Idanha-a-Velha

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Idanha-a-Velha
Wappen Karte
Das Wappen fehlt noch
Idanha-a-Velha (Portugal)
Idanha-a-Velha
Basisdaten
Region: Centro
Unterregion: Beira Interior Sul
Distrikt: Castelo Branco
Concelho: Idanha-a-Nova
Koordinaten: 40° 0′ N, 7° 9′ W39.996944444444-7.1444444444444Koordinaten: 40° 0′ N, 7° 9′ W
Einwohner: 63 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 20,78 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 3 Einwohner pro km²
Politik
Bürgermeister: João José Lopes da Cunha
Adresse der Gemeindeverwaltung: Junta de Freguesia de Idanha-a-Velha
Rua de Guimarães, 8
6060-041 Idanha-a-Velha
Webseite: [http://http://www.cm-idanhanova.pt/ http://www.cm-idanhanova.pt/]

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Idanha-a-Velha (im Hintergrund das Bergdorf Monsanto)
Kathedrale von Idanha-a-Velha (Teilansicht)

Idanha-a-Velha ist eine Gemeinde (Freguesia) im portugiesischen Kreis Idanha-a-Nova. In ihr leben 63 Einwohner (Stand 30. Juni 2011)[1]. Der Ort gehört zu den zwölf historischen Dörfern, den Aldeias Históricas.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde im ersten Jahrhundert vor Christus von den Römern als Civitas Igaeditanorum gegründet. Unter den Sueben wurde es Egitânia genannt und 534 zur Diözese. 14 Jahre später kam der Ort zum Westgotenreich, bis es 715 von den Arabern erobert wurde. Der Ort, der nun Exitânia und dann Idania hieß, wurde Verwaltungssitz der Mauren und lag an der Route von Mérida nach Guarda. Im Zuge der Reconquista wurde Idanha mehrmals erobert, bevor Portugals erster König, D.Afonso Henriques, den Ort 1165 eroberte und Gualdim Pais übergab. Eine Bedingung war die Errichtung zweier neuer Burgen zur Verteidigung des Bischofssitzes Egitania, die Pais mit der Gründung von Monsanto und Idanha-a-Nova erfüllte. Seit 1199 war Idanha kein Bischofssitz mehr und gehörte fortan zur Diözese Guarda.[3]

1229 erhielt Idanha Stadtrechte (Foral) durch König Sancho II.. Nach erneutem arabischen Einfall und Zerstörung 1240 wurde der Ort dem Templerorden übergeben und neu besiedelt. 1510 erneuerte König Manuel I. die Stadtrechte Idanhas, und die Kathedrale wurde erweitert und umgebaut. Der 1187 unweit gegründete Ort Idanha-a-Nova (dt.: Neues Idanha) erlangte zunehmend Bedeutung, während der nun Idanha-a-Velha (dt.: Altes Idanha) genannte Ort an Bewohnern verlor. Bis 1758 behielt er, bei fortschreitendem Bedeutungsverlust, den Status einer Cidade (Stadt), um im 19. Jahrhundert auch den Status einer Vila (Kleinstadt) zu verlieren. 1819 wurde Idanha-a-Velha Alcafozes zugeordnet, und gehört seit 1935 zum Kreis Idanha-a-Nova.[4]

Die in den 1950er Jahren begonnenen archäologischen Arbeiten wurden in den 1970er Jahren wieder eingestellt.[5] Der Literaturnobelpreisträger José Saramago bedauerte 1981 bei seiner, im Buch Viagem a Portugal (dt.: Reise nach Portugal, deutscher Titel: Die portugiesische Reise) beschriebenen Reise den schlechten Zustand der zahlreichen historischen Bauwerke und deren Überreste im Ort.[6]

1994 wurde der Ort als zu fördernde Aldeia Histórica (dt.: historisches Dorf) anerkannt. Er ist Teil der Aldeias Históricas de Portugal, einer staatlichen Initiative zum Erhalt historischer Dörfer der Region. Seither wurden die aus den verschiedenen Epochen stammenden Bauwerke restauriert, und der Ort erfuhr weitere, mit dem Programm verbundene Förderungen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Museum Lagar das Varas, der ehemaligen Olivenölpresse
Der Gemeinde-Ofen

Unter den 14 denkmalgeschützten Bauwerken des Ortes sind eine guterhaltene römische Brücke,[7] die seit dem ersten Jahrhundert immer wieder neu aufgebauten Stadtmauern mit Turm,[8], die seit 559 mehrmals erweiterte und veränderte Kathedrale,[9] und das Herrenhaus Solar da Família Marrocos aus dem frühen 20. Jahrhundert.[10]

Im ebenfalls denkmalgeschützten Gebäude Lagar das Varas[11] aus dem 19. Jahrhundert, in dem sich die Anlagen der Olivenölpresse befanden, ist die Touristeninformation und ein ethnografisches Museum untergebracht.

Verschiedene, thematisch sortierte Wanderwege durchziehen das Gemeindegebiet. Einige alte Gebäude werden als Gasthäuser des Turismo rural betrieben. Im öffentlichen Ofen des Dorfes wird traditionelles Brot gebacken.

Neben religiösen Festen und gelegentlichen Mittelaltermärkten und -festen findet im Umfeld des Ortes jährlich im August das Boom Festival statt. Das klimaneutral gestaltete Festival bietet neben Musikveranstaltungen auch Workshops, Ausstellungen, Installationen u.a. Es wurde vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen in sein Projekt United Nations Music & Environmental Initiative aufgenommen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. João Fonseca: Dicionário do Nome das Terras. 2.Auflage, Casa das Letras, Cruz Quebrada 2007, Seite 133 (ISBN 978-972-46-1730-5)
  4. Susana Falhas, Henrique Almeida: Aldeias Históricas de Portugal. Olho de Turista, Mêda 2010, Seite 280 (ISBN 978-989-967430-1)
  5. Margarida Magalhães Ramalho: Aldeias Históricas. 1.Auflage, Edições Inapa, Lissabon 2006, Seite 71ff (ISBN 972-797-097-4)
  6. José Saramago: Viagem a Portugal. 17. Auflage, Editorial Caminho, Lissabon 1998, Seite 140 (ISBN 972-21-0047-5)
  7. www.monumentos.pt, abgerufen am 10. November 2012
  8. dito
  9. dito
  10. dito
  11. dito