Johann Peter Lange

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Johann Peter Lange

Johann Peter Lange (* 10. April 1802 auf Bies in der Gemarkung Sonnborn bei Elberfeld (heute Wuppertal); † 8. Juli 1884 in Bonn) war deutscher protestantischer Theologe (Reformierte Kirche)

Johann Peter Lange war der Sohn eines Fuhrmanns und der Vater des Philosophen Friedrich Albert Lange. Lange studierte ab 1822 in Bonn Theologie und hörte unter anderem Karl Immanuel Nitzsch und Friedrich Lücke und wurde Anhänger der Theologie Friedrich Schleiermachers.

Ab 1832 war er Pfarrer in Duisburg. Hier gründete er einen Frauenverein zur Unterstützung mittelloser Wöchnerinnen und kämpfte gegen die Kinderarbeit und freundete sich mit Dietrich Wilhelm Landfermann an. In Duisburg schrieb er auch 1836 sein gegen David Friedrich Strauß gerichtetes Werk Über den geschichtlichen Charakter der kanonischen Evangelien, insbesondere der Kindheitsgeschichte Jesu, das ihm 1841 die Berufung an die Universität Zürich (auf den Strauß zugedachten Lehrstuhl) eintrug. 1854(?) nahm Lange dann einen Ruf der Universität Bonn an.

Werke[Bearbeiten]

  • Die Lehre der heiligen Schrift von der freien und allgemeinen Gnade Gottes. Elberfeld, 1831.
  • Biblische Dichtungen. 1.Bändchen. Elberfeld, 1832.
  • Predigten. München, 1833.
  • Biblische Dichtungen. 2.Bändchen. Elberfeld, 1834.
  • Kleine polemische Gedichte. Duisburg, 1835.
  • Gedichte und Sprüche aus dem Gebiete christlicher Naturbetrachtung. Duisburg, 1835.
  • Die Welt des Herrn in didaktischen Gesängen. Essen, 1835.
  • Die Verfinsterung der Welt. Lehrgedicht. Berlin, 1838.
  • Grundzüge der urchristlichen frohen Botschaft. Duisburg, 1839.
  • Homilien über Colosser 3. 1–17. Vierte Auflage. Bremen, 1844.
  • Christliche Betrachtungen über zusammenhängende biblische Abschnitte für die häusliche Erbauung. Duisburg, 1841.
  • Über den geschichtlichen Character der kanonischen Evangelien, insbesondere der Kindheitsgeschichte Jesu, mit Beziehung auf das Leben Jesu von D. F. Strauss. Duisburg, 1836.
  • Das Land der Herrlichkeit, oder die christliche Lehre vom Himmel. Mörs, 1838.
  • Vermischte Schriften, 4 Bände. Mörs, 1840–’41.
  • Gedichte. Essen, 1843.
  • Die kirchliche Hymnologie, oder die Lehre vom Kirchengesang. Theoretische Einleitung und Kirchenliederbuch. Zürich, 1843.
  • Das Leben Jesu, 3 Bücher. Heidelberg, 1844–’47.
  • Worte der Abwehr (in Beziehung auf das Leben Jesu). Zürich, 1846.
  • Christliche Dogmatik, 3 Bände. Philosophische, Positive, und Angewandte Dogmatik. Heidelberg, 1847.
  • Über die Neugestaltung des Verhältnisses zwischen dem Staat und der Kirche. Heidelberg, 1848.
  • Neutestamentliche Zeitgedichte. Frankfurt a. M., 1849.
  • Briefe eines communistischen Propheten. Breslau, 1850.
  • Göthe’s religiöse Poesie. Breslau, 1850.
  • Die Geschichte der Kirche, Erster Theil. Das apostolische Zeitalter, 2 Bände. Braunschweig, 1853–’54.
  • Auswahl von Gast-und Gelegenheitspredigten. Zweite Ausgabe. Bonn, 1857.
  • Vom Ölberge. Geistliche Dichtungen. Neue Ausgabe. Frankfurt a. M., 1858.
  • Vermischte Schriften. Neue Folge, 2 Bändchen. Bielefeld, 1860.
  • Theologisch-homiletisches Bibelwerk, Bielefeld, 1857

Weblinks[Bearbeiten]