Driedorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Driedorf
Driedorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Driedorf hervorgehoben
50.6333333333338.1833333333333486Koordinaten: 50° 38′ N, 8° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Lahn-Dill-Kreis
Höhe: 486 m ü. NN
Fläche: 47,55 km²
Einwohner:

5046 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35759
Vorwahl: 02775
Kfz-Kennzeichen: LDK
Gemeindeschlüssel: 06 5 32 007
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wilhelmstraße 16
35759 Driedorf
Webpräsenz: www.driedorf.de
Bürgermeister: Dirk Hardt (SPD)
Lage der Gemeinde Driedorf im Lahn-Dill-Kreis
Dietzhölztal Haiger Eschenburg Siegbach Dillenburg Breitscheid (Hessen) Driedorf Greifenstein (Hessen) Bischoffen Herborn Sinn (Hessen) Mittenaar Hohenahr Ehringshausen Aßlar Lahnau Wetzlar Hüttenberg (Hessen) Solms Leun Braunfels Schöffengrund Waldsolms Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Landkreis Marburg-Biedenkopf Landkreis Gießen Wetteraukreis Hochtaunuskreis Landkreis Limburg-WeilburgKarte
Über dieses Bild

Driedorf ist eine Gemeinde im Lahn-Dill-Kreis in Hessen, Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Geografische Lage [Bearbeiten]

Driedorf liegt in 416 bis 643 Meter Höhe auf einer Hochfläche im hohen Westerwald. Mit dem Höllberg liegt der höchste hessische Berg des Westerwalds in dem Gemeindegebiet.

Der westlichste Punkt50.657458.1099 des Lahn-Dill-Kreises befindet sich auf der Grenze zur Gemeinde Willingen.

Nachbargemeinden [Bearbeiten]

Driedorf grenzt im Norden an die Gemeinde Breitscheid, im Osten an die Stadt Herborn, im Süden an die Gemeinde Greifenstein (alle im Lahn-Dill-Kreis) sowie im Westen an die Gemeinden Oberrod, Rehe, Homberg, Waigandshain, Nister-Möhrendorf und Willingen (alle im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz).

Gemeindegliederung [Bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören neben dem namengebenden Driedorf die Ortsteile Mademühlen, Roth, Waldaubach, Münchhausen, Hohenroth, Heisterberg, Heiligenborn und Seilhofen.

Geschichte [Bearbeiten]

Driedorf wurde im Jahre 1124 erstmals urkundlich erwähnt.

Die Gesamtgemeinde entstand im Zuge der Gebietsreform in Hessen in den 1970er Jahren in drei Schritten:

Politik [Bearbeiten]

Gemeindevertretung [Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis: [4]

Gemeindewahl in Driedorf 2011
 %
40
30
20
10
0
38,8 %
33,5 %
13,5 %
8,3 %
5,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-1,5 %p
-9,7 %p
-2,9 %p
+8,3 %p
+5,9 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 38,8 12 40,3 13
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 33,5 10 43,2 13
FWG Freie Wähler 13,5 4 16,4 5
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 8,3 3
FBL Freie Bürgerliste 5,9 2
Gesamt 100 31 100 31
Wahlbeteiligung in % 49,3 51,5

Bürgermeister [Bearbeiten]

  • Friedhelm Kessler, früher schon Bürgermeister der Teilgemeinde Driedorf, war der erste Bürgermeister der Gesamtgemeinde und bekleidete dieses Amt von 1977 bis 1995.
  • Wolfgang Schuster folgte ab dem 1. Januar 1996 als Bürgermeister und wurde 2001 für weitere sechs Jahre wiedergewählt.
  • Wolfgang Kühn wurde am 11. Februar 2007 zum Bürgermeister gewählt.
  • Am 19. September 2010 wurde Dirk Hardt (SPD) zum neuen Bürgermeister in Driedorf gewählt. [5]

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

In Driedorf gibt es drei Seen, einen großen (Stausee Driedorf) sowie einen kleinen Stausee im Lauf des Rehbaches und den ebenfalls künstlich aufgestauten Heisterberger Weiher. Die Krombachtalsperre liegt zwischen den Gemeinden Driedorf und Rehe, die Staumauer liegt im Gebiet der Gemeinde Driedorf.

Die evangelische Kirche

Nachdem ein Brand 1819 fast den gesamten Ort zerstört hatte, wurde Driedorf neu aufgebaut. Auffällig ist die gerade Straßenführung. In der Aufbauphase wurde 1821–1827 der Saalbau der neuen evangelischen Pfarrkirche nach einem Entwurf von Landesbaumeister Friedrich Ludwig Schrumpf errichtet.

In Driedorf gibt es zwei Burgruinen. Das Junkernschloss ist eine frei zugängliche Ruine. Daneben besteht noch die Ruine der Oberburg Driedorf.

Nordwestlich des Kernortes befindet sich der Höllberg, auch Höllkopf genannt, mit 643 m der höchste Berg im Lahn-Dill-Kreis und des hessischen Westerwaldes.

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Verkehr [Bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet verlaufen die Bundesstraße 414 und die Bundesstraße 255.

Bildung [Bearbeiten]

In Driedorf besteht mit der Westerwaldschule eine schulformunabhängige Gesamtschule. Diese ist seit 1966 Mittelpunktschule für die gesamte Gemeinde und einzelne Ortsteile der Gemeinde Greifenstein (Hessen). Die Westerwaldschule hat ungefähr 750 Schüler, die von 61 Lehrkräften unterrichtet werden[6].

Telekommunikation [Bearbeiten]

Auf dem Höllberg befindet sich ein 108 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG aus Stahlbeton. Von diesem Turm wird auch das Programm von Hit Radio FFH auf der UKW-Frequenz 106,8 MHz mit einer ERP von 30 kW abgestrahlt.

Energiegewinnung [Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde befinden sich aktuell 18 Windkraftanlagen, die hauptsächlich an zwei Standorten südöstlich von Waldaubach und südlich von Mademühlen konzentriert sind.[7] Sechs Grundstückseigentümer hatten gegen die Lärmbelästigung der nahen Windräder vor dem Verwaltungsgericht Gießen geklagt, waren aber Ende März 2012 unterlegen.[8]

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

  • August Hild (* 29. September 1894 in Münchhausen/Westerwald; † 1982), deutscher Schriftsteller.
  • Wolfgang Schuster (* 15. März 1958 in Dillenburg), Landrat des Lahn-Dill-Kreises.
  • Walter Klaas (1932–51), evangelischer Pfarrer in Driedorf, später Professor in Wuppertal
  • Ferdinand Löber (* 31. Januar 1897 in Driedorf; † 15. April 1981 in Groß-Gerau) war ein deutscher Bildender Künstler und Kunsterzieher.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Driedorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2011 (Hilfe dazu)
  2. Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen vom 13. Mai 1974. In: GVBl. I S. 237
  3. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 288
  4. Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011, Driedorf, Hessisches Statistisches Landesamt. Abgerufen am 4. April 2011.
  5. Bürgermeisterwahl in Driedorf am 19. September 2011, Hessisches Statistisches Landesamt. Abgerufen am 4. April 2011.
  6. www.westerwaldschule.de
  7. http://www.thewindpower.net/windfarm_de_12016_driedorf.php
  8. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/buerger-im-hessischen-driedorf-scheitern-mit-klagen-gegen-windraeder-a-824670.html