Julie Felix

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Julie Felix (1967)
Julie Felix (1967)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Changes
  UK 27 11.09.1966 (4 Wo.) [1]
Singles
If I Could (El Condor Pasa)
  UK 19 18.04.1970 (11 Wo.)
Heaven Is Here
  UK 22 17.10.1970 (8 Wo.)

Julie Felix (* 14. Juni 1938 in Santa Barbara, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Folkrock-Sängerin.

Leben[Bearbeiten]

Julie Felix wurde in Kalifornien geboren; sie hat mexikanische und indianische Vorfahren. Von ihrem Vater erbt sie das Talent für das Gitarrenspiel. Anfang der 1960er Jahre, nach einer Reise per Anhalter durch Europa, bleibt Felix in Großbritannien, wo sie 1964 einen Schallplattenvertrag bei Decca Records erhält. Auf ihren Singles und LPs singt sie unter anderem Coverversionen von Bob-Dylan- und Woody-Guthrie-Songs. Durch Konzerte und Fernsehauftritte erlangt sie so große Popularität, dass sie von der London Times als Britain's First Lady of Folk bezeichnet wird. Viele vergleichen sie mit Joan Baez. Ab 1966 ist sie regelmäßig in der beliebten BBC-Fernsehshow The Frost Report von David Frost zu sehen; sie ist in diesem Jahr auch die erste „Popsängerin“ die, anlässlich der Feiern zum 900-jährigen Bestehen, in der Westminster Abbey singen darf. Nach dem Wechsel von Decca zu Fontana Records platziert sich ihre Langspielplatte Changes in den britischen Albumcharts.

1967 verpflichtet Brian Epstein sie für gemeinsame Liveauftritte mit Georgie Fame; die Show Fame & Felix im Londoner Saville Theater wird nach einer Woche um eine weitere verlängert. Als supporting act tritt dabei ein Newcomer namens Cat Stevens auf. Im selben Jahr ist Felix am 1. Mai im deutschen Fernsehen im Beat-Club zu sehen, im September 1968 tritt sie bei den Internationalen Essener Songtagen auf.

Von 1968 bis 1970 hat sie ihre eigenen BBC-Fernsehshows (Once More With Felix), in denen sie Gäste wie Jimmy Page, Dusty Springfield, Richard Harris oder Leonard Cohen präsentierte. 1969 ist sie eine der Künstlerinnen beim Isle of Wight Festival. Ein Jahr darauf veröffentlicht sie als erste Künstlerin eine Single auf Mickie Mosts RAK-Label, If I Could (El Condor Pasa) (Katalognummer RAK 101), die in die Top 20 der Singlecharts steigt. Auf ihrer ersten Langspielplatte für RAK, Clotho's Web, spielen bekannte Musiker wie John Paul Jones, Danny Thompson und Cozy Powell. Auch ihre zweite RAK-Single, das Hot-Chocolate-Lied Heaven Is Here, platziert sich in den britischen Top 30.

Auch nach ihrer großen Zeit veröffentlicht sie regelmäßig Tonträger; in Norwegen, wohin sie Ende der 1970er umzieht, und Schweden feiert sie weitere Hitparadenerfolge. Nach einem längeren Aufenthalt in ihrer Heimat Kalifornien in den 1980ern, während dessen sie keine weiteren Aufnahmen macht, nimmt sie Ende jenes Jahrzehnts an einem Friedensmarsch durch Südamerika teil, der sie zu neuen Liedern inspiriert. Sie zieht zurück nach Hertfordshire, England, wo sie noch heute lebt, und engagiert sich in diversen Menschenrechtsgruppen. Daneben gibt sie auch in den 2000ern noch immer wieder Konzerte. Am 14. Juni 2008 fand in Gateshead ein Konzert zu ihrem 70. Geburtstag statt.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chartplatzierungen lt. David Roberts (Hrsg.): Guinness World Records – British Hit Singles and Albums. 19. Auflage. 2006, ISBN 1904994105, S. 197
  2. Julie Felix The Sage Gateshead, vintagerock.wordpress.com, 16. August 2008