Hyper-V

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Hyper-V
Entwickler Microsoft Corp.
Aktuelle Version R2
(24. August 2010)
Betriebssystem Microsoft Windows
Kategorie Virtualisierung, Emulation
Lizenz proprietär
Deutschsprachig ja
www.microsoft.com

Hyper-V ist eine Virtualisierungsplattform für Windows Server 2008; der Nachfolger von Windows 7, der unter dem Decknamen Windows 8 bekannt ist, soll auch mit dieser Plattform ausgestattet sein. Hyper-V ist nach der Installation von Windows Server 2008 und 2008 R2 als Serverrolle verfügbar und somit ein integrierter Bestandteil des Betriebssystems.[1]

Hyper-V kann auch separat als "Hyper-V Server" installiert werden. Diese Version ist kostenlos bei Microsoft verfügbar und verfügt über sämtliche Funktionen, die für einen Hypervisor erforderlich sind.[2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Architektur

Hyper-V-Architektur

Hyper-V stellt das Hostsystem als Parentpartition (Elternpartition) um, die direkt auf den Hypervisor aufbaut. Diese Parentpartition verwaltet dann die Childpartitionen (Kindpartitionen), in denen die Gastsysteme arbeiten.[3]

Virtuelle Maschinen (Childpartitionen) haben dabei keinen direkten Zugriff auf die Hardwareressourcen. Sie besitzen lediglich eine Sicht auf die virtualisierten Ressourcen. Allerdings kann mit „Pass Through“ ein beschleunigter Zugriff auf die Datenträger des Hostsystems stattfinden.[4]

[Bearbeiten] Merkmale

Hyper-V kann einem Gastsystem bis zu vier Prozessoren und 64 GB Arbeitsspeicher zuweisen und sowohl 64-Bit- als auch 32-Bit-Systeme darstellen. Eine Hardwareverwaltung verteilt dynamisch die vorhandenen Ressourcen an die Gastsysteme. Mit Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 wird mit Dynamic Memory auch das Speicherverhalten weitgehend ausgebaut.[5].

[Bearbeiten] Verfügbarkeit

Der Hypervisor wird in zwei Varianten ausgeliefert: Als Betriebssystem-Feature (Serverrolle) bei den "Windows Server 2008 R2"-Versionen und als so genannte "Hyper-V Server 2008 R2"-Version. Damit die letztgenannte Installation betriebsfähig ist, wird ein weiteres Gerät zur Verwaltung der Infrastruktur erforderlich. Dies und das Fehlen von Failover-Funktionen für Anwendungen sind die Unterschiede, die eine Hyper-V-Standalone-Version gegenüber einer normalen Datacenter-Version aufweist.[6]

[Bearbeiten] Einsatzgebiete

Hyper-V ist für den Einsatz als Servervirtualisierung für Datacenter und Außenstellen konzipiert. Die Kernaufgaben liegen daher in der sicheren Abbildung der benötigten Serverinfrastrukturen. Für einen erweiterten Funktionsumfang sorgt System Center Virtual Machine Manager (SCVMM), welcher für die Verwaltung von Hyper-V- und auch VMware-Hosts eingesetzt werden kann.[7].

[Bearbeiten] Unterstützte Gastsysteme

Microsoft unterstützt neben Windows auch offiziell die Linuxdistributionen SUSE und Red Hat, genauer folgende Versionen:

  • Red Hat Enterprise Linux 5.2 / 5.3 / 5.4 / 5.5 / 5.6
  • SUSE Linux Enterprise Server 10 SP4
  • SUSE Linux Enterprise Server 11 SP1

Eine Liste sämtlicher unterstützter Betriebssystem gibt es bei Microsoft TechNet.[8] Seit der Linux-Kernelversion 2.6.32 sind die Hyper-V Integration Components fester Bestandteil und können auch in anderen Linuxdistributionen einfach aktiviert werden.[9]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Hyper-V: Using Hyper-V and Failover Clustering auf Microsoft TechNet (englisch)
  2. Was die Unterschiede zwischen Hyper-V und Hyper-V Server sind auf Server Talk (Deutsch)
  3. Windows Server 2008 auf Server Talk (Deutsch)
  4. What's coming up with the next versions of SCOM and SCVMM auf Microsoft Virtualization Team Blog (Englisch)
  5. Einblicke in Dynamic Memory für Hyper-V auf Server Talk (Deutsch)
  6. Vergleich Hyper-V Installationen
  7. Management Console Vergleich zwischen Hyper-V and Virtual Machine Manager auf Server Talk (Deutsch)
  8. About Virtual Machines and Guest Operating Systems auf Microsoft TechNet (Englisch)
  9. How-To: Virtualisieren von Linux mit Hyper-V auf Server Talk (Deutsch)

[Bearbeiten] Weblinks

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