Isaac Jacob Schoenberg

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Schoenberg im Jahr 1971

Isaac „Iso“ Jacob Schoenberg (* 21. April 1903, Galați, Rumänien; † 21. Februar 1990) war ein rumänisch-amerikanischer Mathematiker, bekannt für die Entdeckung von Splines.

Er war der Sohn eines Arztes und studierte Mathematik an der Universität Jassy und nach dem Abschluss ab 1922 in Berlin (bei Issai Schur) und Göttingen. 1926 wurde er in Jassy promoviert mit einer Arbeit über analytische Zahlentheorie, angeregt durch Schur. Auf Vermittlung von Edmund Landau war er 1928 an der Hebräischen Universität in Jerusalem. 1930 heiratete er die Landau´s Tochter Charlotte. 1930 ging er mit einem Rockefeller Stipendium in die USA, war bei Gilbert Ames Bliss an der University of Chicago, war an der Harvard University, 1933 bis 1935 am Institute for Advanced Study, lehrte am Swarthmore und Colby College und ab 1941 an der University of Pennsylvania. 1943 bis 1945 war er mit kriegswichtiger Forschung am Aberdeen Proving Ground befasst, dem ballistischen Forschungszentrum der US Army. Hier begann er sich mit Splines zu befassen und veröffentlichte darüber 1946. 1966 bis zu seiner Emeritierung 1973 war er Professor an der University of Wisconsin-Madison. Auch nach seiner Emeritierung blieb er wissenschaftlich aktiv.

Neben Splines und deren Anwendung in der Approximationstheorie und zur Lösung von Differentialgleichungen befasste er sich auch unter anderem mit Polynomen mit reellen Nullstellen und Einbettung metrischer Räume in Hilberträume.

Seine Schwester war mit Hans Rademacher verheiratet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Schoenberg, Contributions to the problem of approximation of equidistant data by analytic functions, Quart. Appl. Math., Bd. 4, S. 45–99 und 112–141, 1946.
  • Karlin, To I. J. Schoenberg and His Mathematics, J. Approximation Theory, Bd. 8, S. vi-ix, 1973.

Weblinks[Bearbeiten]