Goiânia

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Goiânia
-16.666666666667-49.266666666667749Koordinaten: 16° 40′ S, 49° 16′ W
Karte: Goiás
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Goiânia

Goiânia auf einer Karte von Goiás

Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Goiás
Stadtgründung 24. Oktober 1933
Einwohner 1.301.892 (2010)
Stadtinsignien
Goiânia.PNG
Bandeira de Goiania.png
Detaildaten
Fläche 739,492
Bevölkerungsdichte 1760,5 Ew./km²
Höhe 749 m
Stadtgliederung 10 Bezirke
Postleitzahl 74000-000
Vorwahl +5562
Zeitzone UTC-3
Stadtvorsitz Paulo Garcia (PT)
Website www.goiania.go.gov.br
Metropolregion von Goiânia
Metropolregion von Goiânia
Zoo und Skyline von Goiânia
Zoo und Skyline von Goiânia
Goiânia bei Nacht
Goiânia bei Nacht

Goiânia ([gu'ɐni.ɐ]) ist die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Goiás. Sie liegt in Zentralbrasilien auf einer Hochebene etwa 750 Meter über dem Meeresspiegel. Sie hat etwa 1,3 Millionen Einwohner, das Gemeindegebiet umfasst etwa 750 Quadratkilometer. Die Entfernung zur Hauptstadt Brasília beträgt etwa 200 Kilometer, zum Wirtschaftszentrum São Paulo sind es 950 Kilometer.

Geschichte[Bearbeiten]

Goiânia ist eine der geplanten Städte Brasiliens. Ihr Grundstein wurde am 24. Oktober 1933 gelegt, schon mit dem Ansinnen, aus ihr die spätere Hauptstadt des Bundesstaates Goiás zu machen. Bis dahin war die Barockstadt Goiás Velho Hauptstadt des Staates. Die durch Pedro Ludovico geplante und durch Atílio Correia Lima verwirklichte Stadt gehört heute zu den brasilianischen Städten mit der besten Lebensqualität. Von den 1100 Hektar verbauter Fläche sind 375 Hektar begrünt.

In Goiânia kam es im Jahr 1987 zu einem schwerwiegenden Unfall mit radioaktivem Material, dem Goiânia-Unfall.

Geographie[Bearbeiten]

Ein Poster aus der Gründerzeit der Stadt Goiânia

Goiânia grenzt im Norden an die Gemeinden Goianira, Nerópolis und Goianápolis, im Süden an Aparecida de Goiânia, im Osten an Bela Vista de Goiás und im Westen an Goianira und Trindade. Durchflossen wird Goiânia vom Fluss Rio Meia Ponte und seinen Zuflüssen, darunter der Ribeirão João Leite.

Stadtverwaltung[Bearbeiten]

Goiânia ist in sieben Verwaltungsregionen gegliedert, die wiederum aus bairros bestehen.

Die Exekutive als Stadtpräfekt wird seit 2010 von Bürgermeister Paulo Garcia (PT) ausgeübt, der bei der Kommunalwahl 2012 für die Amtszeit 2013 bis 2016 wiedergewählt wurde. Die Legislative liegt bei der Abgeordnetenkammer Câmara Municipal.

Das städtische Verwaltungszentrum (Centro Administrativo Municipal) befindet sich in der Av. do Cerrado, nº 999, Parque Lozandes, CEP: 74884-092.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr

Der Flughafen von Goiânia ist der Aeroporto Internacional Santa Genoveva-Goiânia, kurz:Santa Genoveva, (IATA-Code: GYN); er ist mit einem Passagieraufkommen von mehr als 1,5 Millionen Passagieren im Jahr 2007 derzeit im Ausbau begriffen. Eine neue Start- und Landebahn sowie ein neues Terminal sollen Santa Genoveva Airport dem steigenden Verkehr anpassen. Direktflüge verbinden Goiânia mit den wichtigsten brasilianischen Flughäfen in Sao Paulo, Rio de Janeiro und Brasilia.

Daneben hat die Stadt ein riesiges Busterminal, das eines der wichtigsten Knotenpunkte für Linienbusse in Brasilien ist.

Bildung[Bearbeiten]

Zu den Hochschulen in Goiânia gehören die Universidade Federal de Goiás (UFG), die Pontifícia Universidade Católica de Goiás (PUC-GO); die Universidade Estadual de Goiás (UEG), das Instituto Federal de Educação, Ciência e Tecnologia de Goiás (IFG), das Centro Universitário de Goiás (Uni-Anhanguera) und die Universidade Paulista (UNIP).

Tourismus[Bearbeiten]

In Goiânia findet seit 2006 jährlich ein Oktoberfest statt (auch Oktoberfest do cerrado genannt). 2007 fand es vom 4. bis 7. Oktober statt. Es waren dieses Jahr 88.000 Besucher dabei.

Sehenswürdigkeiten

  • Palácio das Esmeraldas
  • Torre do Relógio
  • Teatro de Goiânia
  • Zoo
  • Bosque dos Buritis
  • Parque Vaca Brava
  • Museu Estadual Professor Zoroastro Artiaga
  • Museu Antropológico da Universidade Federal de Goiás
  • Museu Pedro Ludovico Teixeira
  • Museu de Arte Contemporânea
  • Monumento às Três Raças
  • Monumento ao Bandeirante
  • Centro Cultural Oscar Niemeyer

Klima[Bearbeiten]

Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt höhenbedingt 21,9 °C. Am kältesten ist es mit 18,8 °C bis 21,2 °C zwischen Mai und August. Die tiefste je gemessene Temperatur beträgt 1,2 °C im Monat Juli. Der Frühling ist die heißeste Jahreszeit mit Mittelwerten zwischen 29 und 32 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt 1487 Millimeter.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Goiania
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 29,2 29,4 30,1 30 29,1 28,7 28,9 31,2 31,9 31 29,7 28,9 Ø 29,8
Min. Temperatur (°C) 19,7 19,7 19,5 18,5 16 13,7 13,2 15 18,1 19,5 19,6 19,7 Ø 17,7
Niederschlag (mm) 270,3 213,3 209,6 120,6 36,4 9,5 6,2 12,7 47,6 170,9 220 258,8 Σ 1.575,9
Regentage (d) 21 18 19 11 5 2 3 4 7 14 19 23 Σ 146
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19,5
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18,5
29,1
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28,7
13,7
28,9
13,2
31,2
15
31,9
18,1
31
19,5
29,7
19,6
28,9
19,7
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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270,3
213,3
209,6
120,6
36,4
9,5
6,2
12,7
47,6
170,9
220
258,8
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: WMO

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit 2004 führt Goiânia eine Partnerschaft mit der deutschen Stadt Idar-Oberstein. Aus dieser Städtepartnerschaft ging eine Hochschulzusammenarbeit zwischen dem Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier und dem Instituto Federal de Educação, Ciência e Tecnologia de Goiás – IFG (Bundesinstitut für Ausbildung, Wissenschaft und Technologie, abgekürzt Instituto Federal de Goiás oder IFG) im Bereich Nachhaltiger Technologien hervor, die im Zeitraum vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2009 vom Deutschen Akademischen Austauschdienst gefördert wurde.[1]

Literatur über Goiânia[Bearbeiten]

  • Tarcísio Rodrigues Boltelho Botelho (Hrsg.): Goiânia. Cidade Pensada. Univ. Federal de Goiás, Goiânia 2002, ISBN 85-7274-177-1.
  • Nasr N. Fayad Chaul: A Construção de Goiânia e a Transferência da Capital. CEGRAF Goiânia 1989, ISBN 85-85003-60-X.
  • Luís Palacín: Fundação de Goiânia e Desenvolvimento de Goiás. Goiânia 1976.
  • Wolney Unes: Identidade art déco de Goiânia. São Paulo: Ateliê, 2001.
Panorama von Goiânia

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Goiânia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Hochschulzusammenarbeit zwischen dem Umwelt-Campus Birkenfeld der Fachhochschule Trier und dem Instituto Federal de Educação, Ciência e Tecnologia de Goiás [1], [2] und [3]