Velden am Wörther See

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Velden am Wörther See
Wappen von Velden am Wörther See
Velden am Wörther See (Österreich)
Velden am Wörther See
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Villach-Land
Kfz-Kennzeichen: VL
Fläche: 53 km²
Koordinaten: 46° 37′ N, 14° 3′ O46.612514.041944444444460Koordinaten: 46° 36′ 45″ N, 14° 2′ 31″ O
Höhe: 460 m ü. A.
Einwohner: 8.753 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 165 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9220
Vorwahl: 0 42 74
Gemeindekennziffer: 2 07 25
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Seecorso 2
9220 Velden am Wörther See
Website: www.velden.gv.at
Politik
Bürgermeister: Ferdinand Vouk (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(27 Mitglieder)
14 SPÖ, 7 FPK, 5 ÖVP,
1 GEL
Lage der Marktgemeinde Velden am Wörther See im Bezirk Villach-Land
Arnoldstein Arriach Bad Bleiberg Feistritz an der Gail Feld am See Ferndorf Finkenstein am Faaker See Fresach Hohenthurn Nötsch im Gailtal Paternion Rosegg Sankt Jakob im Rosental Stockenboi Treffen am Ossiacher See Velden am Wörther See Weißenstein Wernberg (Kärnten) Afritz am See Villach KärntenLage der Gemeinde Velden am Wörther See im Bezirk Villach-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick vom Pyramidenkogel auf die Bucht von Velden
Blick vom Pyramidenkogel auf die Bucht von Velden
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Velden am Wörther See [ˈfelden] (slowenisch: Vrba na Koroškem) ist eine Marktgemeinde mit 8753 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Villach-Land in Kärnten. Der Ort ist einer der bekanntesten und beliebtesten Fremdenverkehrsorte in Österreich.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Velden nimmt die Westbucht des Wörthersees ein.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Marktgemeinde Velden ist in acht Katastralgemeinden (Augsdorf, Duel, Kerschdorf ob Velden, Köstenberg, Latschach an der Drau, Lind ob Velden, St. Egyden, Velden am Wörther See) gegliedert und umfasst 30 Ortschaften (Einwohnerzahlen Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Aich (Dob), 141
  • Augsdorf (Loga Vas), 506
  • Bach (Potok), 129
  • Dieschitz (Deščice), 109
  • Dröschitz (Trešiče), 206
  • Duel (Dole), 137
  • Fahrendorf (Borovniče), 147
  • Göriach (Gorje), 281
  • Kantnig (Konatiče), 4
  • Kerschdorf (Črešnje), 293
  • Köstenberg (Kostanje), 177
  • Kranzlhofen (Dvor), 166
  • Latschach (Loče), 122
  • Lind ob Velden (Lipa), 802
  • Oberdorf (Zgornja vas), 313
  • Oberjeserz (Zgornje Jezerce), 176
  • Oberwinklern (Vogliče), 132
  • Pulpitsch (Polpače), 68
  • Rajach (Sreje), 213
  • Saisserach (Zajzare), 14
  • Sankt Egyden (Šentilj), 345
  • Selpritsch (Žoprače), 760
  • Sonnental, 408
  • Sternberg (Šentjurij na Strmcu), 73
  • Treffen (Trebinja), 86
  • Unterjeserz (Spodnje Jezerce), 186
  • Unterwinklern (Spodnje Vogliče), 63
  • Velden (Vrba), 2.211
  • Weinzierl (Vinare), 148
  • Wurzen (Koren), 327

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Ossiach Feldkirchen in Kärnten
Wernberg (Kärnten) Nachbargemeinden Techelsberg, Schiefling am See
Rosegg Sankt Jakob im Rosental Ludmannsdorf
Villa Carinthia in der Bahnhofstraße 26
Wörthersee-Architektur: Hotel Kointsch, Franz Baumgartner 1909
Seepromenade mit Schiffanlegestelle
Pfarrkirche Unsere Liebe Frau
Schloss Velden

Geschichte[Bearbeiten]

Die älteste urkundliche Erwähnung von Velden stammt aus dem Jahr 1150. Der Name leitet sich von Velben (Weide) ab.

Seit dem 12. Jahrhundert gehörte das Veldener Gebiet zur Herrschaft und Burg Hohenwart, die im Lauf der Jahrhunderte im Besitz der Grafen von Ortenburg und Cilli, des Millstätter St. Georgsritterordens und der Habsburger waren. 1545 die erwarben die Khevenhüller die Herrschaft über Landskron und Velden. Die ab 1603 selbständige Herrschaft Velden ging im Zuge der Gegenreformation 1629 in den Besitz der Grafen von Dietrichstein über.

Bei der Auflösung der Herrschaft durch das Gemeindegesetz vom 17. März 1849 umfasste das Gemeindeterritorium die Katastralgemeinden Velden, Augsdorf, Duel, Lind Emmersdorf, Kerschdorf, Köstenberg und Sand. Am 1. Jänner 1850 wurde aus diesen Gemeinden die selbständige Großgemeinde Velden, die im 19. und 20. Jahrhundert mehrmals ihre Größe änderte. Bei der Neuordnung der Gemeindestruktur in Kärnten 1972/73 wurde das Gemeindegebiet etwa auf die Größe von 1850 zurückgeführt.

Im Jahre 1853 nahm die Linienschifffahrt mit dem Raddampfer „Maria-Wörth“ ihren Betrieb auf. Elf Jahre später wurde der Wörthersee durch die Verlängerung der Südbahn von Klagenfurt nach Villach an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Im selben Jahr, 1864, begann mit der Eröffnung der ersten Badeanstalt in Velden, der bald weitere folgten, die Entwicklung zum Kurort.

Am 13. März 1881 ereignete sich ein Großbrand, der das alte bäuerliche Velden vernichtete und dazu beitrug, dass Velden noch vor Beginn der Badesaison zu einem Villen-Kurort ausgebaut wurde.

Den Namenszusatz „am Wörther See“ führt die Gemeinde seit 1893, Marktgemeinde ist Velden seit dem 2. Mai 1947.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Laut Volkszählung 2001 weist die Marktgemeinde Velden eine Wohnbevölkerung von 8.545 auf. Davon besitzen 93,1 % die österreichische, 3,6 % die deutsche und 1,8 % die bosnische Staatsbürgerschaft. Der Anteil der Kärntner Slowenen an der Gesamtbevölkerung beträgt 2,8 %.

78,7 % der Veldener bekennen sich zur römisch-katholischen Kirche, 7,2 % zur evangelischen und 1,2 % zum Islam, 8,6 % der Bevölkerung ist ohne religiöses Bekenntnis.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Logo von Velden
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Velden am Wörther See

Sakralbauten[Bearbeiten]

  • Die Pfarrkirche Hl. Johannes der Täufer in Kranzlhofen wurde zwischen 1175 und 1181 erstmals urkundlich erwähnt.
  • Die Pfarrkirche Unsere Liebe Frau am Westrand der Ortschaft Velden wurde 1937 erbaut, war zunächst Filiale von Kranzlhofen und ist seit 1949 eigenständige Pfarre.

Profanbauten[Bearbeiten]

Schloss Velden[Bearbeiten]

siehe Hauptartikel: Schloss Velden (Kärnten)

Casino Velden[Bearbeiten]

Das Casino wurde 1922 eröffnet und 1934 durch die staatliche Österreichische Casino AG (heute Casinos Austria AG) übernommen. Ein im November 1987 begonnener Neubau wurde 1989 seiner Bestimmung übergeben.

Villen der Wörthersee-Architektur[Bearbeiten]

  • Villa Helene (ehemals Villa Schick), Ende 19. Jahrhundert als Landhaus errichtet
  • Wohn- und Geschäftshaus Kuzmany, Georg Wünschmann, 1897/98
  • Mösslacherhaus, früher Bau von Franz Baumgartner
  • Hotel Kointsch, Franz Baumgartner, 1909
  • Hotel Mösslacher, Franz Baumgartner, 1912
  • Hotel Carinthia, Franz Baumgartner, 1924/26
  • Villa Stelzer, Franz Baumgartner, 1925
  • Feuerwache, Spritzenhaus, Franz Baumgartner, 1925
  • Haus Klützke, Franz Baumgartner, 1925/30
  • Haus Hilde Gessenharter, Franz Baumgartner, 1930
  • Haus Seeblick, Franz Baumgartner, 1933
  • Villa Carinthia, erbaut Ende des 19. Jahrhunderts

Kaiserbrunnen[Bearbeiten]

Zur Erinnerung an das 60. Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Josef I. (1848-1908) wurde der Kaiserbrunnen unweit des Veldener Zugbahnhofes errichtet. Er spendet Hochquellen-Trinkwasser. Renoviert wurde der Brunnen, der vom Wasserwerk in Velden-Schiefling versorgt wird, im Jahre 1969.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 27 Mitgliedern und setzt sich seit der letzten Gemeinderatswahl 2009 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Mit Ferdinand Vouk stellt die SPÖ den Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten]

Seit etwa 1900 wurde von der Gemeinde ein Wappen mit dem Schlossportal auf einem mit Seerosen belegten Wellenschildfuß verwendet. Die heutige Form geht auf einen Entwurf des lokalen Grafikers Heinrich Ebner zurück.

Wappen at velden-am-woerther-see.png
Villa Maire in Unterwinklern

Wellenschildfuß und Seerose charakterisieren die Lage des Hauptortes am Wörthersee, das manieristische Schlossportal von 1603 erinnert an die Khevenhüller und deren Lustschloss in Velden. Das Wappen wurde der Marktgemeinde am 4. September 1965 offiziell verliehen. Die amtliche Blasonierung lautet:

„Ein von Rot und Blau im silbernen Wellenschnitt im Verhältnis 3 zu 2 geteilter Schild, dessen unteres Feld von sechs zum Schnitt parallelen silbernen Wellenlinien geteilt ist. Im Schildfuß eine goldene, schwarz gefasste Seerose mit drei grünen, schwarz gefassten Blättern, die von einem bis zu oberene Schildrand reichenden silbernen, schwarz gefugten Rustikaportal (Form des Veldener Schlossportals) überhöht wird.“[2]

Die Fahne ist Rot-Weiß mit eingearbeitetem Wappen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Anton Kreuzer: Augsdorf am Wörther See - Eine Urlaubsgemeinde stellt sich vor. Velden 1971, Herausgeber, Verleger und Eigentümer: Touristen-Informationsamt der Gemeinde Augsdorf am Wörther See, A-9220 Velden am Wörther See, Kärnten.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Velden am Wörther See – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen, S. 86. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1