Jornada del Muerto

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Die Jornada del Muerto (Reise des Toten) ist die Bezeichnung der frühesten spanischen Konquistadoren und Siedler für die Route vom damaligen Neu-Spanien (heute Mexiko) nach Norden. Diese führte die Siedler entlang des Rio Grande (früher Rio Bravo) durch die unwirtlichen Wüsten- und Gebirgsgegenden des von ihnen als „El Fronterizo“ bezeichneten Südens der USA (heute Jornada del Muerto und Llano Estacado) bis in das heutige New Mexico. Die Siedler zogen aus auf der Suche nach den mystischen sieben Städten von Cibola.

Jornada del Muerto
Jornada del Muerto

Am Ende dieser Reise stießen sie auf die Pueblo-Indianer, welche zu der Zeit bereits als friedliche Ackerbauern mit einer hochentwickelten Agrartechnik lebten. Die Spanier übernahmen das Land und machten die Indianer zu Sklaven. 20 Jahre lang ließen sich diese unterdrücken um dann gemeinsam mit anderen Pueblo-Völkern gegen die Europäer zu rebellieren. Die Eroberer wurden durch eine Handvoll Isleta-Pueblo annähernd 200 Meilen zurückgedrängt bis in die Gegend des heutigen El Paso, Texas, und nach Ciudad Juárez (Chihuahua, Mexiko). Die Stadt Yseta im El Paso County beherbergt noch heute die Nachkommen der siegreichen Pueblo, die als Tiwa bezeichnet werden. Nach einiger Zeit wagten die Spanier ein weiteres mal die Reise in den Norden, diesmal in friedlicher Absicht.

Heute wird ein Tal östlich des Rio Grande Sierra County/Socorro County (New Mexico), nördlich der Organ Mountains und der Sacramento Mountains als Jornada del Muerto bezeichnet. Das Tal ist Teil des Camino Real, misst etwa 90 Meilen im Durchmesser, ist sehr trocken und basiert auf einem großen Lavabecken und war Schauplatz des ersten Atombombenversuchs der USA (Trinity Site). Diese Strecke verbindet die Städte Las Cruces mit Alamogordo sowie Tularosa. Besucher können hier die Dünen des White Sands National Monument ebenso besichtigen wie die Holloman Air Force Base, von der die bekannten Stealth Fighter (F-117) starten, und die White Sands Missile Range, auf der neue Raketentests durchgeführt werden. In der nahegelegenen Sierra Blanca betreiben Indianer in beinahe 4.000 Metern Höhe bedeutende Skigebiete.

Nach der Jornada del Muerto sind die Jornada-Mogollon benannt, einer Gruppe der Mogollon-Kultur. Die bedeutendsten Siedlungen der Jornada-Mogollon-Indianer wurden entlang der Jornada del Muerto ausgegraben.

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