Klášterec nad Ohří

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Klášterec nad Ohří
Wappen von Klášterec nad Ohří
Klášterec nad Ohří (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Ústecký kraj
Bezirk: Chomutov
Fläche: 5379,9503[1] ha
Geographische Lage: 50° 23′ N, 13° 10′ O50.39027777777813.171944444444320Koordinaten: 50° 23′ 25″ N, 13° 10′ 19″ O
Höhe: 320 m n.m.
Einwohner: 15.027 (1. Jan. 2013) [2]
Postleitzahl: 431 51
Kfz-Kennzeichen: U
Verkehr
Bahnanschluss: Chomutov–Cheb
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 12
Verwaltung
Bürgermeister: Jan Houška (Stand: 2007)
Adresse: nám. Dr. Eduarda Beneše 85
431 51 Klášterec nad Ohří 1
Gemeindenummer: 563129
Website: www.muklasterec.cz
Lageplan
Lage von Klášterec nad Ohří im Bezirk Chomutov
Karte

Klášterec nad Ohří (deutsch Klösterle an der Eger) ist eine Stadt in Tschechien. Sie liegt im Tal der Eger zwischen dem Erzgebirge und dem Duppauer Gebirge und gehört dem Okres Chomutov an.

Blick zum Rathaus

Geschichte[Bearbeiten]

Im 12. Jahrhundert riefen die premyslidischen Herrscher deutsche Siedler in die unbewohnte Grenzregion. Den Siedlern wurden Privilegien gewährt und die Herrscher versprachen sich wirtschaftlichen Wohlstand.

1352 wurde der Ort erstmals schriftlich erwähnt. Zum damaligen Zeitpunkt erstellten der Benediktinerorden eine Propstei, die im 13. Jahrhundert aufgelöst wurde. Nach Beendigung des sächsischen Bruderkrieges wurde Apel Vitzthum der Ältere zu Roßla 1452 des Landes verwiesen und fand in Böhmen 1453 als Rat des dortigen Königs eine neue Anstellung. Dort erwarb er auch die Herrschaften Klösterle und Neuschönburg.

Die Familie Thun und Hohenstein kaufte im Jahre 1621 Schloss Klösterle sowie weitere Ländereien und behielt diese bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Unter ihrer Herrschaft wurde die Barockkirche „Der allerheiligsten Dreifaltigkeit“ erbaut, das Schloss im neugotischen Stil umgebaut und der Schlosspark mit Sala Terrena fertiggestellt.

Brunnenhaus der Eugenienquelle

Nach der Gründung der ersten Porzellanmanufaktur 1794 gewann Klösterle an der Eger an Bedeutung und wurde in der ganzen Region bekannt. Porzellan wird bis heute unter der Marke „THUN“ produziert. Die deutschböhmische Bevölkerung wurde 1945/46 im Rahmen der Beneš-Dekrete enteignet und vertrieben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Ort befindet sich das Schloss Klösterle mit dem Schlosspark. Am Weg nach Rašovice (Roschwitz) befindet sich nahe der Eger ein Sauerbrunnen von 1898.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Klášterec nad Ohří besteht aus den Ortsteilen Ciboušov (Ziebisch), Hradiště (Radis), Klášterec nad Ohří (Klösterle an der Eger), Klášterecká Jeseň (Geßeln), Lestkov (Leskau), Mikulovice (Niklasdorf), Miřetice u Klášterce nad Ohří (Meretitz), Rašovice (Roschwitz), Suchý Důl (Dörnthal), Šumná (Schönburg), Útočiště (Zuflucht) und Vernéřov (Wernsdorf)[3]. Grundsiedlungseinheiten sind Ciboušov, Holubí vrch, Horní Miřetice (Obermeretitz), Hradiště, K Ciboušovu, Klášterec nad Ohří-střed, Klášterecká Jeseň, Kunov (Kunau), Lestkov, Mikulovice, Nad Útočištěm, Nový Vernéřov (Neuwernsdorf), Pavlov (Ahrendorf), Petlérská-východ, Petlérská-západ, Pod Šumnou, Pod vyhlídkou, Potočná (Schönbach), Rašovice, Staré Miřetice, Suchý Důl, Šumná, U Kláštereckého potoka, U Ohře, U třešňovky, Útočiště, Velká Lesná (Großspinnelsdorf), Vernéřov und Za starou porcelánkou[4]

Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Hradiště u Vernéřova, Klášterec nad Ohří, Klášterecká Jeseň, Kunov, Lestkov u Klášterce nad Ohří, Mikulovice u Vernéřova, Miřetice u Klášterce nad Ohří, Pavlov u Vernéřova, Potočná u Vernéřova, Rašovice u Klášterce nad Ohří, Suchý Důl u Klášterce nad Ohří, Velká Lesná und Vernéřov[5]

Im Schlosspark
Brunnenhaus der Eugenienquelle

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Personen mit Bezug zur Stadt[Bearbeiten]

  • Johann Brokoff (1652–1718), Schnitzer und Bildhauer, lebte 1685–1687 auf Einladung von Oswald von Thun im Ort und erstellte allegorische Skulpturen (Trition-Skulptur im Schloss, Vier Jahreszeiten, Büste der drei Türken)
  • Carl Emanuel Löscher (1750–1813), Konstrukteur und der Erfinder der Mammutpumpe, war bis 1793 Bergmeisters beim Gräflich Thunschen Bergamt

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Klášterec nad Ohří – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.uir.cz/obec/563129/Klasterec-nad-Ohri
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2013 (PDF; 543 KiB)
  3. http://www.uir.cz/casti-obce-obec/563129/Obec-Klasterec-nad-Ohri
  4. http://www.uir.cz/zsj-obec/563129/Obec-Klasterec-nad-Ohri
  5. http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/563129/Obec-Klasterec-nad-Ohri