Karl von Gerok

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Karl Gerok)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Theologen und Lyriker Karl Gerok. Zum Organisten und Komponisten siehe Karl Ludwig Gerok.
Gedenkplatte an der Geroksruhe
Karl Gerok
Geroks Geburtshaus in Vaihingen an der Enz
Grab auf dem Stuttgarter Pragfriedhof
Gedichtband "Auf einsamen Gängen" von Karl Gerok

Karl Friedrich von Gerok (auch Friedrich Karl von Gerok, * 30. Januar 1815 in Vaihingen an der Enz; † 14. Januar 1890 in Stuttgart) war ein deutscher Theologe und Lyriker.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Als Sohn des Pfarrers Christoph Friedrich Gerok besuchte Karl Gerok das Eberhard-Ludwigs-Gymnasium in Stuttgart, wo Gustav Schwab seine dichterischen Talente förderte. 1832 kam er an das Evangelische Stift Tübingen, 1837 wurde er Vikar seines Vaters in Stuttgart.

Ab 1844 war Gerok als Diakonus tätig, zuerst in Böblingen, ab 1849 dann an der Hospital- und an der Stiftskirche in Stuttgart. Von 1852 bis 1862 war er Archidiakonus an der Stiftskirche und Dekan der Landdiözese, danach Stadtpfarrer an der Hospitalkirche und Dekan der Stadtdiözese. 1868 wurde er Oberhofprediger an der Schlosskirche und Mitglied des Konsistoriums mit dem Titel und Rang eines Prälaten.

Gerok heiratete 1844 Sophie Kapff (1827–1905) aus Tübingen. Eines ihrer Kinder war Sophie Gerok (1847–1930), die mit einem Sohn der Komponistin Josephine Caroline Lang, dem Theologen und Musikphilosophen Heinrich Adolf Köstlin verheiratet war. Diese wurden die Eltern von Geroks Enkelin Therese Köstlin (1877–1964), die ebenfalls eine religiöse Lyrikerin war. Ein weiterer Enkel, Karl Ludwig Gerok (1906–1975), wurde ein bekannter Organist und Verfasser eines Standardwerkes zur Orgelimprovisation.

[Bearbeiten] Ehrungen

1866 wurde Gerok zum Ehrenbürger von Stuttgart ernannt. In Stuttgart-Ost sind die Gerokstraße und der zwischen Gänsheide und Waldebene Ost gelegene Aussichtspunkt Geroksruhe nach ihm benannt. Ebenso trägt eine Straße in seinem Geburtsort Vaihingen/Enz seinen Namen.

1880 wurde Karl von Gerok mit dem Kommenturkreuz des Ordens der württembergischen Krone [1] ausgezeichnet und damit in den württembergischen Personaladel erhoben.

[Bearbeiten] Werke

  • Karl Gerok: Predigten. 1860, Verlag Greiner & Pfeiffer Stuttgart, Erste Auflage (41. bis 44. Tausend)
  • Karl Gerok: Palmblätter. 1881, Verlag von Jg. Kohler, 911 Arch-Straße Philadelphia
  • Karl Gerok: Gedichte und Prosa. Auswahl und Einführung von Hans Mattern. Baier, Crailsheim 2001. ISBN 3-929233-23-1
  • Karl Gerok: Blumen und Sterne. Gedichte. Greiner, Oetinger, Volckmar, Stuttgart & Leipzig 1868

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg 1886, S. 24

[Bearbeiten] Weblinks

 Wikisource: Karl von Gerok – Quellen und Volltexte
 Commons: Karl Gerok – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Karl Gerok – Zitate
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen