Innokenti Michailowitsch Smoktunowski

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Innokenti Michailowitsch Smoktunowski (russisch Иннокентий Михайлович Смоктуновский, wiss. Transliteration Innokentij Michajlovič Smoktunovskij; * 18. März 1925 in Tatjanowka, Oblast Tomsk, Sibirien; † 3. August 1994 in Moskau) war ein russischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Smoktunowskis Vorfahren waren polnische Juden, die nach dem Januaraufstand von 1863 nach Sibirien verbannt worden waren. Er, der als Angehöriger der Roten Armee am Zweiten Weltkrieg teilnahm und dabei bis Berlin kam, begann 1946 seine Karriere als Schauspieler am Theater von Norilsk (Sibirien) und Krasnojarsk. Später kam er nach Moskau und Leningrad, wo er unter der Leitung von Georgi Towstonogow am Bolshoi Drama Theatre spielte. Ab 1972 arbeitete er am Maly-Theater, ab 1976 am Moskauer Künstlertheater.

Seine Filmkarriere begann er in Michail Romms Film Ubijstwo na ulize Dante (1956) und in Soldaty (1956) von Alexander Iwanow. Des Weiteren spielte er in dem Film Neun Tage eines Jahres (1962), bei welchem auch Michail Romm Regie führte. International bekannt wurde er in der Titelrolle von Grigori Kosinzews Hamlet (1964). Für seine Darstellung des Komponisten in Igor Talankins Tschaikowski (1969) wurde er mit dem Darstellerpreis auf dem Filmfestival von San Sebastián ausgezeichnet.

In dem Märchenfilm Die Prinzessin auf der Erbse von 1976 spielte Smoktunowski den König.

Smoktunowski war privat mit dem Schauspieler Georgi Schschonow befreundet, mit dem er 1966 in Eldar Rjasanows Filmkomödie Beregis Awtomobilja (deutsch Vorsicht, Autodieb!) auftrat.

1974 wurde er mit dem Titel Volkskünstler der UdSSR (Народный артист СССР) und 1990 mit dem Titel Held der sozialistischen Arbeit (Герой Социалистического Труда) geehrt.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Innokenty Smoktunovsky – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien