Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft

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Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft
CEDEAO/ECOWAS

Mitgliedstaaten
Englische Bezeichnung Economic Community of West African States (ECOWAS)
Französische Bezeichnung Communauté économique des États De l’Afrique de l’Ouest (CEDEAO)
Portugiesische Bezeichnung Comunidade Económica dos Estados da África Ocidental (CEDEAO)
Organisationsart regionale wirtschaftliche und politische Kooperation
Sitz der Organe

Abuja

Vorsitz Alassane Ouattara
Generalsekretär James Victor Gbeho
Parlamentarische Versammlung Westafrikanisches Parlament
Mitgliedstaaten 15
Amts- und Arbeitssprachen

Englisch, Französisch, Portugiesisch

Fläche 5.112.903 km²
Einwohnerzahl ca. 300 Millionen Einwohner
Bevölkerungsdichte Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt

703,3 Mrd. US$ (nominal, 2011)

Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner

2.500 US$ (nominal, 2011)

Gründung

28. Mai 1975 (Vertrag von Lagos)

Währung

verschiedene (8 Länder haben bereits den CFA-Franc BCEAO als Gemeinschaftswährung), für alle 15 geplant war der Eco

Zeitzone UTC -1 bis +1
Tochterorganisationen

ECOWAS Monitoring Group

www.ecowas.int

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (fran.: Communauté économique des États de l’Afrique de l’Ouest, kurz CEDEAO, engl.: Economic Community of West African States, kurz ECOWAS) ist eine Internationale Organisation von derzeit 15 Staaten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft wurde am 28. Mai 1975 mit der Unterzeichnung des Vertrages von Lagos gegründet und trat 1976 in Kraft. 1978 folgte ein Nichtangriffsprotokoll und am 29. Mai 1981 ein Abkommen über gemeinsame Verteidigung durch die ECOWAS Monitoring Group (ECOMOG).

Der am 24. Juli 1993 in Cotonou, Benin, geschlossene Revised Treaty ersetzt den Vertrag von Lagos formell und stellt die ECOWAS auf eine neue rechtliche Grundlage. Ziel des Zusammenschlusses ist der Ausbau der wirtschaftlichen Integration dieser Länder. Dazu kamen im Verlaufe der Zeit weitere Ziele, u. a. eine graduelle politische Integration, die Ausdruck fand in der Einrichtung eines gemeinsamen westafrikanischen Gerichtshofes sowie eines gemeinsamen westafrikanischen Parlaments im Jahre 2001. Darüber hinaus ist mit der militärischen Intervention der ECOMOG in Liberia während des Bürgerkrieges Anfang der 90er Jahre eine wichtige sicherheitspolitische Rolle hinzugekommen, die den sich verändernden Rahmenbedingungen nach Ende des Kalten Krieges Rechnung tragen soll.

Ziel zum Zeitpunkt der Gründung war es, „kollektive Selbstversorgung“ für die Mitgliedsstaaten zu erreichen, möglich durch die Errichtung eines großen Binnenmarktes und einer Wirtschafts- und Währungsunion. Die zuletzt beschlossene Einführung des Eco als westafrikanische Währung wurde nach 2004 noch einmal 2009 verschoben, da aufgrund der politischen und ökonomischen Probleme die vereinbarten Konvergenzkriterien nicht von allen Beteiligten erfüllt werden konnten. Die Einführung ist nun für 2015 geplant.[1]

Mauretanien, eines der Gründungsmitglieder, verließ 2001 die Gemeinschaft, um sich politisch mehr im arabisch-afrikanischen Raum zu orientieren (Arabische Liga).

Innergemeinschaftlich ist die Struktur der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft durch eine starke Vormachtstellung Nigerias gekennzeichnet. Auch das Sekretariat hat seinen Sitz im nigerianischen Abuja. Das Land stellt mehr als die Hälfte der Bevölkerung und Wirtschaftskraft der Gemeinschaft. Innerhalb der ECOWAS gibt es noch eine eigene, frankophone Gemeinschaft ähnlicher Struktur, die zumindest derzeit noch als Konkurrenz zur größeren Organisation angesehen werden muss.

Organe[Bearbeiten]

  • Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs (jährlich)
  • ECOWAS Kommission (1977 bis 2006 als Exekutivrat bezeichnet)
  • ECOWAS Parlament (seit März 2012 mit 115 Mitgliedern)
  • ECOWAS Gerichtshof (bestehend aus sieben Richtern)
  • Entwicklungsbank EBID (ECOWAS Bank for Investment and Development) mit Sitz in Lome (Togo) wurde 1999 gegründet und hat zwei Tochtergesellschaften:
    • Regional Bank of Investment of CEDEAO (Banque Régionale pour l'Investissement de la CEDEAO, BRIC) für die Finanzierung des privaten Sektors und
    • Fonds Régional pour le Développement de la CEDEAO (FRDC) für die Finanzierung des öffentlichen Sektors, durch die die schwache Entwicklung des privaten Banksektors in der Region kompensiert werden sollen.

Mitgliedsstaaten[Bearbeiten]

(1) Diese Länder bilden zudem die Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA).
(2) Diese Länder bilden zudem die Westafrikanische Währungszone (WAMZ).
(3) Diese Länder bilden zudem die Mano River Union (MRU).

Geschäftsführende Sekretäre des Exekutivrates (1977–2006)[Bearbeiten]

Präsidenten der ECOWAS-Kommission (seit 2007)[Bearbeiten]

Bisherige Vorsitzende[Bearbeiten]

Alassane Ouattara, Vorsitzender der ECOWAS seit Februar 2012

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Again, hope dims for Eco’s takeoff in 2015 14. Januar 2013 in The Nigeria Guardian (Abgerufen am 15. Januar 2013)
  2. LIBERIA JOINS THE WEST AFRICAN MONETARY ZONE (WAMZ). Pressemitteilung vom 16. Februar 2010 auf der Website des West African Monetary Institute (WAMI). Abgerufen am 15. Januar 2013.

Weblinks[Bearbeiten]