Kraftwerk Werdohl-Elverlingsen

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Kraftwerk Werdohl-Elverlingsen
Kohlekraftwerk Werdohl-Elverlingsen, 2008
Kohlekraftwerk Werdohl-Elverlingsen, 2008
Lage
Kraftwerk Werdohl-Elverlingsen (Nordrhein-Westfalen)
Kraftwerk Werdohl-Elverlingsen
Koordinaten 51° 16′ 34,9″ N, 7° 42′ 20,4″ O51.2763611111117.7056666666667Koordinaten: 51° 16′ 34,9″ N, 7° 42′ 20,4″ O
Land Deutschland
Gewässer Lenne
Daten
Primärenergie Fossile Energie
Brennstoff Erdgas, Steinkohle
Leistung 693 Megawatt
Typ Dampfkraftwerk
Eigentümer Mark-E
Betreiber Mark-E
Betriebsaufnahme 1971
Schornsteinhöhe Block E3: 200 m
Block E4: 282 m
Eingespeiste Energie
pro Jahr
ca. 2200 GWh

Das Kraftwerk Werdohl-Elverlingsen in Elverlingsen nahe Werdohl ist ein Mittel- und Spitzenlastkraftwerk der Mark-E. Es liegt an der Lenne, aus der Kühlwasser bezogen wird. Die Befeuerung erfolgt mit Erdgas und Steinkohle. Das Kraftwerk Werdohl-Elverlingsen besteht seit 1912.

Die heute in Betrieb befindlichen Blöcke, die zusammen über eine Nennleistung von 693 Megawatt verfügen, entstanden zwischen 1971 und 1982.

Das Kraftwerk besteht aus zwei Steinkohle-Blöcken. Der Block E3 (186 MW) wurde 1971 errichtet, der Block E4 (301 MW) 1982. Im Jahr 1975 wurden die Blöcke E1 und E2 errichtet, die als Gas- und Dampfturbinenanlagen mit jeweils 75 MW ausgeführt sind und 1999 bzw. 2003 für die Bereitstellung von Spitzenlaststrom und Regelenergie umgerüstet wurden. In den beiden Steinkohleblöcken werden täglich etwa 4.500 Tonnen Steinkohle verstromt, die in Ganzzügen über die Schiene angeliefert werden. Es werden jährlich rund 2,2 Milliarden Kilowattstunden an elektrischer Energie erzeugt.

Der Kamin des Block E3, der 1971 errichtet wurde, ist 200 Meter, der des Block E4, der 1982 errichtet wurde, 282 Meter hoch. Der Kühlturm hat eine Höhe von 106 Metern.

Der Netzanschluss des Blocks E3 erfolgt auf der 110-kV-Hochspannungsebene und der Netzanschluss der Blöcke E1/2 und E4 auf der 220-kV-Höchstspannungsebene in das Stromnetz des Betreibers Enervie AssetNetWork.[1]

Im Juli 2012 wurde bekannt, dass die Enervie-Gruppe im Jahr 2014 den kohlebefeuerten Block E3 vom Netz nehmen möchte. Grund seien die dann nötigen Investitionen von etwa 20 Millionen Euro, die zu einem „kaum kalkulierbaren Risiko“ führen würden.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kraftwerksliste Bundesnetzagentur (bundesweit; alle Netz- und Umspannebenen) Stand 02.07.2012. Abgerufen am 21. Juli 2012 (Microsoft-Excel-Datei, 1,6 MiB).
  2. Hinweis bei energiespektrum.de abgerufen am 19. September 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kraftwerk Werdohl-Elverlingsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien