Jędrzejów

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Jędrzejów
Wappen von Jędrzejów
Jędrzejów (Polen)
Jędrzejów
Jędrzejów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Heiligkreuz
Landkreis: Jędrzejów
Fläche: 11,37 km²
Geographische Lage: 50° 38′ N, 20° 18′ O50.63333333333320.3Koordinaten: 50° 38′ 0″ N, 20° 18′ 0″ O
Einwohner: 15.851
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 28-300
Telefonvorwahl: (+48) 41
Kfz-Kennzeichen: TJE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: E 77 Krakau-Kielce
Nächster int. Flughafen: Krakau-Balice
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Fläche: 227,52 km²
Einwohner: 28.837
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 127 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2602023
Verwaltung (Stand: 2008)
Bürgermeister: Marek Wolski
Adresse: ul. 11-go Listopada 33
28-300 Jędrzejów
Webpräsenz: www.umjedrzejow.pl
Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit

Jędrzejów [jɛndˈʒɛjuf] ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Heiligkreuz. Sie ist Sitz einer Stadt- und Landgemeinde und des Powiats Jędrzejowski.

Geographie[Bearbeiten]

Jędrzejów liegt im Süden der Wojewodschaft Heiligkreuz und ist namensgebender Ort für die Hochebende Jędrzejów (Płaskowyż Jędrzejowski) einem Teil der Niederungen der Nida (Niecka Nidziańska).

Geschichte[Bearbeiten]

Grundlage für das Dorf bildete die Brzeźnica genannte Siedlung, die im 7. Jahrhundert entstand. 1140 gründete Janik das Kloster Jędrzejów. Wahrscheinlich 1153 wurde der Name des Ortes in Jędrzejów geändert. 1271 erhielt der Ort durch Bolesław V. Stadtrecht nach Magdeburger Recht. 1510 wurde das Stadtrecht von Jędrzejów durch Sigismund I. bestätigt und die Stadt erhielt das Recht einen Wochenmarkt sowie dreimal im Jahr einen Jahrmarkt abzuhalten. 1705 wütete ein schwerer Brand in der Stadt. Bei der Dritten Teilung Polens kam Jędrzejów 1795 an Österreich. Mit der Bildung des Herzogtums Warschau wurde die Stadt Teil desselben und 1815 Teil Kongreßpolens. Zwei Jahre darauf[2] oder erst 1869[3] verlor Jędrzejów sein Stadtrecht. 1885 erfolgte der Anschluss an das Schienennetz. 1916 erhielt der Ort wieder Stadtrecht.[2] Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Ort Teil des wiederentstandenen Polens. Im September 1939 marschierte die Wehrmacht ein und besetzten die Stadt. Im Frühjahr 1940 wurde ein Ghetto errichtet das bis September 1942 existierte. Die Besetzung endete 1945 mit dem Einmarsch der Roten Armee und die Stadt wurde wieder Teil Polens. 1999 wurde Jędrzejów Sitz eines Powiats.


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Kloster Jędrzejów.
  • Przypkowski-Museum (Państwowe Muzeum im. Przypkowskich) ist vor allem für seine Sammlung von Sonnenuhren bekannt.
  • Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit aus dem 15. Jahrhundert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

In nord-südlicher Richtung führt die Europastraße 77, zugleich Landesstraße 7 (droga krajowa 7), welche nach etwa 30 Kilometer in nördlicher Richtung durch Kielce und 65 Kilometer durch Krakau führt. Von Ost nach West führt die Landesstraße 78. Diese führt im Südwesten nach etwa 80 Kilometern in das Oberschlesisches Industriegebiet um Kattowitz und endet im Osten nach 30 Kilometern in Chmielnik.

Die Stadt besitzt einen Anschluss an das Schienennetz der PKP. Unter anderem die Verbindung von Krakau nach Kielce führt durch die Stadt.

Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Johannes Paul II. Krakau-Balice. Dieser liegt etwa 70 Kilometer südlich von Jędrzejów.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jędrzejów – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 14. Juni 2014.
  2. a b mapa.szukacz.pl, Jędrzejów - Informacje dodatkowe, abgerufen am 16. Mai 2008
  3. Website der Stadt, Historia Miasta cd., abgerufen am 16. Mai 2008