Ganzzug

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kohletransport bei einer Grubenbahn aus Sattelwagen
Ganzzug der Deutschen Bahn im Auftrag der DaimlerChrysler AG zwischen den Werken Sindelfingen und Bremen
Der aus Wilthen kommende Schnapszug[1][2] der ITL erreicht den Bhf Dresden-Neustadt

Ein Ganzzug, auch Blockzug, ist ein Güterzug, der vom Verlade- zum Entladepunkt als Einheit ohne Zwischenhalte verkehrt. Dadurch ist der Ganzzugverkehr gegenüber dem Einzelwagenverkehr schneller und kostengünstiger. Die Eisenbahn kann dadurch ihre Systemvorteile im Vergleich zum Lastkraftwagen und teilweise auch zum Binnenschiff zum Ausdruck bringen.

Ganzzüge verkehren überall dort, wo große Mengen eines Ladegutes zu transportieren sind (Massengutverkehr). Optisch sind Ganzzüge meistens daran zu erkennen, dass sie aus Wagen oder der Ladung gleichen Typs zusammengestellt sind, wobei die Farbgebung variieren kann.

Verwendung[Bearbeiten]

Typisch ist der Ganzzug für den Transport von Schüttgütern wie zum Beispiel Kies oder Schotter. Im Montanwesen werden sie speziell eingesetzt für die Beförderung von:

Flüssige Massengüter wie Chemikalien werden in Ganzzügen transportiert, die aus Kesselwagen bestehen, zum Beispiel:

Auch beim Transport von Stückgut werden Ganzzüge eingesetzt, zum Beispiel von Autos vom Werk ins Auslieferungslager oder in den Verschiffungshafen.

Auch Container -oder Klv-Züge die direkt von Terminal zu Terminal fahren, verkehren wie ein Ganzzug.

Bezeichnung[Bearbeiten]

Ganzzüge wurden früher mit dem Zuggattungskürzel Gag bezeichnet, die heutige Bezeichnung lautet CT (englisch Complete Train). Jedoch ist nicht jeder Ganzzug auch ein CT.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Annechristin Stein: Der Wilthener Schnapszug fährt nicht mehr, in Sächsische Zeitung, 8. Oktober 2009
  2. Bezeichnung Schnapszug auf www.bahnbilder.de