Oggersheim

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Oggersheim
Stadtteil von Ludwigshafen
DEU Ludwigshafen COA.svg
Wappen Karte
Wappen Lage in Ludwigshafen
Daten
Fläche: 11,38 km²
Einwohner: 23.346[1]
Bevölkerungsdichte: 2.051 Einwohner/km²
Postleitzahl: 67071

Oggersheim, bereits 764 als Agridesheim im Lorscher Kodex erwähnt, ist mit gut 23.000 Einwohnern der größte Stadtteil und zugleich einer der zehn Ortsbezirke der Stadt Ludwigshafen am Rhein in Rheinland-Pfalz.

Klima[Bearbeiten]

Niederschlagsdiagramm 1961–1990

Der Jahresniederschlag beträgt 537 mm. Die Niederschläge sind relativ gering, sie liegen im unteren Zehntel der in Deutschland erfassten Werte. Nur an 8 Prozent der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden noch niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Januar, die meisten Niederschläge fallen im August. Im August fallen 2,1 mal mehr Niederschläge als im Januar. Die Niederschläge variieren mäßig. An 65 Prozent der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte[Bearbeiten]

Frühgeschichte[Bearbeiten]

Im Vergleich zu den anderen Ludwigshafener Stadtteilen hat Oggersheim die bedeutendste Geschichte aufzuweisen. Schon um Christi Geburt stand im Raum des heutigen Stadtteils eine römische Villa, in deren Nähe eine römische Fernstraße aus Italien über Straßburg (Argentoratum), Speyer (Noviomagus) und Worms (Borbetomagus) nach Mainz (Mogontiacum) und weiter über Xanten (Vetera) bis an die Nordsee (Römische Rheintalstraße) führte.

Mittelalter und Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Um das Jahr 765 gab es an gleicher Stelle ein fränkisches Königsgut, wie der Lorscher Codex beweist. Bis zum Jahr 911 hatte das elsässische Kloster Weißenburg die Grundherrschaft inne. Später ging Oggersheim als Lehen von den Saliern an die Grafen von Leiningen. Die Grafen von Leiningen verkauften ihren Lehnsbesitz rund um Oggersheim im Jahr 1323 an die Pfalzgrafen. Im Jahr 1346 wird erstmals ein Pfarrer in Oggersheim erwähnt. Die mittelalterliche Kirche war dem heiligen Kilian geweiht.

Vermutlich ab 1317 hatte Oggersheim Stadtrechte, seit Ende des 16. Jahrhunderts war es Festungsstadt und Amtssitz einer kurpfälzischen „Oberschultheißerei“, eines Landrates.

Um den 10. Juni 1525 erreichte der Pfälzische Bauernkrieg mit dem in Winzingen bei Neustadt gebildeten "Vereinigten Neustadter Haufen" als erstem Ort auf ihrem Zug die um 500 Einwohner zählende Stadt Oggersheim. Nachdem die Stadt besetzt wurde und sich vermutlich dem Aufstand anschloss, zog der Haufen weiter in Richtung Nord-Westen über Städte wie Lambsheim und Freinsheim und die Burgen und Schlösser Dirmstein, Neu- und Altleiningen.

Oggersheim um 1650, noch Ogersheim genannt

Im Dreißigjährigen Krieg besetzte der spanische General Ambrosio Spinola im Sommer 1620 die linksrheinische Unterpfalz; im Frühjahr 1621 kehrte er nach Brüssel zurück und übertrug Don Córdoba den dortigen Oberbefehl. Córdoba belagerte 1621 Frankenthal, musste die Belagerung am 25. Oktober aber abbrechen, als Ernst von Mansfeld aus der Oberpfalz heranzog. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen bedrohte das kaiserliche Heer auch Oggersheim, das durch den heldenhaften Einsatz von Hans Warsch vor der Zerstörung verschont wurde.

1689 wurde Oggersheim im Pfälzischen Erbfolgekrieg verwüstet.

Neuere Stadtentwicklung[Bearbeiten]

Das heutige im klassizistischen Stil erbaute Rathaus entstand 1839/1840 auf dem Marktplatz neben der ehemaligen reformierten Kirche als Ersatz für das alte Rathaus, das der Verkehrsentwicklung im Knotenpunkt der Straßen von Mannheim nach Frankenthal und Speyer im Weg stand. Leider wurde der schöne klassizistische Bau in den 1980er Jahren durch eine an seine Nordseite angebaute Terrasse im Zuge der Verkehrsberuhigung in seinem Erscheinungsbild beeinträchtigt.

Heinrich Treiber (SPD) amtierte von 1920 bis 1933 als erster hauptamtlicher Bürgermeister Oggersheims, bis er von den Nationalsozialisten zwangsbeurlaubt und zwangspensioniert wurde. In der NS-Zeit wurde das bebaute Gemeindegebiet durch den Bau der Siedlung Notwende als BASF-Werkssiedlung (1934–1937) erheblich erweitert. Am 1. April 1938 wurde das bisher eigenständige Oggersheim der Stadt Ludwigshafen am Rhein eingemeindet, letzter Bürgermeister war Erich Lauterbach (NSDAP). Der erste Ortsvorsteher des neuen Stadtteils Ludwigshafens war bis 1945 Philipp Eiselstein (NSDAP).

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Ernst Lorenz (Betriebsratsvorsitzender bei der BASF) von 1945 bis 1956 und danach Friedrich Bassemir (1892–1969) von 1956 bis 1969 Ortsvorsteher in Oggersheim. Vor der Machtübernahme der Nazis war Bassemir von 1920 bis 1933 Bürgermeister in Bad Dürkheim-Hardenburg; im März 1933 wurde er inhaftiert.

In den 1960er Jahren entstanden die Wohngebiete Oggersheim-West und an der Langewanne die Neue Heimat. Anfang der 1990er wurde der Ortskern als Sanierungsgebiet aufgenommen und im Zentrum am Rathaus die Verkehrsführung zugunsten des ÖPNV, sowie des Rad- und Fußgängerverkehrs geändert. Ebenfalls in den 1990er Jahren wurde die Notwende durch das Neubaugebiet Melm erheblich vergrößert.

Religionen[Bearbeiten]

Evangelische Kirche[Bearbeiten]

1556 wurde mit dem Religionserlass von Alzey in der Kurpfalz das reformierte Bekenntnis eingeführt. Die Reformierten bauten erst 1759 eine eigene Kirche, während die Lutheraner 1779 ihren Kirchenbau fast zeitgleich mit dem Bau der katholischen Wallfahrtskirche errichteten. Mit der Kirchenunion der beiden protestantischen Konfessionen der Pfalz von 1818 wurde die bis dahin reformierte Kirche gemeinsam genutzt, das Kirchengebäude der Lutheraner 1820 abgerissen. Nach dem Bau der protestantischen Markuskirche im Jahre 1898 wurde das ehemals reformierte Kirchengebäude 1900 verkauft und 1934 ebenfalls abgerissen.

Ende der 1960er Jahre wurde das evangelische Gemeindezentrum Comeniuskirche eingerichtet, Ende der 1980er Jahre in der Notwende die Jakobuskirche Heute verfügt Oggersheim über drei Pfarrämter, die zum Kirchenbezirk Ludwigshafen gehören.

Katholische Kirche[Bearbeiten]

1707 behielten die Katholiken durch die Pfälzische Kirchenteilung die Kilianskirche, die bis dahin fast zehn Jahre als Simultankirche genutzt werden sollte. Sie wurde 1804 abgerissen. 1773–1777 erfolgte der Bau der Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt, deren Pfarrei heute ca. 4200 Gemeindeglieder umfasst. Zum Pfarrgebiet der Wallfahrtskirche gehört auch ein Kloster der Franziskanerminoriten.[2]

Im Zuge der Ortserweiterung in den 1960er Jahren entstanden als neue Kirchengemeinden die katholische Kirche Christ König und in der Notwende folgte 1973/74 die katholische Kirche Heilige Familie, die dem Pfarrbezirk Maria Himmelfahrt zugehörig ist.

Neuapostolische Kirche[Bearbeiten]

In den 1930er Jahren versammelte sich die Gemeinde an der Adresse Schillerstraße 7. Die Kirche der Neuapostolischen Gemeinde Ludwigshafen–Oggersheim befindet sich in der Schillerstraße 69 und stammt aus dem Jahr 1960.[3]

Bildung[Bearbeiten]

Mit der Schlossschule wurde 1822 an der Stelle der Kilianskirche ein neues Schulhaus errichtet, sie erhielt 1856 mit einem zweiten Bau, der Maxschule, zusätzliche Räume und wurde 1883 mit einem weiteren Stockwerk versehen. 1900 wurde zunächst mit der Luitpoldschule das erste, zehn Jahre später mit der Schillerschule das zweite Gebäude der heutigen Schillerschule am ehemaligen Standort der luth. Kirche gebaut. In der Notwende erhielt die dortige Volksschule 1965 den Namen Karl Kreuter, die Langgewannschule im Langgewann-Viertel nahm Ende 1969 ihren Schulbetrieb auf. Die Hauptschule "Adolph Diesterweg" befindet sich im westlichen Teil von Oggersheim.

Ende der 1970er und Anfang 1980er Jahren entstand das Zentrum für Körperbehinderte und die Integrierte Gesamtschule "Ernst Bloch" in Oggersheim-West und in der Notwende die Tagesförderstätten.

Kultur, Sehenswürdigkeiten, Tourismus[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Ludwigshafen-Oggersheim

Das Oggersheimer Schloss[Bearbeiten]

Modell des ehemaligen Schlosses

Ab 1720 ließ Pfalzgraf Joseph Karl von Pfalz-Sulzbach, Erbprinz von Sulzbach (1694-1729) in Oggersheim ein Lustschloss erbauen. Auch eine barocke Loretokapelle wurde 1729 als Teil des Schlosses erbaut. Nach dem Tod Joseph Karls 1729 wurde das Schloss 22 Jahre lang nicht benutzt, bis 1751 Pfalzgraf Friedrich Michael von Pfalz-Birkenfeld Oggersheim zu seinem Sommersitz machte, den Bau bis 1757 nach Plänen von Nicolas de Pigage umbauen und vollenden ließ und einen großen Barockgarten im französischen Stil anlegte, der nach der Mode der Zeit auch verschiedene Pavillons, Garten- und Badhäuser sowie eine große Orangerie erhielt.

1767 kaufte der Mannheimer Kurfürst Karl Theodor die Anlage und schenkte sie 1768 seiner ihm zunehmend entfremdeten Ehefrau Elisabeth Auguste, die bis 1793 mit einem Gefolge von über 100 Personen dort wohnte, anfänglich nur im Sommerhalbjahr, später dann ganzjährig. Sie machte das Oggersheimer Schloss zu einem Treffpunkt von Wissenschaft und Kunst, und gab viele Feste, die von Theater- und Musikvorführungen begleitet wurden. Als der Kurfürst im Jahr 1778 die bayerische Thronfolge antrat und seine Residenz nach München verlegte, blieb Elisabeth in Oggersheim, das noch eine Weile wirtschaftlich von der fürstlichen Hofhaltung profitierte.

Im Jahr 1793 erreichten die französischen Revolutionstruppen die Pfalz und Anfang 1794 auch Oggersheim. Die alte Kurfürstin war bereits nach Weinheim, wo sie im Sommer 1794 starb, geflohen, im Oggersheimer Schloss hausten die Soldaten, die die Zimmer mit offenen Feuern einheizten, wobei durch grenzenlosen Leichtsinn der ganze Komplex abbrannte. Die wenigen verbliebenen Baureste wurden kurz darauf ebenfalls zerstört. Heute ist nur noch der Keller des Kavalierflügels erhalten, der mit einem eingeschossigen Nachfolgebau mit Walmdach des 19. Jahrhunderts überbaut ist. Im 20. Jahrhundert wurde dieser Bau für Wohnungen genutzt, bis im Jahr 1980 die katholische Pfarrei Maria Himmelfahrt dort das Pfarrzentrum Adolph Kolping einrichtete.

Wallfahrtskirche

Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt[Bearbeiten]

Die Schloss- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt ist das bedeutendste Bauwerk Oggersheims. Ab 1774 ließ Elisabeth Auguste die Loretokapelle nach Plänen von Peter Anton von Verschaffelt mit der heutigen Wallfahrtskirche überbauen. Diese Kirche überstand als einziger Teil der Schlossanlage den von französischen Truppen 1794 ausgelösten Brand. Sie gilt als bedeutendstes Baudenkmal des vorindustriellen Zeitalters im Stadtgebiet von Ludwigshafen.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

BG-Unfallklinik[Bearbeiten]

Die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik in Oggersheim ist international als Spezialklinik für Verbrennungsopfer bekannt. Bei der Bewältigung der großen Anzahl an schwer- und schwerstverbrannten Opfern des Flugtagunglücks von Ramstein 1988 nahm die Klinik eine führende Rolle ein. Prominente Patienten waren u. a. Niki Lauda nach seinem schweren Formel 1-Unfall sowie Heinz-Harald Frentzen nach seinem leichten Formel 1-Unfall 2005.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Mit der Eröffnung der Bahnstrecke Mainz–Ludwigshafen erhielt Oggersheim 1853 Anschluss an die Eisenbahn. Die erste Straßenbahn fuhr Oggersheim vom Ludwigshafener Luitpoldplatz aus ab 1912 an, im Jahr darauf wurde die Rhein-Haardtbahn nach Bad Dürkheim eröffnet. Die Trassenführung wurde im März 1983 aus der Frankenthaler Straße heraus verlegt.

Im Zuge der Verkehrsplanung im Raum Vorderpfalz/Ludwigshafen wurde die B 9 ab Frankenthal Mitte bis Ende der 1960er Jahre vierspurig ausgebaut.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Privatbrauerei Gebr. Mayer oHG ist eine Brauerei im Ludwigshafener Stadtteil Oggersheim. Sie wurde 1846 gegründet und gilt als älteste Brauerei der Pfalz und zugleich als am längsten bestehendes Unternehmen in Ludwigshafen. Seit Gründung befindet sich die Brauerei in Familienbesitz.

Eine Mitte des 18. Jahrhunderts gegründete Brauerei gilt als Vorläufer der Brauerei Treiber. Sie wurde seit Anfang 1900 von der Familie Treiber betrieben. 1825 entstand eine kleine Salmiakfabrik („Saumhof“), die sich Anfang der 1870er zu einer Eisengießerei und Maschinenfabrik der Schütze AG entwickelte. Sie wurde 1922 von den Kölsch-Fölzer-Werken übernommen und 1964 an die Eisenwerke Kaiserslautern verkauft. Das Gebäude wurde 1977 abgerissen. Südlich davon am Rande des Maudacher Bruchs wurde 1970 ein Wasserwerk der Technischen Werke Ludwigshafen in Betrieb genommen.

1855 wurde mit dem Bau der Mechanischen Baumwollspinnerei und Leinenweberei (Ludwigshafener Sametfabrik) begonnen, 1856 der Eckstein durch den ehemaligen König Ludwig I. von Bayern gelegt. Im Zuge der Industrialisierung und der damit verbundenen Ausbeutung der Arbeiterklasse kam während eines Streiks in der Samtfabrik 1871 in Oggersheim unter der Führung von Josef Queva (1849–1929) die erste größere Versammlung der pfälzischen Sozialdemokratie (Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein) zusammen, die zur Gründung des ersten Ortsvereins des ADAV der Pfalz führte.

1852 bauten König & Herf eine Essig- und Essighefefabrik und eine Brennerei. Sie betrieben dann um 1916 eine Mälzerei, die Mühle feierte 1952 ihr 100-jähriges Bestehen.

1937 übersiedelte die 1890 gegründete Firma Gulde (Mess- und Regeltechnik) aus Ludwigshafen nach Oggersheim (Betrieb bis 2007).

Ende der 1990er Jahre eröffnete der erste Fachmarkt im Gewerbegebiet Oggersheim westlich der B 9 (Ökologischer Dienstleistungspark Ludwigshafen Oggersheim Westlich B 9). 2007 erfolgte die Umbenennung in Einkaufspark Oggersheim und umfangreiche Baumaßnahmen für die Verkehrslenkung und für den Lärmschutz wurden getätigt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Oggersheim geboren[Bearbeiten]

  • Eduard von Heuss (1808–1880), Maler
  • Philipp Victor Pauli (1836–1920), Dr., Chemiker, Gründer der Fabrik Mannheim-Rheinau und Vorstand der Farbwerke Hoechst
  • Franz Xaver Schädler (1852–1913), Domkapitular in Bamberg, Abgeordneter des Zentrums im Bayerischen Landtag und im Deutschen Reichstag, dort bis 1913 stellvertretender Fraktionsvorsitzender
  • Josef Huber (1860–1940), Politiker (SPD)
  • Ernst Lorenz (1901–1980), Gewerkschafter und Politiker (SPD)
  • Lorenz Horr (* 1942), Fußballspieler
  • Heinz Kiehl (* 1943), Ringer
  • Hans Napoleon Seyfarth (1953–2000), Schriftsteller, Autor, (Anti-)AIDS-Aktivist

Sonstige mit Oggersheim verbundene Personen[Bearbeiten]

  • Adolf von der Pfalz (1300–1327), Titular-Pfalzgraf, wohnte hier 1326 und erhob Oggersheim zur Stadt
  • Karl Ludwig Bernays (1815–1879), revolutionärer Journalist, verbrachte seine Kinderheit und erste Schulzeit in Oggersheim und wohnte mit seiner Familie auf einem Landgut (heute Hauswirtschaft Brauerei Gebrüder Mayer)
  • Friedrich Hölderlin (1770–1843), besuchte im Juni des Jahres 1788 von Mannheim kommend Oggersheim und Frankenthal
  • Daniela Katzenberger (* 1986), Reality-TV-Teilnehmerin, Gastronomin, Model und Sängerin, verbrachte ihre Kindheit in Oggersheim
  • Helmut Kohl (* 1930), Bundeskanzler a. D., hat seit 1971 seinen Wohnsitz in Oggersheim und empfing dort ab 1982 Staatsgäste wie Margaret Thatcher, George H. W. Bush, Boris Jelzin oder Bill Clinton
  • Karl Anton Kreuter (1876–1965), Lehrer und Heimatforscher, nach ihm sind in Oggersheim eine Schule und eine Straße benannt.
  • Hasan Özdemir (* 1963) ist ein deutschsprachiger Lyriker und Erzähler aus Oggersheim
  • Elisabeth Auguste von Pfalz-Sulzbach (1721–1794), Kurfürstin von der Pfalz und von Bayern. Hatte ihren Wohnsitz im Oggersheimer Schloss
Schillerhaus
Helmut Kohl

Literatur[Bearbeiten]

Bibliografie[Bearbeiten]

  • Jürgen Nürnberger: Städtebibliographie Ludwigshafen am Rhein. Nürnberger, Ludwigshafen am Rhein, Bd. 1. Bis 1990 (1993) – 4. 2001/05 (2009), ISSN 0941-7141. (Enthält in den einzelnen Bänden jeweils den Abschnitt "Oggersheim".)

Zeitungen[Bearbeiten]

  • Oggersheimer Anzeiger. Lokal-Anzeigenblatt und Organ für die Interessen der Stadt Oggersheim. Amtsblatt der Bürgermeisterei Oggersheim. 1912–1975,26. (Ab 1950,18 u.d.T.: Oggersheimer Zeitung.) ZDB-ID 1276275-1; ZDB-ID 1309712-x.
  • Aus vergangenen Tagen. Beilage zum Oggersheimer Anzeiger. 1927–1934. ZDB-ID 2195202-4.

Ortsgeschichte[Bearbeiten]

  • Martin Josef Mörschell: Geschichte Oggersheims und des daselbst neu gegründeten Minoritenklosters. Selbstverlag, Oggersheim 1844. Online
  • Karl Kreuter: Geschichte der Stadt Oggersheim. Selbstverlag, Oggersheim 1910. (Nebst) Ergänzungen 1923 und 1948.
  • Karl Kreuter (Hrsg.): Die Oggersheimer Güter und anderes aus der Heimatkunde. Sonderdruck der zum „Oggersheimer Anzeiger“ erscheinenden Beilage „Aus vergangenen Tagen“ vom November 1930 bis Juni 1934. Riebsam, Oggersheim, 1934. (Die Beiträge sind von Karl Kreuter verfasst.)
  • Karl Kreuter: Kurze Heimatkunde von Oggersheim. Selbstverlag, Ludwigshafen-Oggersheim 1939. (2. [bearb.] Aufl. Riebsam, Ludwigshafen a. Rh. 1955.)
  • Theodor Karst: Die Oberschultheißerei Oggersheim. Pfalzgräflich-kurpfälzische Territorialpolitik und Verwaltung im Gebiet von Stadt und Kreis Ludwigshafen. Verlag der Arbeitsgemeinschaft für Pfälzische Familien- und Wappenkunde e.V., Ludwigshafen a. Rh. 1968.
  • Karl Kreuter: Aus der Chronik von Oggersheim. 4. erw. Aufl. Hrsg. von Siegfried Fauck. Stadtarchiv, Ludwigshafen 1983. (1. Aufl. 1963.)
  • Aus Oggersheimer neuerer Geschichte. Heimatkundlicher Arbeitskreis, Ludwigshafen-Oggersheim 1986.
  • Betrachtungen und Ergänzungen zur Geschichte Oggersheims. Heimatkundlicher Arbeitskreis, Ludwigshafen-Oggersheim 1987.
  • Aus Oggersheims Vergangenheit. Heimatkundlicher Arbeitskreis, Ludwigshafen-Oggersheim 1991.
  • Josef Queva: Der erste Ortsverein in der Pfalz – Erinnerung an die Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins in Oggersheim, in: Die Pfälzische Sozialdemokratie, hrsg. von Manfred Geis und Gerhard Nestler, Edenkoben 1999.
  • Stefan Mörz, Klaus Jürgen Becker (Hrsg.): Geschichte der Stadt Ludwigshafen am Rhein. 2 Bände und Registerband. Stadtarchiv, Ludwigshafen 2003-05, ISBN 978-3-924667-35-1.

Bildbände[Bearbeiten]

  • Oggersheim in alten Ansichten. Textbeiträge von Heinrich Laubenstein u. Reinhard Hauns. 2. erw. Aufl. Heimatkundlicher Arbeitskreis, Ludwigshafen-Oggersheim 1980.
  • Oggersheim gestern und heute. Alte und neue Ansichten eines traditionsreichen Stadtteils. Mit Beiträgen von Käthe Koller (u. a.). Heimatkundlicher Arbeitskreis, Ludwigshafen-Oggersheim, 1992.

Bevölkerung[Bearbeiten]

  • Oskar Poller: Oggersheimer Bürgerbuch. Die Einwohner von Oggersheim. 1584–1814. Arbeitsgemeinschaft Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, Ludwigshafen/Rhein 1991.

Kirchen[Bearbeiten]

  • Karl Kreuter: Festschrift zur 150–Jahrfeier der Pfarr– und Wallfahrtskirche zu Oggersheim. Katholisches Pfarramt, Oggersheim 1925.
  • 200 Jahre Pfarr– und Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt, Ludwigshafen–Oggersheim. 3. geänd. Auflage. Pfarrgemeinderat Maria Himmelfahrt, Ludwigshafen–Oggersheim 1977.
  • Jürgen Kaiser: Ludwigshafen–Oggersheim, Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt. 2. neu bearb. Auflage. Schnell und Steiner, Regensburg 2002.
  • Martin Josef Mörschell: Geschichte Oggersheims und des daselbst neu gegründeten Minoritenklosters. Selbstverlag, Oggersheim 1844. Online
  • Ursula Gutzer: Die Oggersheimer Klosterkrippe. 2. Aufl. Heimatkundlicher Arbeitskreis, Ludwigshafen-Oggersheim 1986.
  • Christ König Oggersheim. Pfarramt Christ König, Ludwigshafen–Oggersheim 1976.
  • 100 Jahre Markuskirche Lu-Oggersheim. Hrsg. Prot. Kirchengemeinde. Ludwigshafen-Oggersheim 1998.

Schloss[Bearbeiten]

  • Karl Kreuter: Kurfürstin Elisabeth Auguste von Pfalz-Bayern (1727–1794). Ein heimatgeschichtlicher Beitrag zum 700jährigen Jubiläum des Anfalles der Pfalz an das Haus Wittelsbach. Riebsam, Oggersheim 1914.
  • Karl Lochner: Schloss und Garten Oggersheim 1720–1794. 2. Aufl. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer 1980.
  • Holger Koch: Das Oggersheimer Schloß. Entstehung und Geschichte. Beschäftigung mit einem historischen Denkmal der näheren Umgebung. In: Aus Oggersheims Vergangenheit. Heimatkundlicher Arbeitskreis (Hrsg.), Ludwigshafen-Oggersheim 1991, S. 21-44.
  • Stefan Mörz: Die letzte Kurfürstin. Elisabeth Augusta von der Pfalz, die Gemahlin Karl Theodors. Kohlhammer, Stuttgart 1997. ISBN 3-17-015006-5. (Darin S. 102–174: Oggersheim.)

Schiller[Bearbeiten]

  • Oggersheim. In Albert Becker: Schiller und die Pfalz. Programm des K. Humanistischen Gymnasiums Ludwigshafen a. Rhein 1906/07. Waldkirch, Ludwigshafen am Rhein, 1907, S. 5-24. (Beiträge zur Heimatkunde der Pfalz. 1.) (Online)
  • Richard W. Gassen (Katalog): Friedrich Schiller in Oggersheim 1782–1982. Eine Ausstellung des Stadtmuseums Ludwigshafen am Rhein im Schillerhaus, Ludwigshafen-Oggersheim ..., 9. Oktober 1982 bis 23. Dezember 1982. Stadtmuseum, Ludwigshafen 1982.
  • Peter Ruf: Friedrich Schiller in Oggersheim. In: SchillerZeit in Mannheim. [Zur Ausstellung SchillerZeit in Mannheim, Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim D 5, 17. September 2005 bis 29. Januar 2006.] Hrsg. von Alfred Wieczorek und Liselotte Homering. Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim 2005, S. 65–71. ISBN 3-8053-3554-7, ISBN 3-8053-3555-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Rheinpfalz, Marktplatz LU, 9. März 2011.
  2. Homepage des Minoriteklosters Oggersheim
  3. Neuapostolische Kirche Ludwigshafen–Oggersheim.
  4. Schiller wohnte vom 13. Oktober 1782 bis zum 30. November 1782 im Oggersheimer Gasthaus „Zum Viehhof“, dem heutigen „Schillerhaus“.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ludwigshafen-Oggersheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

49.4908333333338.3747222222222Koordinaten: 49° 29′ 27″ N, 8° 22′ 29″ O