Juliane Seifert

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Juliane Seifert (* 16. Januar 1978 in Kiel) ist eine deutsche politische Funktionärin der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Seit 2016 ist sie Bundesgeschäftsführerin der SPD.

Leben

Ausbildung und Beruf

Seifert wurde am 16. Januar 1978 in Kiel geboren. Sie legte 1997 ihr Abitur am Bayreuther Gymnasium Christian-Ernestinum ab. Seifert studierte von 1997 bis 2000 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Neuere und Neueste Geschichte, Alte Geschichte und Politikwissenschaft. Von 2000 bis 2004 setzte sie an der Humboldt-Universität zu Berlin ihre Studien fort, die sie dort mit dem Abschluss Magister Artium beendete. Von 2002 bis 2003 belegte sie im Rahmen des Erasmus-Programms an der italienischen Universität Florenz die Fächer Neuere und Neueste Geschichte und Politikwissenschaft.[1]

2005 arbeitete sie als freie Mitarbeiterin für das Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Sarajevo. 2005 bis 2006 war Seifert Büroleiterin der sozialdemokratischen Abgeordneten Katja Mast im Deutschen Bundestag. Von 2006 bis 2011 war sie für den Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Länder als Referentin im Referat „Arbeit, Soziales, Fachkräfte“ tätig.[1]

Von 2007 bis 2008 studierte Seifert an der École nationale d'administration, der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne und der Universität Potsdam und schloss ihre Studien mit dem deutsch-französischen „Master of European Governance and Administration“ ab.[1]

2011 bis 2013 war Seifert Referatsleiterin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demografie in der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund. Von 2013 bis 2016 koordinierte sie das Referat „Politische Planung und gesellschaftliche Analysen“ in der Staatskanzlei des Landes Rheinland-Pfalz.[1]

Am 24. April 2016 wurde sie auf Vorschlag der SPD-Generalsekretärin Katarina Barley vom SPD-Parteivorstand zur Bundesgeschäftsführerin der Partei gewählt. Mitte Mai 2016 trat sie diesen Posten an.[2]

Seifert wohnt in Berlin.

Engagement in Politik und Gesellschaft

Von 1998 bis 1999 engagierte sich Seifert als stellvertretende Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenaussches der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. 1999 bis 2002 war sie zudem Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen. Für diesen war Seifert auch von 2001 bis 2002 beratendes Mitglied im Parteivorstand der SPD. 2000 bis 2002 war sie Kuratoriumsmitglied des Wissenschaftsforums der Sozialdemokratie.[1]

2008 bis 2009 war sie als Associate in der Projektgruppe „Generationengesellschaft D“ der Stiftung Neue Verantwortung tätig. An der Universität Potsdam ging sie von 2011 bis 2012 im Wintersemester 2011/2012 einem Lehrauftrag am Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Verwaltung und Organisation der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät nach.[1]

Rezeption

Seifert galt zu ihrer Zeit in der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei als „rechte Hand“ der Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Ihr wird eine maßgebliche Rolle beim überraschend erfolgreichen Wahlkampf der Landes-SPD mit Dreyer als Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2016 zugeschrieben. Diese Wahlkampferfahrung solle sie nun für die Bundestagswahl 2017 einbringen, um die in Umfragen schwach dastehende SPD erfolgreich abschneiden zu lassen. Seifert wird dem pragmatisch orientierten SPD-Flügel der Berliner Netzwerker zugerechnet und gilt in Berlin als gut vernetzt.[3]

Einzelnachweise

  1. a b c d e f Juliane Seifert. In: spd.de. Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), Der SPD-Parteivorstand, 2016, abgerufen am 14. August 2016.
  2. Kai Doering: Juliane Seifert wird SPD-Bundesgeschäftsführerin. In: vorwaerts.de. Katarina Barley, 25. April 2016, abgerufen am 14. August 2016.
  3. Tim Braune: Juliane Seifert: Malus Geheimwaffe managt SPD-Bundestagswahlkampf. In: greenpeace-magazin.de/dpa. 22. April 2016, abgerufen am 14. August 2016.