SPD Rheinland-Pfalz

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SPD Rheinland-Pfalz
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Roger Lewentz - Verkehrsministerkonferenz Köln-3310.jpg
Roger Lewentz 
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Basisdaten
Gründungsdatum: 1947
Vorsitzender: Roger Lewentz
Stellvertreter: Doris Ahnen
Hendrik Hering
Theresia Riedmaier
Schatzmeister: Günther Ramsauer
Generalsekretär: Jens Guth
Mitglieder: 40.669 (Stand: 2011)[1]
Website: www.spd-rlp.de
Die Landesgeschäftsstelle der SPD Rheinland-Pfalz in Mainz-Altstadt

Die SPD Rheinland-Pfalz ist der rheinland-pfälzische Landesverband der SPD.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Erste dauerhafte Gründungen von Ortsgruppen gab es 1872 in der Pfalz. Die Nationalsozialisten verboten die SPD 1933.

Geschichte[Bearbeiten]

Die französischen Besatzungsbehörden genehmigten an der Jahreswende 1945/46 die Gründung von Parteien wieder. Zwischen Februar und Mai 1946 erfolgte die Wiedergründung auf örtlicher Ebene und in den Regionen des nördlichen Teils der französischen Besatzungszone. In der Beratenden Landesversammlung lehnte die SPD im Unterschied zur CDU Rheinland-Pfalz insbesondere wegen der Verankerung der Konfessionsschule die Landesverfassung ab. Auch wegen der Skepsis der SPD gegenüber dem dauerhaften Bestand des Landes (→ Geschichte von Rheinland-Pfalz#Gründung von Rheinland-Pfalz) blieben die Bezirksverbände auf Jahrzehnte die ausschlaggebende Organisationsebene. Landespolitisch war die SPD nur über die Fraktion im Landtag präsent.[2]

Unter Rudolf Scharping ab 1985 vollzog die SPD endgültig den Schritt zu einem positiven Bekenntnis für das Land. Diese mündete in der Straffung der Organisation und einer Stärkung des Landesverbandes, die sich unter anderem darin ausdrückte, dass die Partei 1991 als erste nicht mehr mit Bezirkslisten sondern mit einer einheitlichen Landesliste zur Landtagswahl antrat. Kurt Beck führte ab 1993 diese Entwicklung mit der Schaffung eines einheitlichen Landesverbandes und einer Umwandlung der regionalen Parteibezirke in weitgehend entmachtete Regionalverbände zu Ende.[3]

Am 6. Oktober 2012 wurde bekannt, dass Kurt Beck Ehrenvorsitzender der Landes-SPD werden solle.

Landtag[Bearbeiten]

Die SPD war 1946 bis 1947 im Kabinett Boden I und 1947 bis 1951 im Kabinett Altmeier I jeweils als Juniorpartner an der rheinland-pfälzischen Regierung beteiligt. 1957 bis 1991 stellte die Partei die stärkste Oppositionsfraktion im Landtag. Seit dem 21. Mai 1991 ist die SPD erneut Regierungspartei in Rheinland-Pfalz (bis 18. Mai 2006 als Seniorpartner in Koalition mit der FDP Kabinett Scharping, Kabinett Beck I, II, III, 2006 bis 2011 alleinregierend Kabinett Beck IV und seit 2011 in Koalition mit Bündnis 90/Die Grünen Kabinett Beck V). Seit 1991 bildet die SPD die stärkste Landtagsfraktion.

Personen[Bearbeiten]

Parteivorsitzende des Landesverbandes[Bearbeiten]

Jahre Vorsitzender
1966–1970 Jockel Fuchs
1970–1977 Wilhelm Dröscher
1977–1979 Hans Schweitzer
1979–1981 Klaus von Dohnanyi
1981–1985 Hugo Brandt
1985–1993 Rudolf Scharping
1993–2012 Kurt Beck
seit 2012 Roger Lewentz

Fraktionsvorsitzende[Bearbeiten]

Jahre Vorsitzender
1947–1959 Eugen Hertel
1959–1967 Otto Schmidt
1967–1969 Hans König
1969–1970 Oskar Munzinger
1970–1971 Jockel Fuchs
1971–1975 Wilhelm Dröscher
1976–1979 Karl Thorwirth
1979–1983 Werner Klein
1983–1985 Hugo Brandt
1985–1991 Rudolf Scharping
1991–1994 Kurt Beck
1994–2006 Joachim Mertes
2006–2011 Jochen Hartloff
2011-2014 Hendrik Hering
seit 2014 Alexander Schweitzer

Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz mit Parteimitgliedschaft in der SPD[Bearbeiten]

Die nachfolgenden Politiker waren in der Position des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz Mitglied der SPD.

Ergebnisse bei den Landtagswahlen[Bearbeiten]

Landtagswahlergebnisse[4]
Jahr Stimmen Sitze Spitzenkandidat
1947 34,3 % 34
1951 34,0 % 38
1955 31,7 % 37
1959 34,9 % 37
1963 40,7 % 43
1967 36,8 % 39
1971 40,5 % 44 Wilhelm Dröscher[5]
1975 38,5 % 40 Wilhelm Dröscher
1979 42,3 % 43 Klaus von Dohnanyi[6]
1983 39,6 % 43 Hugo Brandt[7]
1987 38,8 % 40 Rudolf Scharping[8]
1991 44,8 % 47 Rudolf Scharping
1996 39,8 % 43 Kurt Beck
2001 44,7 % 49 Kurt Beck
2006 45,6 % 53 Kurt Beck[9]
2011[10][11][12] 35,7 % 42 Kurt Beck[13]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zahlenangabe auf einer Übersichtskarte der Bundeszentrale für politische Bildung
  2. Rheinland-Pfalz – Unser Land; 3. Auflage 2012; S. 70
  3. Rheinland-Pfalz – Unser Land; 3. Auflage 2012; S. 71
  4. Ergebnisse der Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz
  5. Biografie von Wilhelm Dröscher, Artikel auf wilhelm-droescher-schule.bildung-rp.de
  6. Machbar links, Artikel auf SpiegelOnline
  7. Engagement gegen Rechts gewürdigt – Roland Schäfer ausgezeichnet
  8. Biografie von Rudolf Scharping
  9. Kontinuität ist Trumpf, Artikel auf SpiegelOnline
  10. Endgültiges Ergebnis der Landtagswahl 2011 (Homepage des Landeswahlleiters Rheinland-Pfalz)
  11. Landtagswahl am 27. März 2011 in Rheinland-Pfalz
  12. Special Wahlen 2011 auf FocusOnline, abgerufen am 28. März 2011
  13. Kurt Beck mit Traumergebnis zum Spitzenkandidaten gewählt, Artikel auf spd-rlp.de