Leo Wallner

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Leo Wallner (Wien 2008)

Leo Wallner (* 4. November 1935 in Amstetten, Niederösterreich) ist ein österreichischer Manager und Sportfunktionär.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn einer Holzhändlerfamilie studierte in Wien an der Hochschule für Welthandel Wirtschaftswissenschaften und wurde 1957 für drei Jahre Vorsitzender der Österreichischen Hochschülerschaft an der Hochschule. 1958 erwarb er sein Diplom, die Promotion folgte 1961. Wallner ist Mitglied der katholischen Mittelschulverbindung Ostarrichia Amstetten im MKV sowie bei der katholischen Studentenverbindung Danubia Wien im ÖCV.

Im Jahr 1964 wurde er zum wirtschaftspolitischen Berater des ehemaligen Bundeskanzlers Josef Klaus ernannt. Vier Jahre später (1968) übernahm er als Generaldirektor die Casinos Austria AG und baute diese zu einem der größten Unternehmen dieser Branche weltweit aus. Im Mai 2007 ging er als Generaldirektor in Pension, blieb aber als Vizepräsident im Aufsichtsrat dem Unternehmen erhalten. Sein Nachfolger als Generaldirektor wurde Karl Stoss.

1990 wurde er Präsident des Österreichischen Olympischen Comités und ist seit 1998 auch Mitglied des Internationalen Olympischen Comités (IOC). Am 4. September 2009 kündigte er seinen Rücktritt als Präsident des ÖOC an, Hintergrund sind ungeklärte Geldflüsse im Zusammenhang mit der gescheiterten Olympiabewerbung Salzburgs.

Er war mit der Kammersängerin Elisabeth Kales-Wallner verheiratet, die 2005 an Krebs verstarb.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Am 21. März 2006 wurde ihm die Würde eines Ehrensenators der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) verliehen. Er ist seit 1983 Ehrenbürger der Marktgemeinde Velden am Wörther See. 2007 wurde ihm das Große Silberne Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.[1]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF-Datei; 6,6 MB)