Limbach (Schmelz)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

49.4760446.898341325Koordinaten: 49° 28′ 34″ N, 6° 53′ 54″ O

Limbach
Gemeinde Schmelz
Wappen der ehemaligen Gemeinde Limbach
Höhe: 325 m ü. NN
Einwohner: 2515 (2010)
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 66839
Vorwahl: 06887
Limbach (Saarland)
Limbach

Lage von Limbach in Saarland

Blick aus östlicher Richtung auf Limbach

Blick aus östlicher Richtung auf Limbach

Die Alte Kirche
Die katholische Pfarrkirche St. Willibrord

Limbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Schmelz im Landkreis Saarlouis, Saarland.

Lage[Bearbeiten]

Limbach liegt im Norden der Gemeinde Schmelz an den Hängen eines vom Talbach oder Wurzelbach durchflossenen Tales[1].

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1201 wurde Limbach erstmals urkundlich erwähnt, doch die Wurzeln des Ortes reichen zumindest bis in die keltische Zeit zurück. „Die Birg“ (Quelle von Sagen um den Raubritter „Birg-Peter“), eine keltische, spätrömische und mittelalterliche Befestigung, wurde in den 1980er Jahren umfangreichen archäologischen Untersuchungen unterzogen. In Limbach und der näheren Umgebung finden sich viele Spuren aus römischer Zeit.

Im Mittelalter war Limbach zusammen mit dem Schaumberger Land Teil der Besitzungen der Grafen von Blieskastel, bevor es 1291 lothringisch wurde. Im Jahr 1766 fiel Lothringen und damit auch Limbach an Frankreich. 1787 wurde Limbach dem Herzogtum Pfalz-Zweibrücken zugesprochen. Durch die Folgen der Französischen Revolution war der Ort von 1794 bis 1814 wieder französisch. Zur Zeit dieser zweiten französischen Herrschaft begann im Jahr 1796 in Limbach der Schulunterricht[2]. Nach 1814 wurde das Dorf ein Teil Preußens, das ab 1871 ein Teil des Deutschen Reiches wurde.

Am 10. Dezember 1897 wurde die Bahnstrecke Lebach – Limbach – Nonnweiler eröffnet, auf der bis 1980 Personenverkehr stattfand.

Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte Limbach 1919 zum Saargebiet. Durch eine Volksabstimmung am 13. Januar 1935 kam es wieder zum Deutschen Reich. Von 1945 bis 1956 als Teil des Saarprotektorats wieder unter französischer Verwaltung, kam es am 1. Januar 1957 mit dem Saarland zur Bundesrepublik Deutschland. Im Rahmen einer Gebiets- und Verwaltungsreform kam die zum Amt Schmelz gehörende Gemeinde Limbach (Kreis Saarlouis) am 1. Januar 1974 als Ortsteil zur Gemeinde Schmelz.[3]

Einwohnerentwicklung[4]

Jahr 1803 1895 1951 1961 1970 1977 2010
Einwohner 367 1046 2081 2342 2655 2997 2515

Politik[Bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Ortsrat[5]:

(Stand: Juli 2009)

Ortsvorsteher[Bearbeiten]

Ortsvorsteher ist Bernhard Zimmer (CDU)[6].

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonieriung des Wappens lautet: Gespalten, vorne in Rot eine wachsende silberne beblätterte Rosenstaude mit fünf (3:2) Rosen, hinten in Gold auf rotem Sockel ein roter Zinnenturm mit silbernem Tor und silbernen Fenstern[1].

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Ältestes Bauwerk von Limbach ist der Turm der um 1200 errichteten Alten Kirche, dessen Kreuzgewölbe im Inneren um 1450 mit 4 Posaunenengeln ausgemalt wurde. Um 1750 erfolgte eine Vergrößerung der Kirche, wobei die mittelalterlichen Motive mit einer Darstellung des Martyriums des Hl. Sebastians übermalt wurde. Im Jahr 1912 wurde das Gebäude einer Renovierung unterzogen und steht der Pfarr-, Kultur- und Jugendarbeit zur Verfügung.

Gegenüber der Alten Kirche befindet sich die von 1906 bis 1908 im neugotischen Stil erbaute neue Pfarrkirche St. Willibrord.

Sport[Bearbeiten]

Limbach ist Heimat des SV Blau-Weiß Limbach Dorf e.V. mit dem Werner-Risch-Stadion[7].

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im westlich von Limbach gelegenen Industriegebiet „Über Prims" werden rund 500 Arbeitsplätze bereitgestellt[1].

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Limbach (Schmelz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c ...über Schmelz » Ortsteile / Gemeindebezirke » Limbach Auf: www.schmelz.de, abgerufen am 25. Oktober 2012
  2. Schule in Limbach, Informationen auf der Infotafel Limbach (PDF; 13,12 MB) Auf: www.schmelz.de, abgerufen am 26. Oktober 2012
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 808.
  4. Infotafel Limbach (PDF; 13,12 MB) Auf: www.schmelz.de, abgerufen am 25. Oktober 2012
  5. Sitzzuteilung Ortsratswahl Limbach 2009 (PDF; 39 kB), Auf: www.schmelz.de, abgerufen am 25. Oktober 2012
  6. Ortsvorsteher & Ortsrat Auf: www.limbach-dorf.de, abgerufen am 25. Oktober 2012
  7. Sportplatz Auf: www.limbach-dorf.de, abgerufen am 25. Oktober 2012