Jens Geier

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Jens Geier 2014

Jens Geier (* 22. Juni 1961 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Politiker. Er ist seit der Europawahl 2009 Europaabgeordneter für die SPD und Mitglied in der S&D-Fraktion.

Leben[Bearbeiten]

Geier wurde 1961 in Frankfurt am Main geboren. Er wuchs in Essen auf, ging dort zur Schule und machte 1980 Abitur. Danach leistete Geier seinen Zivildienst bei der Arbeiterwohlfahrt ab und studierte in den Jahren 1982 bis 1989 Geschichte, Literaturwissenschaft und Politik an der Ruhr-Universität Bochum. Nachdem er sein Studium beendet hatte, arbeitete Geier bis 1992 als wissenschaftlicher Assistent des SPD-Europaabgeordneten Detlev Samland. Von 1992 bis 1999 war er beim SPD-Parteivorstand tätig: zunächst als Referent des Parteivorsitzenden Björn Engholm, anschließend bei der stellvertretenden Parteivorsitzenden Heidemarie Wieczorek-Zeul. Von 1999 bis 2001 arbeitete Geier als Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim SPD-Landesvorstand Nordrhein-Westfalen. Von 2001 bis 2006 war er als Projektmanager und Pressesprecher bei der Projekt Ruhr GmbH tätig. Von 2006 bis zu seinem Einzug ins Europaparlament arbeitete Geier bei Deloitte im Bereich Immobilienprobleme des öffentlichen Sektors. Er ist verheiratet und hat einen Sohn.

Politischer Werdegang[Bearbeiten]

Geier trat 1977 in die SPD ein. Als Vertreter des undogmatisch-reformsozialistischen Flügels war er von 1989 bis 1992 stellvertretender Bundesvorsitzender der Jusos und dort verantwortlich für die Themen internationale Politik, Entwicklungszusammenarbeit, Europa und die Bekämpfung des Rechtsextremismus. Geier bereitete die Gründung der European Community Organisation of Socialist Youth (ECOSY) als Zusammenschluss der sozialistischen und sozialdemokratischen Jugendorganisationen in der Europäischen Union mit vor und gehörte 1992 zu den Gründungsmitgliedern.

Er ist Mitglied der Arbeiterwohlfahrt, der Gewerkschaft ver.di, der Europa-Union Deutschland sowie im Verein der Freunde und Förderer der Stiftung Zollverein.

Nach zwei erfolglosen Anläufen bei den Europawahlen 1999 bzw. 2004 schaffte Geier 2009 den Einzug ins Europäische Parlament.

Als EU-Parlamentarier ist Geier Mitglied im Haushaltsausschuss, im Haushaltskontrollausschuss und in der Delegation für die Beziehungen zu Japan. Als Stellvertreter ist er tätig im Ausschuss für regionale Entwicklung und in der Delegation für die Beziehungen zu den Ländern Südostasiens und der Vereinigung südostasiatischer Staaten.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jens Geier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Website des Europäischen Parlaments