Luna

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Dieser Artikel behandelt die römische Mondgöttin, zu anderen Bedeutungen siehe Luna (Begriffsklärung).
Luna (Stich von Hans Sebald Beham, 1539)

Luna ist die römische Mondgöttin des antiken Roms und entspricht der griechischen Göttin Selene.

In den Romanischen Sprachen hat sich der Name als Bezeichnung für den, hier üblicherweise weiblichen, Mond erhalten. Auch im Deutschen wird, vorrangig zur Vermeidung von Problemen mit dem Geschlechtswechsel zu der Mond bei Übersetzungen, die Bezeichnung Luna oder Frau Luna verwendet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Mythologie

Schon nach der griechischen Mythologie besitzt die Mondgöttin zwei Geschwister, was die Römer übernommen haben: Der Sonnengott Sol (griechisch Helios) ist ihr Bruder und die Morgenröte Aurora (griechisch Eos) ihre Schwester. Alle drei sind sie die Kinder der Titanen Hyperion und Theia.

[Bearbeiten] Antiker Kult

Es deutet wenig daraufhin, dass der Mondkult ein ursprünglich italischer Brauch war. Die wahrscheinlichste Erklärung liegt in einem anfänglich latinischen Kult, der durch den Kult der griechischen Gottheit Artemis / Selene beeinflusst wurde. Aus diesem Einfluss entstanden wahrscheinlich auch die Darstellungen der Luna als eine junge Frau auf einem Zweigespann (lat. biga).

Wie Sol war auch Luna eine Schutzgottheit des Zirkus. Beide zusammen, er aufsteigend, sie herabsteigend, dienten als Bilder der Ewigkeit. Der römische Tag der Mondgöttin Luna (lat. lunae dies; vgl. it. lunedí, frz. lundi) wurde als Montag ins Deutsche übernommen.

Im antiken Rom war ihr der Tempel der Luna auf dem Aventin geweiht, wo sie als Monatsgöttin am letzten Tag des März, des ersten Monats im altrömischen Jahr, verehrt wurde. Dieser Tempel soll der Sage nach von Servius Tullius gegründet worden sein. Er stand in der Nähe der Diana- und Ceres-Heiligtümer und brannte 64 v. Chr. nieder. Als Luna Noctiluca (etwa "Leuchterin der Nacht") war ihr auch ein Tempel auf dem Palatin geweiht, welcher nachts erleuchtet war und vermutlich ebenfalls 64 v. Chr. zerstört wurde.

In der römischen Republik scheint der Luna-Kult nur von geringer Bedeutung gewesen zu sein, da sich wenige Prodigienmeldungen auf ihn beziehen. Im Volksglauben jedoch scheint er eine gewisse Bedeutung besessen zu haben, wie Reaktionen von einfachen Leuten auf eine Mondfinsternis zeigen.[1]

Im Prinzipat und der Kaiserzeit wurde Luna vor allem als Gegenstück zu Sol dargestellt, womit der Herrscher als Sonne und seine Frau als Mond dargestellt wurden und die göttliche Ordnung auf die politischen Umstände übertragen wurde.

[Bearbeiten] Beinamen

Die gebräuchlichsten Beinamen der Luna, die gerne in der poetischen Literatur vorkommen, sind Trivia, Phoebe, Lucina, Dictynna und Cynthia.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Liv. 44,37,5-9; Plin. nat. 28,77

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Luna (Mythologie) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien