Joachim Sauter

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Joachim Sauter (* 1959) ist ein deutscher Medienkünstler und -gestalter und gilt als Pionier der Neuen Medien.

Leben[Bearbeiten]

Sauter studierte Gestaltung an der Hochschule der Künste Berlin und an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd sowie Regie und Kamera an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Seit Beginn seiner künstlerischen und gestalterischen Tätigkeit beschäftigt er sich mit dem Computer als Werkzeug und Medium. Mit seinen Arbeiten hat er den Bereich der Neuen Medien mitgeprägt. 1988 gründete Sauter gemeinsam mit anderen Künstlern, Designern, Wissenschaftlern und Programmierern das Gestaltungsbüro für Neue Medien ART+COM in Berlin. Ziel war es, das Medium Computer im Bereich Kunst und Design zu erforschen. Seit 1991 ist Joachim Sauter Professor für Kunst und Gestaltung mit digitalen Medien an der Universität der Künste, Berlin, seit 2001 Adjunct Professor für Mediengestaltung und Medienkunst an der UCLA, Los Angeles. Joachim Sauter lebt in Berlin.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Sauter wurde 2010 für seine „Kinetische Skulptur“ mit dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland in Gold ausgezeichnet.[1]

Projekte mit ART+COM (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1992 „Zerseher“ – interaktive Installation
  • 1995-heute „The Invisible Shapes of Things Past“ – architektonische Skulpturen aus Filmen
  • 1995-heute „timescope“ – interaktive Installation
  • 1996 „Terravision“ – interaktive Installation
  • 1999–2002 „Der Jude von Malta“ – mediales Bühnenbild
  • 2002 „Behind the Lines“ – interaktive Installation
  • 2004 „floating.numbers“ – interaktive Tischinstallation
  • 2004 „Austrian Flag“ – interaktive Fahne
  • 2005 „documenta mobil“ – mobile Ausstellung
  • 2007 „Duality“ – interaktive Installation im öffentlichen Raum, Tokio
  • 2008 „Kinetic Sculpture“ – kinetische Skulptur
  • 2008 „Sphären“ – Mediatektur
  • 2010 „Greifpendel“ – interaktive kinetische Installation
  • 2011 „Anamorphic Mirror“ – anamorphische Installation
  • 2012 „Kinetic Rain“ – kinetische Skulptur
  • 2013 „Symphonie Cinétique - The Poetry of Motion“ – Ausstellung / Performance in Kollaboration mit Ólafur Arnalds

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1992 „Manifeste“, Centre Pompidou, Paris, Frankreich
  • 1993 „Artec“, Museum of Modern Art, Nagoya, Japan
  • 1995 „Anew Europe“, Venedig Biennale, Italien
  • 1996 „Wunschmaschine, Welterfindung“, Kunsthalle Wien, Österreich
  • 1996 „Under the Capricorn“, Steijdilik Museum, Amsterdam, Holland
  • 1998 „Portable Sacred Grounds“, ICC, Tokio, Japan
  • 2001 „Invisible“, Museum of Modern Art, Porto, Portugal
  • 2003 „Future Cinema“, ZKM, Karlsruhe, Deutschland/Lille, Frankreich
  • 2004 „Navigator“, National Museum of Fine Arts, Taichung, Taiwan
  • 2005 „Sao Paulo Architektur-Biennale“, Brasilien
  • 2006 „Architektur-Biennale Venedig“, Deutscher Pavillon, Italien
  • 2006 „Shanghai Biennale“, China
  • 2006 „Digital Transit“, ARCO, Madrid, Spanien
  • 2007 „Vom Funken zum Pixel“, Martin-Gropius-Bau, Berlin, Deutschland
  • 2008 „on cities“, Arkitekturmuseet, Stockholm, Schweden
  • 2010 „moving spaces“, Alva Aalto Museum, Aalborg, Dänemark
  • 2011 „Matter Light II“, Borusan Center for Culture and Arts, Istanbul, Türkei
  • 2013 „LeBains“, Paris, Frankreich

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wowereit gratuliert UdK-Professor Sauter zum Designpreis. Pressemeldung des Landes Berlin vom 14. Januar 2010.

Weblinks[Bearbeiten]