Lee Kerslake

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Lee Kerslake (Uriah Heep) Februar 1973

Lee Kerslake (* 16. April 1947 in Bournemouth) ist ein englischer Schlagzeuger. Er spielte viele Jahre bei der Band Uriah Heep.

Leben[Bearbeiten]

Lee stieß Ende 1971, nach einer LP mit der National Head Band, zu Uriah Heep, die in den ersten zwei Jahren ihres Bestehens alleine vier Schlagzeuger verbraucht hatten. Lee war der Wunschdrummer der Heep-Musiker. Ken Hensley hatte mit ihm schon in den Jahren 1968–1970 erfolgreich in den Bands The Gods, Head Machine und Toe Fat zusammen gearbeitet. Gemeinsam mit dem Bassisten Gary Thain bildete Lee in den Jahren des Aufstiegs das musikalische Rückgrat der Band und er war der Schlagzeuger auf den wichtigsten Uriah Heep Alben. Für ihn wurde der Begriff „Body Drumming“ geprägt, weil er nicht nur mit Armen und Beinen zu spielen schien, sondern seinen gesamten Körper einsetzte.

Im Oktober 1979 verließ er die Band für kurze Zeit, kehrte jedoch im April 1982 wieder zurück. In dieser Zeit spielte er für Ozzy Osbourne, mit dem u.a. er das Album Blizzard Of Ozz aufnahm. Später kam es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen mit Ozzy Osbourne wegen der musikalischen Verwertungsrechte, die jedoch zu Gunsten von Ozzy Osbourne entschieden wurden.

2003 und 2004 war Kerslake Schlagzeuger des Projekts Living Loud, bei dem sich außerdem Gitarrist Steve Morse und Keyboarder Don Airey (beide von Deep Purple), Bassist und Songschreiber Bob Daisley (u.a. ebenfalls Uriah Heep und Ozzy Osbourne), und Cold Chisel-Sänger Jimmy Barnes beteiligten. Diese Supergroup spielte auf ihrem einzigen Album u.a. einige Songs aus der Zeit Kerslakes und Daisleys bei Ozzy Osbourne neu ein, so wie beide sich es bereits damals vorgestellt hatten, aber nicht umsetzen konnten.[1]

Im Frühjahr 2007 gab Uriah Heep bekannt, dass sich Kerslake wegen seiner anhaltenden gesundheitlichen Probleme zurückgezogen hat[2]. Kerslake spielt aber weiterhin Schlagzeug, nun bei der Band Masters Project [3].

Diskografie[Bearbeiten]

mit The Gods[Bearbeiten]

  • Genesis (1968)
  • To Samuel A Son (1969)
  • The Gods Featuring Ken Hensley (Compilation) (1976)

mit Head Machine[Bearbeiten]

  • Orgasmn (1970)

mit Toe Fat[Bearbeiten]

  • Toe Fat (1970)

mit National Head Band[Bearbeiten]

  • Albert 1 Presenting National Head Band (1971)

mit Uriah Heep[Bearbeiten]

  • Demons & Wizards (1972)
  • The Magician's Birthday (1972)
  • Uriah Heep Live (1973)
  • Sweet Freedom (1973)
  • Wonderworld (1974)
  • Return to Fantasy (1975)
  • High and Mighty (1976)
  • Firefly (1977)
  • Innocent Victim (1977)
  • Fallen Angel (1978)
  • Abominog (1982)
  • Head First (1983)
  • Equator (1985)
  • Live at Shepperton '74 (1986) – aufgenommen 1974
  • Live in Europe 1979 (1986) – aufgenommen 1979
  • Live in Moscow (1988)
  • Raging Silence (1989)
  • Different World (1991)
  • Still 'Eavy Still Proud (1994)
  • Sea of Light (1995)
  • Spellbinder Live (1996)
  • King Biscuit Flower Hour Presents In Concert (1997) – aufgenommen 1974
  • Sonic Origami (1998)
  • Future Echoes Of The Past (2000)
  • Acoustically Driven (2001)
  • Electrically Driven (2001)
  • The Magician's Birthday Party (2002)
  • Live in the USA (2003)
  • Magic Night (2004)
  • Between Two Worlds (2005)

mit Ken Hensley[Bearbeiten]

  • Proud Words On A Dusty Shelf (1973)

mit David Byron[Bearbeiten]

  • Take No Prisoners (1975)

mit Ozzy Osbourne[Bearbeiten]

  • Blizzard Of Ozz (1980)
  • Diary Of A Madman (1981)

mit Living Loud[Bearbeiten]

  • Living Loud (2004)

mit Berggren Kerslake Band[Bearbeiten]

  • The Sun Has Gone Crazy (2014)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.livingloud.com/
  2. http://www.uriah-heep.com/newa/heepstory15.php
  3. http://www.mastersproject.de/index.html