Ludwigshafen-Oppau
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| Wappen | Karte | ||
| Daten | |||
| Fläche: | 5.2 km² | ||
| Einwohner: | 9718 | ||
| Bevölkerungsdichte: | 1869 Einwohner/km² | ||
| Postleitzahl: | 67069 | ||
Oppau ist ein Stadtteil der Stadt Ludwigshafen am Rhein, in dem die BASF 1913 ein weiteres Werk eröffnete. Dadurch wurde aus dem Bauerndorf eine Industriegemeinde, die, 1928 mit der Gemeinde Edigheim vereinigt, 1929 noch Stadtrechte erhielt. 1938 wurde Oppau nach Ludwigshafen eingemeindet.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Klima
Der Jahresniederschlag beträgt 550 mm. Die Niederschläge sind niedrig. Sie liegen im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 11 Prozent der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 2,4 mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren stark. An 70 Prozent der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
[Bearbeiten] Geschichte
Oppau wurde bereits in Urkunden des Lorscher Codex des Benediktinerklosters Lorsch als Ophowa erwähnt (10. Juni des Jahres 808).[1] Spätere Namensvarianten sind Oppaw, Opphauus und Oppawin.
Am 1. April 1928 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Edigheim eingegliedert. Im Jahr 1938 wurde Oppau nach Ludwigshafen eingemeindet.[2]
[Bearbeiten] Chemieunfälle
In Oppau ereignete sich im Werksteil Nord der BASF ein schweres Chemieunglück. Die Explosion des Oppauer Stickstoffwerkes am 21. September 1921 gilt als größte Industriekatastrophe in der deutschen Geschichte (561 Tote). 1922 bis 1925 hatte der Architekt Prof. Albert Boßlet die Gesamtleitung für den Wiederaufbau des zerstörten Oppau.
Ein weiteres Unglück geschah am 29. Juli 1943, als ein Kesselwagen explodierte. Es soll zwischen 57 und 70 Tote gegeben haben, darunter zahlreiche Fremdarbeiter. Die Detonation hat in Oppau zahlreiche Fensterscheiben zum Zerspringen gebracht.
[Bearbeiten] Partnerschaft
Seit 1998 besteht eine durch die BASF iniitierte Partnschaft zwischen Oppau und der französischen Gemeinde Breuil-le-Sec, in der sich ein BASF-Werk befindet. 2008 wurde der Platz vor dem Oppauer Bürgerschaftshaus nach Breuil-le-Sec benannt.[3]
[Bearbeiten] Kulturdenkmäler
Siehe Liste der Kulturdenkmäler in Ludwigshafen-Oppau
[Bearbeiten] Karl-Otto-Braun-Museum
Der Lehrer und Heimatforscher Karl-Otto Braun (1873 bis 1953) gründete ein Heimatmuseum, in dem neben einer Dokumentation der Ortsgeschichte, einer geologisch-paläontologischen und archäologischen Sammlung auch Wohnräume und Einrichtungen bürgerlicher und bäuerlicher Wohnkultur sowie landwirtschaftliche Geräte zu sehen sind.
[Bearbeiten] Vereine
- Spielmannszug "Kurpfalz" 1956
- Turnerbund 1889 Oppau
- BSC 1914 Oppau
- DJK SG 1919 Oppau
- 1. TTC 1948 Oppau
- JungerChor TakeFour - Sängerland Oppau 2005
- DRK Ortsverein Oppau-Edigheim-Pfingstweide
- Tennis-Club Ludwigshafen-Oppau
- Sängerbund Oppau 1900
- Kaninchenzuchtverein P52 Oppau
- NaturFreunde Oppau/Edigheim
- Liderkranz 1843 Oppau
[Bearbeiten] Literatur
- Stadtarchiv der Stadt Ludwigshafen am Rhein, Stefan Mörz, Klaus Jürgen Becker (Hrsg.): Geschichte der Stadt Ludwigshafen am Rhein: Bd. 1. Von den Anfängen bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Ludwigshafen am Rhein 2003, ISBN 3-924667-35-7.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Lorscher Codex Urkunde 597
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 463
- ↑ Stadt Ludwigshafen
[Bearbeiten] Weblinks
Friesenheim (Froschlache) | Gartenstadt (Hochfeld, Niederfeld, Ernst-Reuter-Siedlung) | Maudach | Mundenheim | Nördliche Innenstadt (Nord, Hemshof, West) | Oggersheim (Melm, Notwende) | Oppau (Edigheim, Pfingstweide) | Rheingönheim | Ruchheim | Südliche Innenstadt (Mitte, Süd)
49.528.4019444444444Koordinaten: 49° 31′ 12″ N, 8° 24′ 7″ O