John Ruggie

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John Gerard Ruggie (* 18. Oktober 1944 in Graz) ist Politikwissenschaftler der Universität Harvard und seit 2005 UN-Sonderbeauftragter für Menschenrechte und transnationale Unternehmen.

Ruggie wurde als Sohn von Josef und Margaret Ruggie im steirischen Graz geboren, ehe er gemeinsam mit seinen Eltern in die Vereinigten Staaten emigrierte.

Seine wissenschaftliche Karriere führte ihn zur Columbia University, an der er das Institut für Internationale Beziehungen lange Jahre als Institutsvorstand leitete. Auch an der University of California lehrte er, unter anderem in Berkeley und San Diego. Für die UC leitete er das renommierte Institute on Global Conflict and Cooperation.

Ruggie wird vor allem im angloamerikanischen Bereich als einer der prägendsten Politikwissenschaftler und Theoretiker der Internationalen Beziehungen unserer Zeit angesehen. Seine Arbeiten über Liberalismus und das Wirtschaftssystem der westlichen Staaten in der Nachkriegsordnung werden im wirtschaftspolitischen Diskurs der Vereinigten Staaten oft zitiert.

Von 1997 bis 2001 war Ruggie Stellvertretender UN-Generalsekretär, UN-Sonderbeauftragter und Kofi Annans Chefberater in strategischen Planungsangelegenheiten.

Von 2005 bis 2008 war Ruggie UN-Sonderbeauftragter für Unternehmen und Menschenrechte. Sein Mandat beinhaltete die Erstellung von Berichten über die menschenrechtliche Verantwortlichkeit von multinationalen Unternehmen für den UN-Menschenrechtsrat in Genf. Der Im Dezember 2008 vorgestellte Ruggie-Bericht bot einen Überblick über die Debatte bzw. bestehende Initiativen und zeigte Lösungsansätze auf.

Sein Mandat wurde 2008 für drei weitere Jahre erneuert.

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