Il ritorno d’Ulisse in patria

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Operndaten
Titel: Die Heimkehr des Odysseus
Originaltitel: Il ritorno d’Ulisse in patria
Form: Opera lirica
Originalsprache: Italienisch
Musik: Claudio Monteverdi
Libretto: Giacomo Badoaro
Literarische Vorlage: Odyssee von Homer
Uraufführung: Februar 1641
Ort der Uraufführung: Venedig, Teatro Santi Giovanni e Paolo
Spieldauer: ca. 3 Stunden
Ort und Zeit der Handlung: Ithaka nach dem Trojanischen Krieg
Personen
  • Odysseus (Tenor oder Bariton)
  • Penelope (Sopran oder Mezzosopran)
  • Telemach, ihr Sohn (Tenor oder Sopran)
  • Eurykleia, Penelopes Amme (Alt)
  • Melantho, Penelopes Dienerin (Sopran)
  • Eumaios, ein Hirte (Tenor)
  • Iro, ein Vielfrass (Buffotenor)
  • Eumete, Hirte des Odysseus (Tenor)
  • Antinoo, Freier der Penelope (Bass)
  • Pisandro, Freier der Penelope (Tenor)
  • Anfinomo, Freier der Penelope (Tenor oder Altus/Mezzosopran)
  • Minerva (Sopran)
  • Giove (Tenor)
  • Nettuno (Bass)
  • L´umana fragilità (Mezzosopran, Alt, Countertenor)
  • Tempo (Bass)
  • Fortuna (Sopran)
  • Amore (Sopran)

Il ritorno d’Ulisse in patria (dt.: Die Heimkehr des Odysseus) ist eine Oper in einem Prolog und 3 Akten von Claudio Monteverdi. Das Libretto stammt von Giacomo Badoaro, der den 13. bis 23. Gesang der Odyssee von Homer als Vorlage verwendete. Die Oper wurde im Februar 1641 beim Karneval in Venedig im Teatro Santi Giovanni e Paolo uraufgeführt.

Die Oper ist ohne Instrumentierung überliefert, dafür aber mit Melodie− und Gesangslinien sowie beziffertem Bass.

Handlung[Bearbeiten]

Im Prolog beklagt die (als Person vorgestellte) „Menschliche Gebrechlichkeit“ (Fragilità), von der schnell vergehenden Zeit (Il Tempo), dem launischen Glück (La Fortuna) und der blinden Liebe (Amore) beherrscht zu sein.

Penelope klagt auf die gleiche Weise, da sie von ihrem Gatten Odysseus schon seit zwanzig Jahren getrennt ist; sie will, genau wie Eurykleia, dass er heimkommt. Eurymachos, einer der Freier, besingt seine Liebe zu Penelope.

Zeus lässt die Phäaken töten, weil sie Odysseus - entgegen dem Geheiß Poseidons - heimgeleitet haben. Indes informiert Athene Odysseus nach seiner Rettung aus dem Schiffbruch, dass er auf der Insel Ithaka gestrandet sei. Sie rät ihm, als bettelnder, alter Mann verkleidet, zum Palast zu gehen, der von Penelopes Freiern besetzt ist. Er tut, wie ihm geraten, und dringt in den Palast ein. Dort lässt er sich von Eumaios bewirten und zeigt ihm und dessen Sohn, dass er in Wirklichkeit Odysseus ist. Melantho rät Penelope, sich doch endlich einmal ihren Freiern hinzugeben, anstatt vergebens auf ihren Odysseus zu warten.

Da kommt Eumaios herbei und kündet von der Rückkehr des Helden, was die Freier nur noch mehr dazu veranlasst, bei Penelope um ihre Gunst zu werben und Telemachs Tod zu beschließen. Die allerdings will nun dem gehören, der in einem Wettbewerb den Bogen des Odysseus am spannen könne. Sie lässt auch den Greis zu, der schließlich den Bogen als Einziger spannen kann und mit Athenes Hilfe und seiner Pfeilkunst die Freier umbringt. Als sie von Eumaios und Telemach aufgeklärt wird, will sie einfach nicht glauben, dass der alte Herr dort ihr Gatte sein soll. Die Götter sind aber bald der Meinung, Odysseus habe nun genug gelitten. Er darf deshalb Penelope ein Geheimnis ihres Ehebettes darlegen, an dem sie ihren Mann schließlich erkennt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilhelm Zentner (Hrsg.): Reclams Opernführer. In: Reclams Universal-Bibliothek Band Nr. 6892, 32., durchgesehene Auflage, Reclam, Stuttgart 1988, ISBN 3-15-006892-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Il ritorno d'Ulisse in patria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien