John Davenport (Puritaner)

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John Davenport (* 9. April 1597 in Coventry / England; † 30. Mai 1670 in Boston, damals Neu-England) war ein englischer Puritaner und einer der Gründer von New Haven (Connecticut).

John Davenport. Zeitgenössisches Bildnis

Im Mutterland[Bearbeiten]

Davenport studierte an der Oxford University, diente als Kaplan von Hilton Castle, dann als Pfarrer von St. Stephen Coleman Street in London. Meinungsverschiedenheiten betreffend der Aufnahme der Armen in Kirchengemeinden führten 1633 zu seinem Rückzug aus der etablierten Kirche und seiner Auswanderung nach Holland.

In Amerika[Bearbeiten]

Mit einem Freibrief für eine Kolonie in Massachusetts fuhr Davenport 1637 nach Boston. Er gründete im März 1637 mit seinem Klassenkameraden Theophilus Eaton, einem wohlhabenden Londoner Kaufmann, Robert Newman, Matthew Gilbert, Thomas Fugill, John Punderson, Jeremiah Dixon und anderen die Kolonie von New Haven.

Davenport besaß als Abgeordneter großen Einfluss. 1669 ging er nach Boston.

Politik[Bearbeiten]

In der Kolonie von New Haven sollten gemäß dem Wunsch Davenports und seiner Gefolgsleute die von Moses verkündeten Gebote die Grundlage des Gemeinwesens sein. Das führte zur Installation der blauen Gesetze, die eine peinliche Einhaltung des Sabbats verlangten, die Geschworenengerichte beseitigten und die Todesstrafe über Ehebrecher verhängten. Diese Bestimmungen wurden ziemlich bald gemildert, worauf die Kolonie sich 1662 mit den anderen Kolonien in Connecticut vereinigte.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. André Maurois: Die Geschichte Amerikas. Rascher, Zürich 1947, S. 49-51