Jürgen Jürges

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Jürgen Jürges (* 12. Dezember 1940 in Hannover) ist ein deutscher Kameramann.

Leben[Bearbeiten]

Jürges absolvierte seine erste Ausbildung 1961 an einer Fotoschule in Berlin und arbeitete 1962/63 als Volontär bei Hans-Jürgen Pohlands art film g.m.b.h. In den 60er Jahren wirkte er als Kameraassistent und einfacher Kameramann bei verschiedenen Produktionen mit, zum Beispiel Volker Schlöndorffs Mord und Totschlag (1966/67).

Seit den 70er Jahren kooperierte er als Chefkameramann bei bedeutenden Produktionen des Neuen Deutschen Films mit Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder und Wim Wenders oder Roland Klick. Für seine distanzierte, semidokumentarische Darstellungstechnik wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1989: Schatten der Wüste
  • 1989: Die Tänzerin (Maihime)
  • 1990: Das Geheimnis des gelben Geparden
  • 1992: Robert’s Movie
  • 1992: Die wahre Geschichte von Männern und Frauen
  • 1992: Abgetrieben
  • 1992: Arisha, der Bär und der steinerne Ring
  • 1992: Die ungewisse Lage des Paradieses
  • 1993: Das letzte Siegel
  • 1993: Le Brouillard
  • 1993: Heilige Kühe (Episodenfilm Neues Deutschland)
  • 1993: In weiter Ferne, so nah!
  • 1995: Das zehnte Jahr
  • 1995: Ask Ölümden Soguktur
  • 1995: Die Gebrüder Skladanowsky
  • 1996: Alle haben geschwiegen
  • 1996: Mossane
  • 1997: Sin Querer – Zeit der Flamingos (Sin querer)
  • 1997: Funny Games
  • 1997: Sawdust Tales
  • 1998: Zita – Geschichten über Todsünden
  • 1999: Schwestern
  • 1999: Wege in die Nacht
  • 1999: Der Schrei des Schmetterlings
  • 1999: Seelenschmerz (Yara)
  • 2000: Code – Unbekannt (Code inconnu: Récit incomplet de divers voyages)
  • 2000: Quiero ser – Gestohlene Träume (Quiero ser (I want to be …))
  • 2000: Ternitz, Tennessee
  • 2001: Malunde
  • 2001: O da beni seviyor – Sommerliebe (O da beni seviyor)
  • 2002: Ghetto-Kids
  • 2003: Angst isst Seele auf
  • 2003: Wolfzeit (Le temps du loup)
  • 2004: Der Schwimmer
  • 2004: Hurensohn
  • 2004: Andiamo!
  • 2004: Schatten der Zeit
  • 2005: Ballero
  • 2005: Nimm dir dein Leben
  • 2005: Vom Suchen und Finden der Liebe
  • 2006: Vier Fenster
  • 2006: Rotes Holz
  • 2006: Hayatimin kadinisin
  • 2006: Maries Lächeln
  • 2006: Eduart
  • 2007: Ohne einander
  • 2008: Geliebte Clara
  • 2009: John Rabe

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1980: Filmband in Gold für Die letzten Jahre der Kindheit und Die Kinder aus Nr. 67
  • 1986: Deutscher Kamerapreis für Die Wupper
  • 1988: Deutscher Kamerapreis für Yer demir gök bakir
  • 1989: Bayerischer Filmpreis für seine Verdienste um das junge deutsche Kino
  • 1994: Filmband in Gold für In weiter Ferne, so nah
  • 1998: Filmfestival Ankara Award für Sawdust Tales
  • 1998: Deutscher Kamerapreis für Sin Querer
  • 1999: Alexandria Kamerapreis für Yara
  • 2000: Deutscher Filmpreis in Gold für Wege in die Nacht
  • 2001: Adolf-Grimme-Preis für Wege in die Nacht
  • 2002: Deutscher Kamerapreis: Ernennung zum Ehrenkameramann
  • 2005: Bayerischer Filmpreis für Schatten der Zeit
  • 2006: Deutscher Filmpreis für Schatten der Zeit
  • 2009: Nominierung für den Deutschen Filmpreis für John Rabe[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Deutscher Filmpreis: Die Nominierungen im Überblick bei welt.de, 13. März 2009