Lorde

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit der neuseeländischen Sängerin Lorde. Für weitere Personen mit diesem Namen siehe Lorde (Begriffsklärung).
Lorde in Seattle (2013)

Lorde (/ˈlɔrd/[1], * 7. November 1996[2] in Devonport, Auckland, Neuseeland; eigentlicher Name Ella Marija Lani Yelich-O'Connor[3]) ist eine neuseeländische Musikerin.

Biografie[Bearbeiten]

Lorde bei den ARIA Music Awards (2013)

Ihre Mutter ist die preisgekrönte Poetin Sonja Yelich, ihr Vater Vic O'Connor ist Bauingenieur von Beruf. Sie hat zwei Schwestern und einen Bruder. Sie ist kroatischer und irischer Abstammung[4].[5]

In der Zwischenstufe (7./8. Klasse) nahm Lorde am Talentwettbewerb an ihrer Schule in Belmont teil. Eine Videoaufzeichnung davon gelangte zu Universal Music, die mit ihr Kontakt aufnahmen, als sie erst 12 Jahre alt war. Sie nahmen sie unter Vertrag und unterstützten ihre Entwicklung.[6][7] Mit 15 nahm ihre Musikkarriere dann konkrete Formen an. Sie stellte ihre ersten richtigen Songs fertig, vor allem die Texte. Ihre Vorliebe für Sprache kommt auch von ihrer Mutter, die selbst Gedichte schreibt. Zusammen mit Joel Little als Produzent setzte sie sie dann musikalisch um. Little war während der 2000er Sänger der Pop-Punk-Band Goodnight Nurse und hatte zuvor schon Songs für die Elektropop-Band Kids of 88 geschrieben und produziert. Den Künstlernamen Lorde mit einem stummen e am Ende wählte sie aus ihrem Interesse für Aristokratie und Königshäuser heraus.

Ende 2012 veröffentlichte sie ihre erste EP mit dem Titel The Love Club zuerst frei im Internet. Innerhalb kurzer Zeit wurden die fünf Titel 20.000-mal abgerufen und Lorde wurde weit über Neuseeland hinaus bekannt.[8] Im Frühjahr 2013 wurde die EP dann offiziell bei iTunes angeboten. Sie erreichte Platz zwei der neuseeländischen Albumcharts. Der Song Royals von der EP wurde sogar ein Nummer-eins-Hit in den Singlecharts. Drei Wochen blieb das Lied an der Spitze und wurde mit Dreifachplatin ausgezeichnet.[9] Bei YouTube wurde das zugehörige Video bis dahin über fünfzig Millionen Mal aufgerufen[10], bei Soundcloud kam eine weitere Dreiviertelmillion an Abrufen dazu.

Erst danach, im Mai, hatte sie ihre ersten Auftritte in Neuseeland und Australien, die alle ausverkauft waren.[11][12] Kurz darauf erschienen zwei neue Songs in Neuseeland. Tennis Court erreichte erneut Platz eins. Anfang Juli wurde ihr erster Song Royals in den USA veröffentlicht und entwickelte sich auch dort zum Hit. Das Lied stieg kontinuierlich in den Charts und Lorde übernahm Ende September als erster Interpret aus Neuseeland[2] Platz eins der US-Singlecharts. Mit neun Wochen an der Chartspitze war es das zweiterfolgreichste Lied des Jahres in den Staaten. Bei YouTube stiegen die Zugriffe auf das Video weltweit über 15 Millionen.

Zur gleichen Zeit wurde das Debütalbum Pure Heroine veröffentlicht, das außer den beiden Nummer-eins-Hits nur neue Lieder enthielt. Vorab konnte sich der Song Team in den Charts platzieren. Das Album stieg dann Anfang Oktober auf Platz eins in Neuseeland und Australien sowie auf Platz drei in den USA ein, Team entwickelte sich in Neuseeland und den USA zum Top-Ten-Hit.

Ende 2013 wurde Lorde für vier Grammy Awards nominiert, dreimal für Royals und einmal für das Album Pure Heroine. Bei der Grammy-Verleihung 2014, bei der sie auch selbst mit dem Song Royals auftrat, bekam sie dann zwei Auszeichnungen: in der Hauptkategorie Song des Jahres und für die beste Pop-Darbietung.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[13] Anmerkungen
DE AT CH UK US AU NZ
2013 Pure Heroine 13
(… Wo.)
14
(26 Wo.)
8
(… Wo.)
4
(35 Wo.)
3
(… Wo.)
1
(… Wo.)
1
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. September 2013
NZ: 4-fach-Platin[14], AU: Doppelplatin[15], US: Platin[14], DE: Gold[16]

EPs[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[13] Anmerkungen
DE AT CH UK US AU NZ
2012 The Love Club EP 65
(4 Wo.)
21
(42 Wo.)
2
(41 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. November 2012
2013 The Tennis Court EP Erstveröffentlichung: 7. Juni 2013

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[13] Anmerkungen
DE AT CH UK US AU NZ
2013 Royals
Pure Heroine
8
(33 Wo.)
2
(26 Wo.)
3
(31 Wo.)
1
(24 Wo.)
1
(44 Wo.)
1 1
(51 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. März 2013
Grammy
Tennis Court
Pure Heroine
83
(1 Wo.)
71
(… Wo.)
20
(22 Wo.)
1
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Juni 2013
Team
Pure Heroine
20
(… Wo.)
10
(20 Wo.)
18
(14 Wo.)
29
(7 Wo.)
6
(… Wo.)
19
(23 Wo.)
3
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. September 2013
2014 Glory and Gore
Pure Heroine
68
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. März 2014
1 In Australien chartete die EP The Love Club EP in den Singlecharts, wodurch die Verkaufszahlen von Royals und The Love Club zu der EP addiert wurden.

Promo-Tonträger[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[13] Anmerkungen
NZ UK
2013 Ribs
Pure Heroine
29
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 2013
2014 Royals/White Noise
live von den BRIT Awards 2014
72
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2014
(mit Disclosure feat. AlunaGeorge)

weitere Promo-Tonträger:

  • 2013: Bravado
  • 2013: Buzzcut Season
  • 2013: No Better

Weitere Chartplatzierungen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[13] Anmerkungen
NZ UK
2013 The Love Club
The Love Club EP
17
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 2013
Verkäufe: + 7.500
Swingin’ Party
The Tennis Court EP
10
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 2013
Everybody Wants to Rule the World
Die Tribute von Panem – Catching Fire (O.S.T.)
14
(2 Wo.)
65
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lorde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. 5 things to know about Lorde The Washington Post, 24. Oktober 2013
  2. a b Lorde celebrates 17th birthday after MOMA bash, TV NZ, 7. November 2013
  3. Here Is Lorde's Birth Certificate, The Hairpin, 28. Januar 2014
  4. Lords Abstammung
  5. Lord's Biografie
  6. People I met and liked: Lorde. katherine is awesome (Blog), 24. Januar 2013
  7. Taking Flight: 16-year-old Ella Yelich-O'Connor vs. Lorde, Popstar, Pigeons and Planes, Mai 2013
  8. Everybody, Meet Lorde. She's New. One Trick Pony
  9. The Official NZ Music Charts
  10. YouTube-Video zu "Royals"
  11. Lorde: Behind the success story, The New Zealand Herald, 2. Mai 2013
  12. New Zealand’s Lorde Announces Debut 2013 Australian Tour, Tonedeaf, 10. April 2013
  13. a b c d e Chartquellen: DE AT CH UK US AU NZ
  14. a b Lorde’s “Pure Heroine” Goes Platinum In The US, Hussein Moses, The Corner, 3. März 2014
  15. ARIA Charts - Accreditations - 2014 Albums, ARIA, abgerufen am 4. Juli 2014
  16. Lorde: Gold für "Pure Heroine", Renzo Wellinger, Musikmart, 3. Juli 2014