Mühleisen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mühleisen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Schematischer Aufbau eines Mahlganges; Pos. 11 ist das Mühleisen, Pos. 10 der Treiber

Ein Mühleisen ist ein zentraler Bauteil im Mahlgang einer Mühle. Das Eisen hat die Funktion einer Welle bzw. Nabe, sie trägt den oberen, sich drehenden Läuferstein, hält den Stein vertikal und radial in Position und überträgt zudem das Drehmoment auf den Läufer.

Das Bauteil besteht aus einer Stange („Spindel“, Mühleisen im engeren Sinne, Pos. 11 im Schema), die durch das zentrale Loch („Auge“) des Mühlsteinpaares gesteckt ist und welche auf einem Ankereisen gelagert ist, das am unteren Stein, dem Bodenstein, befestigt ist. Fest mit der Spindel verbunden (normalerweise formschlüssig durch einen Vierkant, eine Klaue o. Ä.) ist ein Mitnehmereisen („Haue“ oder „Treiber“ genannt; Pos. 9 und 10 im Schema), welches in entsprechende Vertiefungen im oberen, sich drehenden Läuferstein greift und so das Drehmoment von der Spindel auf den Stein überträgt.[1]

Hauen existieren in verschiedensten Formen. Einfache Ausführungen sind nicht viel mehr als ein gerades Flacheisen oder eine reckige Platte mit einem Loch. Aufwändigere Eisen haben die Form eines Kreuzes oder Sterns.

Verwendung in der Heraldik[Bearbeiten]

Hauptartikel: Mühle (Heraldik)

Das Mühleisen – genauer gesagt die Haue, also das Mitnehmereisen, das den Läufer trägt und dreht – wird häufig als gemeine Figur in der Heraldik verwendet, oft in Verbindung mit einem Mühlstein.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mühleisen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Berthold Moog: Die Getreidemühle. In: Vereinigung Schweizer Mühlenfreunde (Hrsg.): Mühlenbrief. Nr. 8 – Oktober 2006 (Volltext als PDF auf www.muehlenfreunde.ch).