Hundstadt

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50.3702777777788.4683333333333345Koordinaten: 50° 22′ 13″ N, 8° 28′ 6″ O

Hundstadt
Wappen von Hundstadt
Höhe: 345 m
Fläche: 8,25 km²
Einwohner: 916 (31. Dez. 2008)
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 61279
Vorwahl: 06086

Hundstadt ist ein Ortsteil von Grävenwiesbach im Hochtaunuskreis.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Dorfansicht Hundstadt

Hundstadt liegt im östlichen Hintertaunus im Naturpark Taunus. Das Dorf liegt ca. 2,5 Kilometer südöstlich von Grävenwiesbach. Höchste Erhebung bei Hundstadt ist der Quarzitfelsen des Hirschsteinlai mit 430 Metern über NN. Dieser ist nicht so beeindruckend wie die nahe gelegenen Eschbacher Klippen aber dennoch ein eindrucksvolles Naturmonument.

Nachbarorte sind Laubach (südwestlich), Naunstadt (westlich), Michelbach (östlich) und Wilhelmsdorf (südlich).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Lage von Hundstadt – zusammen mit den Ortsteilen Mönstadt und Naunstadt bildet es einen Halbkreis um Grävenwiesbach – lässt darauf schließen, dass es sich um einen geplanten, von Grävenwiesbach ausgehenden Ausbauort handelt. Aus dem Namen kann man schließen, dass der Ort zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert entstanden ist. Dieser Zeit ist die Gründung der „statt-Orte“ zuzuordnen.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Hundstadt als „Hoenstad“ 1410. Im Jahr 1568 gab es in Hundstadt die meisten Pferde im Kirchspiel, was darauf schließen lässt, dass ein Fuhrunternehmen tätig war. Dafür spricht auch der Umstand, dass die Straße von Limburg a. d. Lahn in die Wetterau zu dieser Zeit an dem Ort vorbeiführte.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schlossen sich am 31. Dezember 1971 die Gemeinden Hundstadt und Grävenwiesbach sowie weitere Gemeinden freiwillig zur Gemeinde Grävenwiesbach zusammen.[1]

Im Jahr 2010 feierte das Dorf sein 600-jähriges Bestehen.

Brunnen[Bearbeiten]

Brunnen Hauptstrasse/Weilerweg

In nahezu jedem Dorf im Taunus stehen gusseiserne Brunnen. Hundstadt verfügt trotz seiner geringen Größe mit fünf dieser Brunnen über die höchste "Brunnendichte". In der Hauptstraße 24 befindet sich der älteste dieser Brunnen. Der Brunnen aus dem Jahr 1871 ist auf der Längsseite aus zwei Platten erbaut, die mit Löwenköpfen geschmückt sind. Die einteiligen Seiten weisen einen leeren Kreisring auf. An der Ecke Hauptstraße/Weilerweg befindet sich ein Brunnen aus dem Jahr 1893. Dieser ist genauso wie die aus dem gleichen Jahr stammenden Brunnen in der Hauptstrasse und im Naunstädter Weg mit Akanthusrosetten geschmückt.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Raiffeisenkasse Hundstadt fusionierte 1972 mit der Raiffeisenbank Grävenwiesbach.

Dorfansichten von Hundstadt[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Historie Grävenwiesbach im Taunus
  • Mittlere Höhe von Hundstadt: TK Kompass - Östlicher Taunus 840 - 1:50.000

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 266
  2. Karl Baeumerth: Gußeiserne Brunnen im Usingen Land; in: Jahrbuch Hochtaunus 1993, ISSN 0943-2108, Seite 44-45