Lilyhammer

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Seriendaten
Deutscher Titel Lilyhammer
Originaltitel Lilyhammer
Produktionsland Norwegen,
Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Jahr(e) seit 2012
Produktions-
unternehmen
Rubicon TV,
SevenOne International
Länge 45 Minuten
Episoden 16 in 2+ Staffeln
Genre Krimi, Dramedy
Produktion Agnete Thuland,
Trond Berg-Nilsen
Idee Anne Bjørnstad,
Eilif Skodvin
Musik Frans Bak
Erstausstrahlung 25. Januar 2012 (Norwegen) auf NRK1
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
17. Januar 2013 auf SRF zwei
Besetzung
Synchronisation
Episodenliste

Lilyhammer ist eine norwegisch-US-amerikanische Krimiserie mit Steven Van Zandt in der Hauptrolle des New Yorker Gangsters Frank Tagliano, der im norwegischen Lillehammer ein neues Leben anzufangen versucht. Sie ist eine Koproduktion der staatlichen norwegischen Rundfunkanstalt NRK und des US-amerikanischen Video-on-Demand-Anbieters Netflix und stellt die erste Eigenproduktion von Netflix dar. Die Erstausstrahlung erfolgte am 25. Januar 2012 beim norwegischen Sender NRK1, bevor am 6. Februar 2012 über Netflix alle acht produzierten Episoden der ersten Staffel abrufbar waren. Die deutschsprachige Erstausstrahlung begann am 17. Januar 2013 auf dem Schweizer Sender SRF zwei.

Handlung[Bearbeiten]

Staffel 1[Bearbeiten]

Frank „The Fixer“ Tagliano, ein Mitglied der New Yorker Mafia, kommt ins Zeugenschutzprogramm, nachdem er in einem Prozess gegen seinen damaligen Boss ausgesagt hatte. Er entscheidet sich nach Lillehammer (Norwegen), dem Austragungsort der olympischen Winterspiele 1994, umzusiedeln. Seit er damals Bilder von den Spielen im Fernsehen gesehen hat, ist er von der Kleinstadt fasziniert. Seine neue Identität ist die des norwegisch-amerikanischen Einwanderers Giovanni Henriksen.

Schon bald freundet er sich mit einer Lehrerin namens Sigrid und ihrem Sohn Jonas an, denen er auf seiner ersten Zugfahrt nach Lillehammer begegnet. Nachdem die beiden die Nacht zusammen verbringen, wird sie mit Zwillingen schwanger. Henriksen verfällt schnell wieder seinen alten rücksichtslosen Methoden, um es in seinem neuen Leben zu etwas zu bringen. So schafft er es, den Beamten Jan Johanssen mit Fotos von ihm zusammen mit nackten, möglicherweise minderjährigen Mädchen zu erpressen, um eine Genehmigung für die Eröffnung seiner eigenen Bar, dem Flamingo, zu bekommen. Dort gibt er Torgeir, einem arbeitslosen Bekannten, eine Stelle. Die beiden sind von nun an Partner. Nachdem Jan Giovanni wegen des Druckmittels die Eröffnung ermöglicht und weitere Gefallen getan hat, gibt Henriksen die Fotos als Dank zurück. Später verärgert er den hiesigen Polizisten Geir Tvedt, da er dessen Band nicht im Flamingo auftreten lässt. Dieser beginnt nun in Henriksens Vergangenheit herumzuschnüffeln und hält ihn für einen Terroristen. Als er Henriksen bei einer Veranstaltung mit einer Spielzeugpistole sieht, denkt Tvendt, dass es sich um einen Terroranschlag handelt. Wegen der fälschlichen gewaltsamen Festnahme Henriksens wird Geir Tvendt für mehrere Monate vom Dienst suspendiert. Er bekommt von Kollegen eine Reise nach New York bezahlt. Als er bei der Einreise nach Amerika wegen verdächtigen Verhaltens im Flugzeug verhört wird, entdecken die amerikanischen Beamten Fotos von Frank Tagliano/Giovanni Henriksen und fragen Tvendt, weshalb dieser Bilder eines Maifiamitglieds besitzt. Dieser versucht nun nach seiner Freilassung mehr über die wahre Identität Henriksens zu erfahren, und trifft sich mit zwei von Franks ehemaligen Kollegen. Bei dem Gespräch kommt es zu einem Unfall mit einer Schusswaffe und Tvendt wird getötet. Die New Yorker Mafia weiß nun, dass Tagliano sich in Norwegen aufhält, da Tvendt eine Tasche mit seiner Adresse bei sich hatte, und sendet die beiden Gangster nach Lillehammer aus, um den Verräter Tagliano zu eliminieren.

In Lillehammer angekommen, entführen sie Sigrids Sohn Jonas, und verlangen dass Henriksen sich stellt. Jonas gelingt es, zu fliehen, noch bevor Henriksen am vereinbarten Ort auftaucht. Er wird nun von einem der Gangster mit einer Pistole bedroht, jedoch wird er kurz bevor er abdrückt von seinem Kollegen erschossen. Dieser bietet Henriksen an, in New York zu behaupten, dass sich der Gangster und Frank Tagliano gegenseitig erschossen haben, da er ihn nicht töten will und ihn immer respektiert hat. Sie einigen sich darauf und vergraben die Leiche am Tatort im Wald. Dort werden sie von der örtlichen Polizistin Laila Hovland entdeckt und zur Rede gestellt. Bevor sie die beiden festnehmen möchte, sagt Henriksen, dass der Tote für den Mord an ihrem Kollegen Geir Tvendt verantwortlich war. Dadurch entschließt sich Hovland, sie nicht zu verhaften und kündigt ihre Stelle bei der Polizei, um Autorin zu werden. Unterdessen verliert Jan seine Stelle, weil einige der Fotos, die ihm aus der Tasche gefallen sind, in Umlauf gebracht wurden. Er beginnt nun für Henriksen im Flamingo zu arbeiten. Wegen der Entführung ihres Sohnes und weil sie das Gefühl hat, dass er sie anlügt, verlässt Sigrid Giovanni.

Staffel 2[Bearbeiten]

Zu Beginn der zweiten Staffel zerstört Torgeir zusammen mit seinem Bruder und Roy, einem Biker, bei einem Unfall versehentlich das Auto eines britischen Ex-Hooligans. Als dieser daraufhin im Flamingo die Verantwortlichen sucht und Henriksen mit einer Waffe bedroht wird er von Torgeir mit einer Stricknadel von hinten getötet. Die Verwandten des Hooligans reisen nun aus England an, um Rache an Torgeir zu nehmen. Dazu wollen sie seinen Bruder Roar töten. Henriksen und seinen Helfern gelingt es jedoch sie mit einem Trick auf Glatteis zu führen, wo sie einbrechen und anschließend erfrieren. Roar kann gerettet werden. Jan beginnt unterdessen eine Beziehung mit der Leiterin des örtlichen Asylantenheims. Dieses wird später von ihm und Henriksen durch Betrug als Geldquelle genutzt. Als es zur Trennung von Jan und der Leiterin kommt, gesteht diese der Polizei die Betrügerei Jans. Bei einem Streit der Beiden wird sie versehentlich von Jan getötet. Er beantragt daraufhin Asyl im Irak, um ein neues Leben zu beginnen. Unterdessen wird in Oslo eine Bank überfallen, bei dem Raub werden mehrere Tresore geplündert, darunter auch einer, der Informationen zur wahren Identität Giovannis beinhaltet. Er wird von einem Mitglied des norwegischen Geheimdienstes darüber informiert und gewarnt. Henriksen schafft es, die Akten zurückzuholen, und vernichtet sie, die Diebe besitzen jedoch eine Kopie, die sie an die New Yorker Mafia verkaufen wollen. Dabei geraten sie an Robby, den Gangster, der Giovanni töten sollte, und ihn gehen ließ. Dieser tötet die Beiden, um seine Tat zu vertuschen, allerdings fällt die Kopie einem seiner Kollegen in die Hände, welcher sie an den Mafiaboss weitergibt. Da sich in den Akten ein Foto von Giovanni aus der Zeit nach seinem vermeintlichen Tod befindet, erkennt er, dass Robby gelogen hat und Tagliano lebt. Er will ihn umbringen lassen, das Attentat scheitert jedoch. Robby bekommt unterdessen von seinem Onkel, ebenfalls ein ranghohes Mafiamitglied, die Erlaubnis, den Boss zu töten. Er sucht Tagliano in Norwegen auf, um ihn um seine Unterstützung und seine Rückkehr nach Amerika zu bitten. Tagliano lehnt zuerst ab, tötet den Mafiaboss mit Hilfe von Torgeir und Freunden dann doch in New York. Er kehrt anschließend nach Lillehammer zurück. In der Schlußszene der 2. Staffel sieht man ihn 8 Monate später zufrieden mit seinen Zwillingen beim Rentierrennen.

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation entsteht unter der Dialogregie von Marina Köhler durch die Synchronfirma Scalamedia GmbH in München.[1]

Rollenname Schauspieler Synchronsprecher[1]
Frank Tagliano/Giovanni „Johnny“ Henriksen Steven Van Zandt Thomas Rauscher
Torgeir Lien Trond Fausa Aurvåg Jakob Riedl
Sigrid Haugli Marian Saastad Ottesen Melanie Manstein
Roar Lien Steinar Sagen Alexander Brem
Julius Backe Sven Nordin
Laila Hovland Anne Krigsvoll Bettina Redlich
Jonas Haugli Mikael Aksnes-Pehrson
Geir „Elvis“ Tvedt Kyrre Hellum Philipp Brammer

Produktion und Ausstrahlung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Lilyhammer/Episodenliste
Norwegen und die Vereinigten Staaten

Die erste Staffel wurde 2011 in New York City und in Lillehammer gedreht, die Postproduktion war im November 2011 beendet. Die Ausstrahlung in Norwegen sollte ursprünglich bereits am 1. Januar 2012 beginnen, wurde allerdings durch einen Streit zwischen NRK und den Produzenten wegen Product Placement, das nach norwegischem Recht nicht erlaubt ist, verschoben. Schließlich startete die Serie am 25. Januar 2012 beim Sender NRK1 und erreichte dabei eine Rekordeinschaltquote von knapp einer Million Zuschauer, was in etwa einem Fünftel der Bevölkerung Norwegens entspricht.[2] Die restlichen Episoden wurden bis zum 14. März 2012 gesendet. In den Vereinigten Staaten erfolgte die Veröffentlichung über den Video-on-Demand-Anbieter Netflix, der die komplette erste Staffel am 6. Februar 2012 zum Abrufen bereitstellte.[3]

Im April 2012 wurde die Serie um eine zweite Staffel verlängert,[4] deren Produktion von Januar bis April 2013 dauerte. Die Premiere der zweiten Staffel fand am 23. Oktober 2013 im norwegischen Fernsehen statt und wurde von über 920.000 Zuschauern gesehen.[5] Das Finale der zweiten Staffel wurde am 11. Dezember 2013 gezeigt. Zwei Tage später stellte Netflix in den Vereinigten Staaten gleichzeitig alle Episoden der zweiten Staffel zum Abrufen bereit.[6]

Im Dezember 2013 gab NRK1 die Produktion einer dritten Staffel bekannt, zu der ein Budget von 120 Millionen norwegische Kronen (entspricht in etwa 14,5 Millionen Euro) zu Verfügung steht. Die Dreharbeiten dazu sollen im Januar 2014 beginnen.[7]

Deutschsprachiger Raum

Die deutschsprachige Erstausstrahlung der ersten Staffel begann am 17. Januar 2013 beim Schweizer Sender SRF zwei. Der Sender zeigte bis zum 7. Februar 2013 alle Episoden der Staffel als Doppelfolgen.[8] Die Ausstrahlung der zweiten Staffel begann der Sender am 3. März 2014.[8] In Deutschland übernahm der Bezahlfernsehsender TNT Serie die Ausstrahlung und zeigte die ersten acht Episoden vom 7. April bis zum 19. Mai 2013 jeweils sonntags.[9] Die zweite Staffel wurde vom 8. Januar bis zum 26. Februar 2014 bei TNT Serie ausgestrahlt.

Außerdem haben sich der österreichische und der deutsche Free-TV-Sender ORF eins und Arte die Ausstrahlungsrechte gesichert.[10] Auf ORF eins lief die erste Staffel am 16. Februar 2014 an.[11] Auf Arte soll die Ausstrahlung ab 30. Oktober 2014 stattfinden.[12]

International

Lilyhammer wird bereits in über 130 verschiedenen Ländern in Nord- und Südamerika, Europa, Ost- und Südostasien sowie im Nahen Osten und in Ozeanien verbreitet.[13] So wird die Serie auch in Kanada, Lateinamerika, im Vereinigtem Königreich, Schweden, Belgien, Frankreich, Finnland und Australien ausgestrahlt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Lilyhammer in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 13. Dezember 2013.
  2. Nina Berglund: ‘Lilyhammer’ sets new NRK record. In: NewsinEnglish.no. 26. Januar 2012. Abgerufen am 15. Mai 2013.
  3. Adam Arndt: Lilyhammer: Erste Netflix-Serie startet im Februar. In: Serienjunkies.de. 6. Januar 2012. Abgerufen am 15. Mai 2013.
  4. Rainer Idesheim: Staffel 2 der Serie Lilyhammer bestellt. In: Serienjunkies.de. 18. April 2012. Abgerufen am 15. Mai 2013.
  5. Jørn Pettersen: 922.000 så første episode av «Lilyhammer». In: VG.no. 24. Oktober 2013. Abgerufen am 18. November 2013.
  6. Nellie Andreeva: Netflix Sets Second Season Premiere Of ‘Lilyhammer’. In: Deadline.com. 6. November 2013. Abgerufen am 18. November 2013.
  7. Lenka Hladikova: Lilyhammer: NRK 1 bestellt 3. Staffel. In: Serienjunkies.de. 3. Dezember 2013. Abgerufen am 3. Dezember 2013.
  8. a b Lilyhammer: Sendetermine der Fernsehserie auf SRF zwei. In: Fernsehserien.de. Abgerufen am 15. Mai 2013.
  9. Lilyhammer: Sendetermine der Fernsehserie auf TNT Serie. In: Fernsehserien.de. Abgerufen am 18. November 2013.
  10. Bernd Michael Krannich: Lilyhammer: Arte und ORF 1 sichern sich Ausstrahlungsrechte. In: Serienjunkies.de. 6. Februar 2013. Abgerufen am 15. Mai 2013.
  11. Lilyhammer: Sendetermine der Fernsehserie auf ORF eins. In: Fernsehserien.de. Abgerufen am 25. März 2014.
  12. Timo Niemeier: Arte holt Netflix-Serie "Lilyhammer" ins Free-TV. In: DWDL.de. 12. Juni 2014. Abgerufen am 14. Juni 2014.
  13. Magne Hansen: Lilyhammer solgt til over 130 land. In: NRK.no. 15. Februar 2013. Abgerufen am 15. Mai 2013.