Hypervisor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
QS-Informatik

Dieser Artikel wurde wegen inhaltlicher Mängel auf der Qualitätssicherungsseite der Redaktion Informatik eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Artikel aus dem Themengebiet Informatik auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Hilf mit, die inhaltlichen Mängel dieses Artikels zu beseitigen, und beteilige dich an der Diskussion! (+)
Begründung: Aus Einleitung und Inhalt ist schwer verständlich, was Hypervisor wirklich ist. "Ein Computerprogramm" ist hier ein nichtssagender Allgemeinbegriff, da er nicht weiter erläutert wird. Ist das ein Oberbegriff (dann fehlen Beispiele oder Kategorien), oder ist es das einzige Programm (von welchem Hersteller)? Der Artikel ist entsprechend schlecht belegt ohne Literatur oder Weblinks und wirkt wie eine Kurzversion des englischen Artikels ohne hinreichende Überarbeitung.

Ein Hypervisor, auch Virtual Machine Monitor (kurz VMM) genannt, ist ein Computerprogramm, das eine virtuelle Maschine bereitstellt. Die virtuell betriebenen Betriebssysteminstanzen werden Gast-Systeme genannt.

Wortherkunft[Bearbeiten]

„Hyper“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „über“. „Visor“ lässt sich aus dem Lateinischen „videre“ ableiten, was „sehen“ bedeutet. Sinngemäß übersetzt handelt es sich also um ein System, welches als „Aufseher“ etwas bzw. weitere Systeme „überblickt“ bzw. „etwas überwacht“ – eine Funktion, die in anderem Zusammenhang zwar als Monitoring bezeichnet wird, was aber eine andere Zielsetzung hat.

Klassifizierung[Bearbeiten]

Es werden zwei Arten von Hypervisoren unterschieden:

  • Ein Typ-1-Hypervisor (native) läuft ohne weitere Software direkt auf der Hardware. Auch das Rootsystem läuft dabei auf dem Hypervisor. Ein Typ-1-Hypervisor ermöglicht es, weniger Ressourcen zu verbrauchen, muss aber selbst über Treiber für die gesamte Hardware verfügen
  • Ein Typ-2-Hypervisor (hosted) setzt auf einem vollwertigen Betriebssystem auf und nutzt die Gerätetreiber des Betriebssystems, unter dem er läuft.
Arten von Hypervisoren

Der Begriff Hypervisor wird uneinheitlich verwendet, da er in einigen Quellen auf Typ 1 oder auf Typ 2 mit Paravirtualisierung beschränkt wird. Quellen von IBM verwenden den Begriff Hypervisor allgemein, also für Typ 1 und Typ 2.[1]

Ausprägungen[Bearbeiten]

Storage-Hypervisors[Bearbeiten]

Hauptartikel: Storage-Hypervisor

Ein Storage-Hypervisor ist eine Management-Software für virtuelle Speicherinfrastrukturen.

Konverter[Bearbeiten]

Programme wie der VMware Converter ermöglichen es, Betriebssysteme von physischen Maschinen (teilweise im laufenden Betrieb) in virtuelle Maschinen zu überführen.

Beispiele[Bearbeiten]

Beispiele für Hypervisoren sind VirtualBox, Windows Virtual PC, VMware Workstation, Parallels Desktop for Mac, z/VM, PowerVM (zuvor Advanced Power Virtualization),[2] Xen, VMware ESX/ESXi, KVM und Hyper-V.

Anwendungsmöglichkeiten[Bearbeiten]

Softwareentwicklung[Bearbeiten]

Es können für die Entwicklung von Software unterschiedliche Komponenten vorgehalten werden. So kann zum Beispiel eine Datenbankabstraktionsschicht mit Oracle und SQL-Server getestet werden, ohne beide gleichzeitig installieren zu müssen.

Technischer Support[Bearbeiten]

Ein großer Vorteil ist die einfache Möglichkeit, die VMs weiterzugeben. Das Kopieren der Dateien genügt, da diese auf jedem Rechner lauffähig sind. Somit kann in einer Abteilung für technischen Support die Software in unterschiedlichen Versionen vorgehalten werden.

Spiele[Bearbeiten]

Durch PC-Virtualisierungsoftware ist es unter anderem auch möglich, Computerspiele zu spielen, die z. B. im Kompatibilitätsmodus von Windows XP nicht einwandfrei funktionieren. Einige ältere Spiele laufen zwar im Kompatibilitätsmodus und man kann auch Spielstände speichern, das Laden dieser Spielstände kann jedoch bei verschiedenen Spielen zum Computerabsturz führen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IBM Systems Virtualization, IBM Corporation, Version 2 Release 1 (2005), available on-line at publib.boulder.ibm.com (PDF-Datei; 247 kB) – description of basic concepts
  2. siehe IBM Power