Guarda (Portugal)

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Guarda (Portugal)
Wappen Karte
Wappen von Guarda (Portugal)
Guarda (Portugal) (Portugal)
Guarda (Portugal)
Basisdaten
Region: Centro
Unterregion: Beira Interior Norte
Distrikt: Guarda
Concelho: Guarda
Koordinaten: 40° 32′ N, 7° 16′ W40.536486944444-7.2682181056Koordinaten: 40° 32′ N, 7° 16′ W
Einwohner: 42.460 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 712,1 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner pro km²
Höhe: 1056 m
Kreis Guarda (Portugal)
Flagge Karte
Flagge von Guarda (Portugal) Position des Kreises Guarda (Portugal)
Einwohner: 42.460 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 712,1 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 56
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Guarda (Portugal)
Praça do Município
6301-854 Guarda
Präsident der Câmara Municipal: Joaquim Carlos Dias Valente (PS)
Webpräsenz: www.mun-guarda.pt


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Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Verwaltungsort ist leer Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Webseite ist leer Guarda (portugiesisch für: Wache) ist eine Stadt (Cidade) in Portugal. Guarda liegt in der Serra da Estrela und ist die höchstgelegene Stadt (1056 m ü. NN) Portugals. Sie ist die namensgebende Hauptstadt des Distriktes Guarda. Guarda gehört zur Rede de Judiarias, der Vereinigung von Orten mit einer historisch bedeutenden jüdischen Gemeinde.

Die Kathedrale () von Guarda
Blick auf Guarda in der Dämmerung
Die Kirche Igreja da Misericórdia in der Innenstadt
Ehemaliger Bischofssitz und Seminar (heute Stadtmuseum)

Geschichte[Bearbeiten]

Die keltiberischen Lusitanier lebten hier und widerstanden den römischen Invasoren lange, bis 139 v. Chr. der lustianische Anführer Viriatus durch eine List der Römer getötet wurde und der Widerstand zusammenbrach. Nach dem Zusammenbruch Roms war Guarda Teil des Westgotenreichs, in dem es seit dem 6. Jahrhundert Bischofssitz wurde.[4] Nach dem Einfall der Mauren ab dem 8. Jahrhundert kam Guarda unter arabische Herrschaft, und wurde dem Verfall preisgegeben. Im Zuge der Reconquista erlangte das hochgelegene Guarda erstmals strategische Bedeutung. Es erhielt 1199 seine ersten Stadtrechte, und wurde mit zeitgleicher Auflösung des Bistums von Idanha-a-Velha bedeutender Bischofssitz. Ein letztes Mal spielte Guarda eine bedeutende Rolle in der Geschichte Portugals als gewichtiger Verteidigungsposten gegen die Vereinnahmungsversuche des Königreich Kastiliens und der folgenden Revolution von 1383, die in der Schlacht von Aljubarrota die Unabhängigkeit Portugals sicherstellte.[5][6][7]

Kultur, Sport und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten zählen die 1374 erbaute und ab 1550 von Jean de Rouen umgestaltete und erweiterte Kathedrale, die Stadtmauern und die Burg, der historische Ortskern, und zahlreiche Baudenkmäler. In Guarda ist aus Zeiten seiner bedeutenden jüdischen Gemeinde zudem noch eine - längst anderweitig genutzte - alte sephardische Synagoge im alten Judenviertel zu sehen.[8]

Das Museum Museu de Tecelagem dos Meios widmet sich der Geschichte der regionalen handwerklichen Textilherstellung, und im ehemaligen Bischofspalast steht Besuchern mit dem Museu da Guarda das Regional- und Stadtmuseum offen, u. a. mit archäologischen Exponaten. Die städtische Bibliothek ist die Biblioteca Municipal Eduardo Lourenço, und das städtische Theater Teatro Municipal da Guarda ist neben Schauspielhaus auch ein Konzerthaus für Fado, Weltmusik, Jazz, Klassik und Kleinkunst.[9]

Verwaltung[Bearbeiten]

Tor der Stadtmauern in Guarda

Kreis Guarda[Bearbeiten]

Guarda ist Sitz eines gleichnamigen Distriktes und eines gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Pinhel, Almeida, Sabugal, Belmonte, Covilhã, Manteigas, Gouveia sowie Celorico da Beira.

Die folgenden Gemeinden (freguesias) liegen im Kreis Guarda:

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung des Kreises Guarda (1801–2008)
1801 1849 1900 1930 1950 1981 1991 2001 2011
17.287 21.771 38.800 43.283 48.994 40.360 38.765 44.084 42.541

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Regionalbahn im Bahnhof Guarda
Gasse im historischen Ortskern
Platz Largo Luís de Camões, mit historischem Rathaus (rechts)
Gasse im historischen Ortskern

Eisenbahn[Bearbeiten]

Der Bahnhof Guarda ist ein Haltepunkt der Linha da Beira Alta und der Linha da Beira Baixa, und wird von Intercidades, von Regional-Zügen und anderen Linien der Comboios de Portugal angefahren. Mit dem Sud-Express ist Guarda an das internationale Bahnnetz angeschlossen.

Fernstraßen[Bearbeiten]

Über die Autobahnen A23 und A25 ist Guarda an das landesweite Autobahnnetz angeschlossen. Die A25 als Europastraße 80 geht zudem ab Vilar Formoso in die spanische Autobahn A-62 über.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Guarda hat keinen eigenen öffentlichen Flughafen, der nächste Flugplatz ist der Flughafen Viseu.

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Die öffentliche Transportgesellschaft Transportes Urbanos da Guarda wird von der Stadtverwaltung (Câmara Municipal) in Zusammenarbeit mit der Rodoviária da Beira S. A. betrieben, einem Unternehmen der Transdev-Gruppe. Die Transportes Urbanos da Guarda decken das Stadtgebiet mit sechs Buslinien ab. Je nach Linie beginnen sie ihre Fahrten zwischen 6 und 8 Uhr morgens, und fahren bis 18.00 bzw. nach 23.00 Uhr. Eine einfache Fahrt kostet 0,85 Euro (mit einer 20er Karte 0,49 Euro), und ein Monatsticket kostet 20,- Euro (Stand Dezember 2012).[11]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Seit den 1960er Jahren existierten hier einige industrielle Großbetriebe, darunter ein Renault-Werk, Zulieferbetriebe der Automobilindustrie, und bedeutende Textilfabriken. Bis auf kleinere Industrieunternehmen sind die industriellen Großbetriebe inzwischen nicht mehr in Guarda präsent. Mit der Plataforma Logística da Guarda existiert ein überregional bedeutendes Logistikzentrum. In umliegenden Staudämmen wird Strom produziert. Zudem ist Guarda als Oberzentrum ein regional bedeutendes Handels- und Verwaltungszentrum. Fremdenverkehr hat an Bedeutung gewonnen, insbesondere der Turismo rural hat infolge des Programms der Aldeias Históricas de Portugal in den ländlichen Teilen des Distriktes zugelegt. Landwirtschaft ist weiterhin ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor.

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. http://www.igeo.pt/atlas/Cap2/Cap2d_p107_image.html
  4. Hans-Peter Burmeister: Portugal. 3. Auflage, DuMont Kunstreiseführer, Ostfildern 2008, Seite 294
  5. www.verportugal.net, abgerufen am 29. Dezember 2012
  6. dito
  7. www.mun-guarda.pt, abgerufen am 29. Dezember 2012
  8. Lydia Hohenberger, Jürgen Strohmaier: Portugal. 2. Auflage, DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2009, Seite 220, ISBN 978-3-7701-7658-8
  9. www.tmg.com.pt, abgerufen am 30. Dezember 2012
  10. www.anmp.pt, abgerufen am 29. Dezember 2012
  11. www.transportes.mun-guarda.pt, abgerufen am 29. Dezember 2012