Juiz de Fora

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Juiz de Fora
-21.752305555556-43.350941666667950Koordinaten: 21° 45′ S, 43° 21′ W
Karte: Brasilien
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Juiz de Fora

Juiz de Fora auf der Karte von Brasilien

Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Minas Gerais
Stadtgründung 31. Mai 1850
Einwohner 516.247 (2010)
Stadtinsignien
Brasaojf-mini.jpg
Bandeira de Juiz de Fora.svg
Detaildaten
Fläche 1437 km²
Bevölkerungsdichte 360 Ew./km²
Höhe 950 m
Zeitzone UTC-3
Stadtvorsitz Bruno Siqueira
Website pjf.mg.gov.br www.pjf.mg.gov.br/ pjf.mg.gov.br

Juiz de Fora ist eine Stadt im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais. Die Stadt hat rund 516.000 Einwohner auf einer Fläche von 1437 km².[1]

Geographie[Bearbeiten]

Juiz de Fora ist die größte Stadt im Süden des Bundesstaates Minas Gerais. Die Stadt liegt am Rio Paraibuna, einem Nebenfluss des Rio Paraíba do Sul.

Klima[Bearbeiten]

Juiz de Fora hat ein tropisches Klima. Die Höchstwerte liegen das ganze Jahr zwischen 27 und 35 °C, die Tiefstwerte liegen zwischen 16 und 23 °C. Dennoch gibt es Ausnahmen: Von Juni bis August kann es morgens bis zu 12 °C kalt werden.

Die Trockenzeit dauert drei Monate (von Juni bis August), die Regenzeit neun Monate (von November bis Mai), dann fallen an einem Tag bis zu 250 mm Niederschlag oder mehr. Der Dezember und der Januar sind die regenreichsten Monate, es wurden schon 750 mm Niederschlag in einem Monat gemessen.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Juiz de Fora
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) 22,0 22,6 21,6 19,5 17,6 16,2 16,0 17,2 18,3 19,7 20,5 21,3 Ø 19,4
Niederschlag (mm) 289 209 188 79 36 27 15 22 53 122 191 275 Σ 1506

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte von Juiz de Fora geht auf den Beginn des 18. Jahrhunderts zurück, als in der Umgebung verschiedene Straßen zum Transport des Goldes aus Ouro Preto gebaut wurden. Ab 1850 wurde der Ort zu einem Zentrum der Industrialisierung und trug damals den Beinamen Manchester Mineira („Manchester in Minas Gerais“).

Der aus Clausthal-Zellerfeld stammende Ingenieur Heinrich Wilhelm Ferdinand Halfeld (1797-1873) trug viel zur Entwicklung der Stadt bei. Um 1860 machten die Sklaven etwa 60 % der Ortsbevölkerung aus. 1899 wurde hier das Wasserkraftwerk Usina de Marmelos gebaut. Die Gewinne aus der Kaffeeproduktion ermöglichten auch eine kulturelle Entwicklung.

Unter den Einwanderern und Flüchtlingen aus Deutschland war auch Hermann Mathias Görgen, der 1950-1954 einen Lehrstuhl an der örtlichen Universität innehatte.

Verkehr[Bearbeiten]

In Juiz de Fora gibt es 38 Buslinien.

Es gibt den Francisco Alvares de Assis Airport, der 7 km vom Stadtzentrum entfernt ist. Von dort aus fliegen täglich Direktflüge nach São Paulo, Belo Horizonte, Rio de Janeiro und Brasilia.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die wichtigsten industriellen Aktivitäten sind die Herstellung von Textil-, Bekleidungs- und Metallwaren. Hergestellt werden technische Produkte aus Metall, Möbel, Fahrzeuge (u. a. von der Daimler AG) und dergleichen.

Quellen[Bearbeiten]

pt.wikipedia.org/wiki/Juiz_de_Fora www.top-wetter.de/klimadiagramme/suedamerika/83692.htm

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, Censo 2010 - http://www.ibge.gov.br/cidadesat/painel/painel.php?codmun=313670

Weblinks[Bearbeiten]