikat Superior erworben werden, wenn die Qualität der Serviceleistung weit über dem Geforderten dieser Kategorie, aber noch unter den Anforderungen der nächsthöheren Kategorie liegt. Das Zusatzprädikat "Superior" zeichnet Betriebe aus, die ein deutliches Mehr an Dienstleistung und Servicequalität bieten, als in dieser Qualitätskategorie gefordert und üblich.

Seit dem 1. Januar 2010 gilt das einheitliche Hotelklassifizierungssystem Hotelstars Union für Deutschland.[4] Ende 2012 wurden auch die Schilder auf eine einheitliche europäische Norm umgestellt.

Frankreich[Bearbeiten]

Die Hotelklassifikation in Frankreich oblag einer Fremdenverkehrskommission des Départements, die dem Staatssekretariat für Fremdenverkehr unterstellt war. Sie erfolgte auf freiwilliger Basis, jährlich durchgeführt. Die Skala reichte von 0-Stern (erfasst, aber nicht klassifiziert) bis zu 4-Stern mit der Zusatzkategorie 4 Stern „L“ (für Luxus), was der 5-Stern-Kategorie anderer Systeme entspricht. Besonders luxuriöse Hotels werden inoffiziell als „Palaces“ (Hotelpaläste) bezeichnet.

Ab 2009 wurde dieses System durch eine Einteilung von 1–5 Sternen ersetzt (Atout France).[11] Dieses System geriet in den letzten Jahren aber stark unter Kritik, da die Einstufung – anhand von 250 Kriterien – von bis zu 50 akkreditierten Prüffirmen durchgeführt wird, und vom Hotel bezahlt werden muss. Befürchtet werden uneinheitliche Bemessung, Gefälligkeitsgutachten und Dumping. Außerdem müssen staatlicherseits als Betrugsbekämpfungsmaßnahme Geldstrafen (bis 15.000 Euro) vorgesehen werden, die man seitens des Ministeriums vorerst aber noch nicht verhängen will.[12]

Österreich[Bearbeiten]

Österreich startete in den 1950er Jahren mit einer Kategorisierung nach den Buchstaben A bis F. In den 1970ern wurde dann das 1- bis 5-Sternsystem eingeführt. Seit 1984 gab es die bis 2010 aktuelle Form, nach der sich 76 % der Beherbergungsbetriebe (Stand 2009) kategorisieren haben lassen. Die Einstufung reichte von 1- bis 5-Stern-Betrieben, wobei in der 4-Stern-Kategorie der Zwischenlevel Superior eingeführt wurde.

Seit dem 1. Januar 2010 gilt das einheitliche Hotelklassifizierungssystem Hotelstars Union für Österreich.[4][13][14] Die Einstufung in eine Sterneklasse erfolgt auf Antrag des Betriebes durch eine unabhängige Kommission. Regelmäßige Überprüfungen und ein System der jährlichen Selbstkontrolle sichern die Qualität. Mitgliedsbetriebe können diese Serviceleistung der Fachgruppen Hotellerie bzw. des Fachverband Hotellerie der Wirtschaftskammer freiwillig in Anspruch nehmen.

Schweiz[Bearbeiten]

Die umfassendste Hotelklassifikation in der Schweiz nimmt der Dachverband der Schweizer Hotellerie hotelleriesuisse vor. Die Klassifizierung ist freiwillig, aber kostenpflichtig und mit einer Mitgliedschaft verbunden. Die Skala reicht von 0- bis 5-Stern. In den Kategorien 3-, 4- und 5-Stern wird der Zusatz Superior an Hotels vergeben, denen ein à-la-carte Restaurant angeschlossen ist, und deren Ausstattung, Einrichtung und Komfort für ihre jeweilige Kategorie überdurchschnittlich sind.

Seit 2011 gilt das einheitliche Hotelklassifizierungssystem Hotelstars Union für die Schweiz.[15]

Afrika[Bearbeiten]

In einigen afrikanischen Ländern (u. a. Südafrika, Namibia) gibt es Unterkunftsklassifizierungssysteme nach europäischem Vorbild. 12 Mitgliedsstaaten der Regional Tourism Organization of Southern Africa (RETOSA) planen bis 2015 ein gemeinsames System zu implementieren.[16]

Namibia[Bearbeiten]

Die Registrierung sowie Klassifizierung von Hotels (und anderen touristischen Unternehmen) wird in Namibia vom Namibia Tourism Board unter Berücksichtung des National Tourist Accommodation Star Grading Scheme vorgenommen, welches in aktuellster Fassung seit Februar 2012 genutzt wird. Die Teilnahme an der Klassifizierung ist freiwillig.

Bis Ende der 1990er Jahre wurden nur Hotels (maximal 5 Sterne), Gästefarmen und Rastlager (maximal 3 Sterne) innerhalb des seit 1973 bestehenden Klassifizierungssystems bewertet. Zwischen Ende der 1990er Jahre und Februar 2012 fand keine Sterneklassifizierung statt.

Mittlerweile können alle Arten von Unterkunftsunternehmen bis zu 5 Sterne erreichen. Der Standard des Systems kann international als hoch bezeichnet werden, wobei der subjektive Eindruck der einzelnen Klassifizierungsbeauftragten weiterhin eine wichtige Rolle spielt. Das Klassifizierungssystem unterscheidet zehn verschieden Unterkunftstypen (Zelt-Lodge, Zeltcamp, Selbstversorger-Unterkunft, Rastlager, Lodge, Hotel, Hotel-Pension, Gästefarm, Gästehaus, Bed & Breakfast-Unterkunft), die alle zwei Jahre von einem Klassifizierungsbeauftragen auf Ausstattung, vorhandenen Service und gelieferten Service überprüft werden. Die Gebühren sowie eine Nacht mit Vollverpflegung für den Klassifizierungsbeauftragten müssen vom Unterkunftsbetrieb selber getragen werden.

Bedeutung der Sterne:

  • 5 Sterne: luxuriös
  • 4 Sterne: hervorragend
  • 3 Sterne: sehr gut
  • 2 Sterne: gut
  • 1 Stern: ausreichend

Ein komplett neues Sternesystem, das „National Tourist Accommodation Star Grading“ Scheme wird seit Mitte 2009 zusammen mit der schottischen Hotelklassifizierung erarbeitet und sollte bis Ende 2010 eingeführt werden, ist aber mit Stand November 2013 noch nicht vollständig implementiert. Es soll vor allem nicht messbare Gegebenheiten und Serviceleistungen sowie lokale Gegebenheiten berücksichtigen.[17]

Sierra Leone[Bearbeiten]

Im westafrikanischen Sierra Leone findet durch den National Tourist Board eine offizielle Einteilung von Unterkünften in fünf Klassen statt; dabei ist die Klasse 1 die höchste, Klasse 5 die niedrigste zu erreichende Stufe.[18]

Die Klassifizierung ist für alle registrierten Unterkünfte verpflichtend.

Südafrika[Bearbeiten]

In Südafrika wird die Klassifizierung von Unterkünften vom Tourism Grading Council vorgenommen. Es handelt sich dabei um ein unabhängiges Organ. Zudem werden u. a. auch Events und andere touristische Einrichtungen bewertet. Hierfür fällt eine Gebühr an, die von der Größe des Unternehmens abhängt (z. B. Anzahl der Hotelzimmer). In acht Unterkunftsrubriken (Rucksackunterkunft & Jugendherberge, Bed & Breakfast-Unterkunft, Zelt- und Campingplatz, Landhaus, Gästehaus, Selbsversorger-Unterkunft, Hotel und Lodge) werden bis zu 5 Sterne vergeben. Als bisher einziges südafrikanisches Hotel erhielt aber das in Kapstadt an der Waterfront gelegene One&Only Cape Town sechs Sterne. Das System ist auf höchstem internationalen Niveau und wird äußerst strikt gehandhabt.

Internationale Verbände, Marketingverbünde und Marken[Bearbeiten]

International sind zumindest die gehobeneren Klassen heute in etwa vergleichbar.

Historisch verbreiteter als die Angabe von Sternen ist die Mitgliedschaft in der Gruppe The Leading Hotels of the World, mit der Luxushotels eine regelmäßige Überprüfung dokumentieren. Diese Marketingorganisation existiert seit 1928 und führte 1971 ein umfangreiches Inspektionssystem ein. Für eine Mitgliedschaft sind Qualitäten der 5-Sterne-Kategorie Voraussetzung. Der Ableger Small Luxury Hotels of the World versammelt kleinere Häuser der gehobenen 4- bis 5-Sterne-Kategorie.
Die Five Star Alliance ist ein internationales Hotelverzeichnis, das weltweit vergleichbar klassiert. Great Hotels of the World versammelt 4- bis 5-Sterne-Häuser. Die Global Hotel Alliance ist ein Verband von Luxushotels größerer Hotelketten.

Inzwischen weisen auch einzelne Hotelketten ihr Luxussegment in eigenen Marken aus, etwa die Luxury Collection‎ der Starwood-Gruppe, Four Points by Sheraton, oder renommierte Marken einer Kette werden prinzipiell als gehobene Klasse positioniert (Westin, Rocco Forte, Taj, u.a.m.).

Sieben Sterne[Bearbeiten]

Es gibt eine Reihe von Hotels, die mit mehr als fünf Sternen beworben werden. Das erste Hotel mit behaupteten sieben Sternen war das Burj-al-Arab-Hotel in Dubai, eröffnet 1998, bei dem für jedes Zimmer ein Diener zur Verfügung steht. Das Hotel selbst wirbt jedoch nicht damit und gibt an, dass die sieben Sterne eine Erfindung eines Journalisten sind. Gleiches gilt für das Emirates Palace Hotel in Abu Dhabi, eröffnet 2005, das selbst nur fünf Sterne führt.

Das Town House Galleria in Mailand wurde 2007 eröffnet und hat sich dabei von SGS Italy ein Zertifikat zu sieben Sternen ausstellen lassen.[19] Allerdings kennt die SGS in ihrer allgemeinen Hotelkategorisierung nur fünf Sterne; die Referenz verbleibt auf einem nicht gezeigten Zertifikat von 2008.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b "Geschichte und Entwicklung", hotelsterne.ch, Zugriff 14. November 2010, "Im Jahre 1979 führte hotelleriesuisse (Schweizer Hotelier-Verein) die Hotelklassifikation ein. Es handelte sich weltweit um das erste und einzige privatwirtschaftliche System dieser Art. Das System gilt international als vorbildlich und wurde verschiedentlich als Basis für die Entwicklung eines eigenen Klassifikationssystems verwendet (z. B. Deutschland, Österreich)."
  2. "Eine Erfolgsgeschichte: Zehn Jahre Deutsche Hotelklassifizierung", Pressemitteilung, hotelsterne.de, 27. Juli 2006, Zugriff 14. November 2010 - "Am 1. August 2006 feiert die Deutsche Hotelklassifizierung ihr zehnjähriges Bestehen." - "80 Prozent der Gäste geben an, dass die Sterne Hauptkriterium bei der Hotelauswahl sind, denn sie bieten Transparenz und Sicherheit"
  3. a b c d e Hotelklassifizierung: Gründung der "Hotelstars Union" bringt einheitliche Hotelsterne für Europa. In: Channel: Wirtschaft. Wirtschaftskammer Österreich, APA-OTS, 14. Dezember 2009, abgerufen am 25. August 2014 (OTS 20091214 OTS0168).
  4. a b c d Elisabeth Pinther: Österreich und Deutschland setzen bei der Hotelklassifizierung neue Maßstäbe. Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband Hotellerie, 14. Dezember 2009, abgerufen am 25. August 2014.
  5. Welcome to the Hotelstars Union! About us. Hotelstars Union, abgerufen am 28. Januar 2010 (englisch).
  6.  Hotelstars Union (Hrsg.): The founding of the Hotelstars Union to lead to harmonised Hotelstars in Europe. Presseaussendung. 14. Dezember 2009 (News, online, pdf, abgerufen am 28. Januar 2010).
  7. "Klassifikation", hotelleriesuisse.ch, Zugriff 19. April 2014, "
  8. Sterne, die vom Himmel fallen im Pester Lloyd vom 16. Dezember 2009 abgerufen am 20. Februar 2010
  9. Overview on what hotelstars mean in Europe: HOTREC principles. Hotelstars Union, abgerufen am 28. Januar 2010 (englisch, download, pdf).
  10. Zitiert wörtlich Kategorien. In: Klassifizierung. Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband Hotellerie, abgerufen am 28. Januar 2010.
  11. Site officiel du classement des hébergements touristiques, Atout France (classement.atout-france.fr)
  12. Hôtellerie : le nouveau classement sera amélioré. In: Le Parisien online, 23. Juli 2012.
    „Das ist ungenügend“ – Frankreichs Hotellerie droht Sternefiasko, orf.at/stories, 27. Juli 2012.
  13. Einheitsregelung seit Anfang 2010, orf.at/stories, 27. Juli 2012
  14. Die Hotelsterne der Zukunft – Was wird mit 1. 1. 2010 Neu?. Folder, wko.at (pdf), abgerufen 12. Februar 2014.
  15. "Klassifikation", hotelleriesuisse.ch, Zugriff 19. April 2014, "
  16. Harmonised grading on the cards for the region. (PDF; 5,0 MB) Southern African Tourism Update, Juni/Juli 2011, Ausgabe 219, S. 2.
  17. Star grading promises clarity for all, Tourbrief.com, 4. März 2010
  18. Tourism directory 2012/13. National Tourist Board of Sierra Leone, 10. Dezember 2012, abgerufen am 26. August 2014.
  19. Erstes 7-Sterne-Hotel der Welt eröffnet. Tagesspiegel Online, 9. März 2007, abgerufen am 26. August 2014.