Krombachtalsperre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Krombachtalsperre
Stausee und Staudamm der Krombachtalsperre
Stausee und Staudamm der Krombachtalsperre
Lage: Hessen, Rheinland-Pfalz
Zuflüsse: Rehbach
Größere Orte in der Nähe: Driedorf, Breitscheid
Krombachtalsperre (Hessen)
Krombachtalsperre
Koordinaten 50° 37′ 6″ N, 8° 8′ 15″ O50.6183333333338.1375Koordinaten: 50° 37′ 6″ N, 8° 8′ 15″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1946-1949
Höhe über Gewässersohle: 14 m
Kronenlänge: 550 m
Kraftwerksleistung: 145 kW
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 523 m
Wasseroberfläche 95 hadep1
Speicherraum 4,2 Mio. m³
Einzugsgebiet 12 km²

Die Krombachtalsperre ist eine Talsperre im Westerwald. Sie wurde von 1946 bis 1949 gebaut; gestaut wird der Rehbach, ein Zufluss der Dill zum Krombachstausee. Namensgeber der Krombachtalsperre ist ein kleiner Bach, der zwischen dem Ort Rehe und dem Campingplatz Rehe in die Talsperre mündet. Neben der Stromerzeugung dient sie dem Hochwasserschutz und der Erholung. Der nördliche Teil des Sees ist ein Naturschutzgebiet. Während der Staudamm in Hessen liegt, befindet sich der größte Teil des Stausees in Rheinland-Pfalz.

Die Talsperre liegt 1 km südlich von Rehe (Westerwald) und 2 km westlich von Driedorf-Mademühlen. 1 km östlich des Ortes liegt der Stausee Driedorf, 3 km nördlich bei Heisterberg ein weiterer kleiner See, der Heisterberger Weiher.

Freizeitmöglichkeiten[Bearbeiten]

Zur Naherholung gibt es ein Feriendorf und zwei Campingplätze. Der Badesee bietet auch die Möglichkeit zu segeln und zu surfen.

Im Sommer ist die Krombachtalsperre jedes Wochenende von einer Delegation der Ehrenamtlichen Helfer der DLRG des Bezirks Dill oder von Gastwachen anderer Ortsgruppen bewacht.

Naturschutzgebiet Krombachtalsperre[Bearbeiten]

Der nördliche Teil der Krombachtalsperre und deren Uferzone wurde am 23. Februar 1981 von der Bezirksregierung Koblenz als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das Schutzgebiet hat eine Größe von etwa 47,5 ha und liegt in der Gemarkung von Rehe. Die Grenze des Naturschutzgebietes ist durch eine Bojenkette kenntlich gemacht.[1][2]

Der Schutzzweck ist „die Erhaltung des Feuchtgebietes mit seinen Wasser- und Sumpfflächen sowie seiner Flachwasserzonen als Standort zahlreicher seltener Pflanzen sowie als Lebensraum in ihrem Bestande bedrohter seltener Vogelarten aus wissenschaftlichen Gründen“.[1]

Landschaftsschutzgebiet Krombachtalsperre[Bearbeiten]

Auf der rheinland-pfälzischen Seite liegt das mit einer Fläche von etwa 17,0 km² wesentlich größere „Landschaftsschutzgebiet Krombachtalsperre“. Die Nutzungseinschränkungen im Landschaftsschutzgebiet sind geringer als im kleineren Naturschutzgebiet. Es umfasst Gebietsteile der Gemarkungen Rehe, Oberrod, Westernohe, Rennerod, Emmerichenhain, Waigandshain und Homberg. Der Schutzzweck ist „die Erhaltung der besonderen landschaftlichen Eigenart, ihrer Schönheit und ihres Erholungswertes sowie die Verhinderung von Beeinträchtigungen des Landschaftshaushaltes, insbesondere der Landschaftsfaktoren Boden, Wasser, Pflanzen- und Tierwelt“.[3][4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Krombachtalsperre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Rechtsverordnung über das Naturschutzgebiet Krombachtalsperre der Bezirksregierung Koblenz vom 23. Februar 1981 (PDF; 86 kB)
  2. Lagekarte des Naturschutzgebietes beim Landschaftsinformationssystem der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz
  3. Rechtsverordnung über das Landschaftsschutzgebiet Krombachtalsperre des Landrats des Westerwaldkreises vom 30. April 1980 (PDF; 96 kB)
  4. Lagekarte des Landschaftsschutzgebietes beim Landschaftsinformationssystem der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz