Internationale Journalisten-Föderation

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Die Internationale Journalisten-Föderation (International Federation of Journalists) (IFJ) ist der größte internationale Dachverband nationaler gewerkschaftlicher Journalistenverbände. Journalistenverbände, die nicht gleichzeitig Gewerkschaften sind, können als assoziierte Mitglieder beitreten.

Organisation[Bearbeiten]

Der IFJ hat 161 Mitgliedsverbände aus 117 Ländern und vertritt damit nach eigenen Aussagen 500.000 Mitglieder weltweit. Deutsche Mitglieder in der IFJ sind der Deutsche Journalisten-Verband und die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di. Für Österreich sitzt die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (gpa-djp) im Verband. Schweizer Interessen werden international in der IFJ von der Gewerkschaft Impressum vertreten.

Das Hauptquartier und Sitz des Generalsekretärs der IFJ ist in Brüssel. Weitere Geschäftsstellen befinden sich in Caracas und Sydney. Generalsekretär ist Aidan White.

In dreijährigem Rhythmus tagt der Kongress der IFJ, der das Exekutivkomitee und den Generalsekretär wählt.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wurde ein Vorgänger der IFJ im Jahr 1926 gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte 1946 eine Neugründung. Die heutige Organisation wurde 1952 geschaffen.

Ziele[Bearbeiten]

Nach eigenem Verständnis setzt sich die IFJ überparteilich für folgende Ziele ein:

Die IFJ versteht sich als die Stimme der Journalisten innerhalb der weltweiten Gewerkschaftsbewegung und dem System der Vereinten Nationen.

Liste ermordeter Journalisten[Bearbeiten]

Seit 1994 veröffentlicht die IFJ jährlich einen Bericht über die weltweit ermordeten Journalisten.

Die IFJ gibt beispielsweise an, dass von US-Soldaten bislang 18 Medienschaffende getötet wurden, darunter u.a.:

Journalists Safety Fund[Bearbeiten]

Im Jahr 1992 hat die IFJ einen Fonds zur Unterstützung von Journalisten geschaffen, um verfolgte Journalisten zu unterstützen.

Ehrenkodex[Bearbeiten]

Im Jahr 1954 hat der Kongress der IFJ einen Ehrenkodex für Journalisten formuliert, der 1986 ergänzt wurde ("Declaration of Principles on the Conduct of Journalists"). Dieser Ehrenkodex war Vorbild für viele nationale Ehrenkodices wie den Pressekodex.

Inhalt des Kodex:

  • Die Wahrheit und das Recht der Öffentlichkeit auf Wahrheit steht im Mittelpunkt der Arbeit der Journalisten. Dies setzt Pressefreiheit voraus, die zu verteidigen notwendig ist. Die Berichterstattung soll anhand belegbarer Fakten erfolgen. Das Unterdrücken und Fälschen von Unterlagen ist nicht gestattet.
  • Bei der Recherche sind ausschließlich faire Methoden zulässig. Die Vertraulichkeit von Quellen ist zu beachten.
  • Der Journalist ist verpflichtet, fehlerhafte Berichterstattung richtigzustellen.
  • Eine Diskriminierung aus Gründen der Hautfarbe, des Geschlechtes, der sexueller Orientierung, der Sprache, Nationalität oder Religion sowie der politischen Überzeugung ist nicht zulässig.
  • Journalisten sollen Diebstahl geistigen Eigentums, verzerrende Darstellungen, Verleumdungen, Verunglimpfung, Beleidigungen und ungerechtfertigte Beschuldigungen unterlassen
  • Journalisten dürfen weder bestechlich sein, noch bestechen

Weblinks[Bearbeiten]