Lesley Walker

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Lesley Walker (* im 20. Jahrhundert) ist eine britische Cutterin.[1]

Leben[Bearbeiten]

Obwohl Lesley Walker immer irgendwie mit Kunst arbeiten wollte, war es eher der Zufall, der sie dazu führte, als Assistentin in einem kleinen Filmlabor zu arbeiten. Sie war Laufbursche, arbeitete an der Rezeption und ab und zu auch mit den Negativen. Von dort aus wechselte sie als Sekretärin und Schnittassistentin zu einer Schneidefirma, wo beim Filmschnitt von Werbespots und Kinderfilmen half. Während dieser Zeit arbeitete sie mit Tom Priestley und John Bloom zusammen. Insbesondere für Bloom assistierte sie in den folgenden Jahren in Filmen wie Finale in Berlin, Der Löwe im Winter und Das vergessene Tal.[1]

Nachdem sie parallel dazu einzelne Werbespots eigenverantwortlich schnitt, durfte Walker ab 1977 erstmals mit Ein Porträt des Künstlers als junger Mann selbstständig einen Filmschnitt leiten. Bereits von Anfang an schnitt sie Filmdramen, weswegen sie sowohl mit Terry Gilliam als auch mit Richard Attenborough als Hauptcutterin seit Jahrzehnten eine intensive Zusammenarbeit pflegt. Für Gilliam schnitt sie seit 1991 mit König der Fischer all dessen Filmprojekte als Regisseur, mit Ausnahme von 12 Monkeys und Das Kabinett des Dr. Parnassus, für die jeweils Mick Audsley als Cutter einsprang. Nachdem John Bloom nicht mehr mit Attenborough zusammenarbeitete, sprang Walker auch für ihren alten Lehrmeister ein und übernahm ab 1987 mit Schrei nach Freiheit erstmals ein Projekt für Attenborough, worauf Filme wie In Love and War, Grey Owl und Closing the Ring folgten.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

BAFTA Award
  • 1987: Bester Schnitt – Mona Lisa (nominiert)
  • 1988: Bester Schnitt – Schrei nach Freiheit (nominiert)
Genie Award
  • 2007: Bester Schnitt – Tideland (nominiert)
American Cinema Editors
  • 2008: Bester Filmschnitt – Mamma Mia (nominiert)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Roy Perkins & Martin Stollery: British Film Editors: The Heart of the Movie auf screenonline.org (englisch), abgerufen am 6. November 2011