Iota

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Buchstaben des griechischen Alphabets. Für weitere Bedeutungen siehe IOTA.
Greek letter iota serif+sans.svg
Iota
Kodierung
Majuskel
Unicode-Nummer U+0399
Unicode-Name GREEK CAPITAL LETTER IOTA
HTML Ι
HTML-Entität Ι
Minuskel
Unicode-Nummer U+03B9
Unicode-Name GREEK SMALL LETTER IOTA
HTML ι
HTML-Entität ι

Das Iota bzw. Jota (griechisches Neutrum Ἰῶτα ‚der kleinste Buchstabe‘, Majuskel Ι, Minuskel ι)[1] ist der 9. Buchstabe des griechischen Alphabets und hat, nach dem milesischen Prinzip gezählt, unter den Griechischen Zahlen den numerischen Wert 10. Er wurde in der Antike wie heute identisch, nämlich [i] ausgesprochen, es ist jedoch zu beachten, dass er nie wie J gesprochen wird, obwohl die deutsche Schreibung mit J dies vermuten ließe [2]; von ihm stammt der lateinische Buchstabe i ab.

Das Iota ist der einzige Buchstabe, dem eine Bibelstelle direkt zugeordnet werden kann. In Matthäus 5,18 heißt es:

„Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“

Die ursprüngliche Bedeutung ‚der kleinste Buchstabe‘ wird also im NT im übertragenen Sinne ‚etwas sehr Geringes‘ verwendet.[1]

Im literarischen Kontext findet der Begriff häufig Verwendung. So legt beispielsweise Johann Wolfgang von Goethe in Wilhelm Meisters Lehrjahre im Vierten Buch, 16. Kapitel dem Protagonisten Folgendes in den Mund: „Beste Freundin“, versetzte Wilhelm, „ich kann auch hier nicht ein Jota nachgeben.“

Herkunft[Bearbeiten]

Das Iota stammt wie fast alle griechischen Buchstaben von einem phönizischen Buchstaben, nämlich Jod, ab.

Beispiele[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Iota – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  Wilhelm Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. G. Freytag Verlag/Hölder-Pichler-Tempsky, München/Wien 1965.
  2. Friedrich Maier (Herausgeber): Hellas-Grammatik, C. C. Buchners Verlag Bamberg, 2. Auflage 2012, S. 13