Kaarst

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Kaarst
Kaarst
Deutschlandkarte, Position der Stadt Kaarst hervorgehoben
51.2316666666676.614444444444439Koordinaten: 51° 14′ N, 6° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Kreis: Rhein-Kreis Neuss
Höhe: 39 m ü. NHN
Fläche: 37,4 km²
Einwohner: 42.156 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1127 Einwohner je km²
Postleitzahl: 41564
Vorwahl: 02131
Kfz-Kennzeichen: NE
Gemeindeschlüssel: 05 1 62 016
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Neumarkt 2
41564 Kaarst
Webpräsenz: www.kaarst.de
Bürgermeister: Franz-Josef Moormann (CDU)
Lage der Stadt Kaarst im Rhein-Kreis Neuss
Düsseldorf Duisburg Köln Krefeld Kreis Düren Kreis Heinsberg Kreis Mettmann Kreis Viersen Mönchengladbach Rhein-Erft-Kreis Dormagen Grevenbroich Jüchen Kaarst Korschenbroich Meerbusch Neuss RommerskirchenKarte
Über dieses Bild

Kaarst ist eine kreisangehörige Stadt im linken Niederrheingebiet mit 42.156 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2012). Die Stadt liegt im Rhein-Kreis Neuss (Nordrhein-Westfalen).

Geographie[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Kaarst grenzt im Nordosten an die Stadt Meerbusch. Im Osten bilden die Bundesautobahnen 57 und 52 die Grenze zur Stadt Neuss, der gemeinsame Grenzverlauf im Südosten erstreckt sich über landwirtschaftlich genutzte Flächen. Im Süden und Südwesten grenzen die Stadtteile Büttgen, Driesch und Vorst an die Nachbarstadt Korschenbroich. Westlich der Kaarster Seen und im weiteren Verlauf nordwestlich der Bundesautobahn 52 findet sich die Grenze zur Stadt Willich im Kreis Viersen.

Stadtteile[Bearbeiten]

Kaarst gliedert sich in die fünf Stadtteile (Einwohner):

(Stand: Juni 2006 – Quelle: Stadt Kaarst)

Geschichte[Bearbeiten]

Frühe Zeit und Mittelalter[Bearbeiten]

Bei einer Kiesgrube 1958 und 1969 während des Baus der Bundesautobahn wurden bei Kaarst 32 Gräber aus der Frankenzeit (6.–8. Jh. n. Chr.) entdeckt.[2] In den Gräbern wurden Waffen, Schmuck und eine Goldmünze gefunden. Der heutige Stadtteil Büttgen wurde im Jahr 793 erstmals urkundlich mit dem seinerzeitigen Namen Budica erwähnt. Der Name Kaarst tauchte 1218 als Carlesforst in Urkunden auf[3] und weist auf ein hohes Alter hin.[4] Die katholische Kirche in Kaarst ist ein romanisches Bauwerk und trägt die Bauinschrift 1146. Seit dem Mittelalter gehörte Kaarst zum kurkölnischen Amt Liedberg, war aber ein eigener Dingstuhl.

Neuzeit[Bearbeiten]

Im Jahr 1591 wurde in Büttgen Jan von Werth geboren, der im Dreißigjährigen Krieg als Reitergeneral Berühmtheit erlangte.

Im Jahre 1794 beendeten die französischen Revolutionstruppen die Zugehörigkeit Kaarsts zum Erzstift Köln. Kaarst wurde eine eigene Mairie im Département de la Roer. Ein Überbleibsel aus der Zeit der französischen Herrschaft ist der heutige Nordkanal, der 1806 gebaut wurde. Napoléon hatte dem Nordkanal eine große wirtschaftliche Bedeutung als Wasserstraße zwischen Maas und Rhein zugedacht. Nach dem Wiener Kongress (1815) kam Kaarst an das Königreich Preußen und an die Rheinprovinz (1822). 1816 wurde die Gemeinde Kaarst mit den Dorfschaften Kaarst, Broicherseite, Brück, Heide, Hinterfeld und Neußerfurth gebildet.[5] Sie gehörte dem Kreis Neuß im Regierungsbezirk Düsseldorf an.

Mit Eröffnung der Bahnlinie Neuss-Viersen im Jahre 1877 begannen sich die ersten Gewerbebetriebe und kleineren Fabriken in Kaarst anzusiedeln und brachten den Einzug von gewerblichen Arbeitsplätzen in die bis dahin rein landwirtschaftlich geprägten Ortschaften.

1913 verlor die Gemeinde Kaarst die Neußerfurth und Vogelsang an die Stadt Neuss.[6] 1929 kam Kaarst an den damaligen Landkreis Grevenbroich-Neuß.

1936 wurden die Gemeinden Kaarst und Büttgen erstmals zu einer Verwaltungseinheit zusammengefasst, deren Amtsverwaltung in das mit 4400 Einwohnern größere Büttgen verlegt wurde. Kaarst hatte damals erst 2600 Einwohner. Diese Verwaltungseinheit wurde später wieder aufgelöst.

Im Zweiten Weltkrieg wurden in den heutigen Stadtteilen Holzbüttgen und Vorst erhebliche Teile zerstört. Die beiden Gemeinden Büttgen und Kaarst blieben weitgehend verschont und konnten so nach dem Krieg mehr als 1300 Flüchtlinge aufnehmen.

Am 1. Januar 1981 wurde Kaarst durch die Funktionalreform das Stadtrecht[7] als mittlere kreisangehörige Stadt zugesprochen. Die Gemeinde hatte zu diesem Datum bereits 38.383 Einwohner.

Die ehemaligen Gemeinden sind heute im Stadtbild noch als Stadtteile vorhanden. Die Parteien unterhalten getrennte Ortsverbände und die Stadtverwaltung nutzt bis in die heutige Zeit sowohl ein Rathaus in Kaarst („Neue Mitte“, ab April 1995), sowie das nun sogenannte Technische Rathaus in Büttgen. Ämter wie das Bürgerbüro oder das Wahlamt sind aus diesem Grunde auf zwei Standorte verteilt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform wurde die Gemeinde Kaarst am 1. Januar 1975 mit der Gemeinde Büttgen, bestehend aus den Ortschaften Büttgen, Holzbüttgen, Vorst und Driesch, zur Großgemeinde Kaarst zusammengelegt[7] und hatte bei der Gründung etwa 33.000 Einwohner.

Ausgliederungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1975 trat Kaarst ein Gebiet mit damals mehr als 1500 Einwohnern an die Kreisstadt Neuss ab.[7]

Religiöse Gemeinschaften[Bearbeiten]

Römisch-Katholische Pfarrgemeinden[Bearbeiten]

Die vier Pfarrgemeinden gehören zum Dekanat Neuss/Kaarst im Erzbistum Köln und bilden zusammen den Seelsorgebereich Kaarst/Büttgen:

  • St. Aldegundis Büttgen (alte und neue Kirche)
  • St. Antonius Vorst (Pfarrkirche und Antoniuskapelle). In der Kirche befindet sich seit 2001 ein von Clemens Hillebrand gestaltetes Glasfenster.[8]
  • Sieben Schmerzen Mariens Holzbüttgen
  • St. Martinus Kaarst. Die Pfarrkirche besitzt seit November 2008 eine Orgel der Firma Rieger mit mechanischer Traktur, 36 Registern und 3 Manualen[9]

Evangelische Gotteshäuser[Bearbeiten]

Die Evangelische Kirchengemeinde in Kaarst besitzt die folgenden Einrichtungen:

  • Johanneskirche Büttgen
  • Lukaskirche Holzbüttgen
  • Auferstehungskirche Kaarst
  • Katharina-von-Bora Haus Vorst

Politik[Bearbeiten]

Wahl des Kaarster Stadtrats 2014
in Prozent
 %
50
40
30
20
10
0
44,31 %
17,00 %
14,00 %
7,94 %
5,25 %
4,84 %
2,73 %
2,50 %
1,42 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,01 %p
+3,03 %p
+1,30 %p
-1,91 %p
+0,05 %p
-2,43 %p
+2,73 %p
+0,56 %p
+1,42 %p
Sitzverteilung im
Kaarster Stadtrat 2014
         
Von 50 Sitzen entfallen auf:

Sitzverteilung im Stadtrat[Bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl am 30. August 2009 wurde Franz-Josef Moormann (CDU) mit 60,1 % der gültigen Stimmen (26. September 2004: 60,0 %) zum Bürgermeister gewählt. Die nächste Bürgermeisterwahl findet im Jahr 2015 statt.

Für den Stadtrat gewann die CDU alle Direktmandate. Insgesamt ergab sich folgende Sitzverteilung (2014: 50 Sitze, 2009: 46 Sitze):

In Klammern das Ergebnis der Wahl von 2009.

Partei Sitze Stimmen
CDU 22 (22) 44,3 % (47,3 %)
SPD 9 (6) 17,0 % (14,0 %)
GRÜNE 7 (6) 14,0 % (12,7 %)
FDP 4 (5) 7,9 % (9,9 %)
ZENTRUM 3 (2) 5,3 % (5,2 %)
UWG 2 (3) 4,8 % (7,3 %)
AfD 1 (-) 2,7 % (-)
LINKE 1 (1) 2,5 % (1,9 %)
PIRATEN 1 (—) 1,4 % (-)

Rathaus[Bearbeiten]

Auf Grund der Entstehung der Stadt Kaarst als Zusammenschluss der Gemeinden Kaarst und Büttgen (einschließlich der heutigen Stadtteile Vorst, Driesch und Holzbüttgen, die bis zum Zusammenschluss zur Gemeinde Büttgen gehörten) verfügt die Stadt Kaarst über zwei Rathäuser und zwar das im April 1994 fertiggestellte Rathaus in Kaarst, welches Sitz des Bürgermeisters und des Stadtrates ist, sowie das am 25. Oktober 1969 fertiggestellte und 1972 mit dem Architekturpreis des Bundes deutscher Architekten ausgezeichnete ehemalige Rathaus der Gemeinde Büttgen, welches heute die technischen Bereiche der Stadtverwaltung beherbergt. Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten (Meldestelle) können in beiden Rathäusern erledigt werden.

Schuldenstand[Bearbeiten]

Stadtmitte von Kaarst

Während die Stadt Kaarst von 1990 bis 2002 kontinuierlich ihre Verschuldung durch die Tilgung von Altkrediten bei gleichzeitigem Verzicht auf die Neuaufnahme von Krediten von 10,56 Millionen € auf 3,36 Millionen € vermindern konnte, war in den Jahren 2003 bis 2005 ein Anstieg des Schuldenstandes auf 8,47 Millionen € (2005) zu verzeichnen. Im Zuge wiederholter außerplanmäßiger Gewerbesteuereinnahmen auf Grund von steuerlichen Außenprüfungen bei Unternehmen mit Betriebsstätten in Kaarst konnte Kaarst diesen Schuldenstand in den Folgejahren halten und teilweise sogar noch abbauen. Ende 2013 betrug der Schuldenstand 6,3 Millionen € [10]. Kaarst weist damit mit ca. 150 € je Einwohner eine Pro-Kopf-Verschuldung weit unter dem Durchschnitt der Städte und Gemeinden Nordrhein-Westfalens auf.

Wappen[Bearbeiten]

Altes Wappen von Kaarst

Blasonierung: „Unter einem silbernen Schildhaupt, darin ein durchgehendes schwarzes Balkenkreuz, gespalten von Blau und Gold, vorne drei um einen goldenen Ring 2:1 gestellte silberne Mühleisen, hinten ein von einem rechtsweisenden silbernen Schwert geteilter roter Mantel.“

Da die Stadt Kaarst aus den ehemaligen Gemeinden Büttgen und Kaarst entstanden ist, knüpft das aktuelle Stadtwappen an die beiden Wappen der Vorgängergemeinden an und vereint deren heraldische Aussagen in ihrem neuen Wappen als Ausdruck der jetzigen kommunalen Einheit: Anstelle der Reiterfigur Jan van Werth auf dem Wappen der Gemeinde Büttgen findet dessen Wappenemblem „drei um einen Ring 2:1 gestellte Mühleisen“ Verwendung. Anstelle der Figur St. Martin mit Pferd und Bettler“ auf dem Wappen der Gemeinde Kaarst befindet sich nun dessen Attribut „von einem Schwert geteilter Mantel“ auf dem Wappen der Stadt Kaarst wieder.

Das schwarze Balkenkreuz, das in beiden früheren Wappen enthalten war, wurde auch im neuen Wappen als Ausdruck der ursprünglichen landespolitischen Zugehörigkeit zur Landesherrschaft Köln weiter eingesetzt.

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Das Logo der Stadt Kaarst

Im Rahmen des Stadtmarketings wurde vom Stadtrat im Januar 2001 beschlossen, ein neues Stadtlogo zu entwickeln zu lassen, das die Veränderungen und Visionen der Stadt visuell signalisieren sollte. Es wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sechs Agenturen teilnahmen, deren Vorschläge von einer Jury bewertet wurden. Am 22. Mai 2002 wurde dann nach mehreren Veränderungen in einer Sondersitzung des Stadtrates das neue Logo offiziell angenommen.

Das Logo besteht aus dem Schriftzug „kaarst*“ in blau sowie einem Slogan unter dem Logo in schwarz, der an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst werden kann.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Romanische Kirche St. Aldegundis in Büttgen
Romanische Martinuskirche in Kaarst
Braunsmühle in Büttgen

Mit dem Tuppenhof und der Braunsmühle wurden in Kaarst zwei historisch wertvolle Denkmäler erhalten.

  • Der Tuppenhof in Vorst, ein ehemaliger Bauernhof aus dem Jahre 1684, wurde nach dem Tod des letzten Bauern im Jahre 1983 ab 1996 aufwändig restauriert, und so konnte 1999 das „Museum und Begegnungsstätte für bäuerliche Geschichte und Kultur“ eröffnet werden. Die Restaurierungsarbeiten wurden im Frühjahr 2000 beendet.
  • Die Braunsmühle (ursprünglich „Dycker Mühle“) in Büttgen ist eine Windmühle aus Stein, die in der heutigen Form seit 1756 besteht. Die Mühle wurde nach dem langsamen Verfall seit den 1970er Jahren von 2002 bis 2005 komplett restauriert und hat heute auch wieder ein funktionsfähiges Windrad mit Mahlwerk.

Ebenfalls erwähnenswert sind die beiden romanischen Kirchen Alt St. Martinus in Kaarst und St. Aldegundis in Büttgen.

Siehe auch: Liste der Museen im Rhein-Kreis Neuss

Regelmäßige Veranstaltungen:

  • Stadtfest „Kaarst Total“ in der Kaarster Stadtmitte am ersten Wochenende im September
  • Rosenmontagsumzug in Kaarst-Büttgen
  • Heimat-, Volks- und Schützenfeste der Bruderschaften:
    • in Kaarst-Driesch am zweiten Mai-Wochenende
    • in Kaarst-Zentrum am zweiten Juni-Wochenende
    • in Kaarst-Büttgen am letzten Juni-Wochenende
    • in Kaarst-Holzbüttgen Anfang August
    • in Kaarst-Vorst am zweiten September-Wochenende
  • Radrennen „Spurt in die Maiennacht“ am 30. April in der Radsporthalle in Kaarst-Büttgen
  • Straßenradrennen „City & Bike“ am 1. Mai in Kaarst-Büttgen

Sport und Freizeit[Bearbeiten]

Kaarst bietet ein umfangreiches Sport- und Freizeitangebot mit vielen Sportstätten, die teilweise von der Stadt oder auch von den vielen Vereinen selbst unterhalten werden. Neben Turnhallen und Sportplätzen in allen Stadtteilen gibt es an dem ehemaligen Baggersee Kaarster See ein öffentliches Freibad[11] und einen Segelclub (KSC-Kaarst).[12] In Büttgen gibt es außerdem ein Hallenbad, einen Minigolfplatz sowie mit dem „Sportforum Kaarst-Büttgen“ eine Großsporthalle (2500 Sitzplätze in der größten Halle), die insbesondere als Radsporthalle von vielen National- und Olympiamannschaften als Trainingsstützpunkt genutzt wird. Mit den „Crash Eagles Kaarst“ hat die Stadt Kaarst einen Verein in der Inline-Skaterhockey-Bundesliga. Außerdem gibt es in Kaarst in jedem der fünf Stadtteile einen Fußballverein: Sport Gemeinschaft Kaarst, VfR Büttgen, Sportfreunde Vorst, Rakete Holzbüttgen und SV Germania Büttgen-Driesch. Daneben bestehen die Tennisvereine TC Grün Weiss Büttgen sowie TC Vorster Wald e. V., letzterer mit angeschlossener Boule-Abteilung.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Stadt Kaarst gilt in der Ballungsrandzone zur Landeshauptstadt Düsseldorf als ein bevorzugter Wohn- und Wirtschaftsstandort mit einem kurzen Weg zum Arbeitsplatz. Bei der Wohnbebauung dominieren Einfamilienhäuser. Der umfangreiche Bestand mittelständischer Unternehmen des Dienstleistungssektors und des Handels, aber auch die Neuansiedlung mittelständischer Betriebe aller Branchen sowie die Expansion ansässiger Unternehmen unterstreichen die Beliebtheit des Standorts. Neben den verkehrsgünstig gelegenen und gut erschlossenen Gewerbegebieten verfügen Kaarst und die ganze Region auch über eine hohe Anzahl qualifizierten Fachpersonals.

Die größten privaten Arbeitgeber in Kaarst sind das Möbelhaus IKEA und der US-amerikanische Industrie- und Maschinenbaukonzern Parker Hannifin, welcher im Ortsteil Büttgen seine deutsche Vertriebszentrale hat.[13]

Die durchschnittliche Kaufkraft je Kaarster Bürger betrug im Jahr 2005 131 % des Bundesdurchschnitts und übertraf damit deutlich die bereits überdurchschnittliche Kaufkraft der Bürger im Rhein-Kreis Neuss (118 % des Bundesdurchschnitts).

Bildung[Bearbeiten]

Die Stadt Kaarst hat ein großes Netz von öffentlichen Schulen aller wichtigen Schulformen.

Grundschulen
  • Katholische Grundschule Kaarst
  • Katholische Grundschule Büttgen
  • Gemeinschaftsgrundschule Vorst
  • Gemeinschaftsgrundschule Stakerseite
  • Gemeinschaftsgrundschule Albert-Schweitzer-Schule Kaarst (ausgelaufen)
  • Gemeinschaftsgrundschule Matthias-Claudius-Schule Kaarst
  • Gemeinschaftsgrundschule Büttgen (in 2011 vereinigt mit der Katholischen Grundschule Büttgen) [14]
  • Gemeinschaftsgrundschule Astrid-Lindgren-Schule Holzbüttgen
Hauptschulen
  • Gemeinschaftshauptschule Kaarst-Büttgen (läuft aus)
Realschulen
  • Städtische Realschule Kaarst
  • Elisabeth-Selbert-Realschule Büttgen (läuft aus)
Gesamtschulen
  • Gesamtschule Kaarst-Büttgen
Gymnasien
  • Albert-Einstein-Gymnasium Kaarst
  • Georg-Büchner-Gymnasium Vorst
Schulen für Lernbehinderte (Sonderschulen)
  • Martinusschule Sonderschule für Lernbehinderte Kaarst
Schule mit Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ (Sonderschulen)
  • Sebastianus-Schule Holzbüttgen
Volkshochschule
  • VHS Kaarst Korschenbroich

Verkehr[Bearbeiten]

Autobahnen[Bearbeiten]

Kaarst liegt verkehrsgünstig an den Autobahnen A 52 (Roermond-Düsseldorf) und A 57 (E31) (Köln-Krefeld), die sich im Autobahnkreuz Kaarst kreuzen. Das Autobahnkreuz Kaarst wurde von 1968–1970 erbaut und befindet sich seit November 2013 im Ausbau. Im Stadtgebiet liegen die Anschlussstellen Kaarst-Nord und Holzbüttgen. Die Kreisstadt Neuss grenzt im Osten an Kaarst, die City der Landeshauptstadt Düsseldorf ist 15 km entfernt und über die Autobahnen in wenigen Minuten erreichbar.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Die Stadt Kaarst liegt im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und ist mit einer S-Bahn und zwei Schnellbuslinien sowie mehreren regionalen Buslinien angebunden:

  • S 28 (Regiobahn): Kaarster SeeKaarster BahnhofKaarst Mitte/HolzbüttgenIKEA KaarstNeussDüsseldorfMettmann
  • SB51 (Städteschnellbus): Düsseldorf-Flughafen–Meerbusch-BüderichKaarst
  • SB86 (Städteschnellbus): Kaarster SeeSchiefbahnWillich-Münchheide
  • 862 (Überlandbus): Kaarster SeeNeussDüsseldorf
  • 851 (Stadtbus): Kaarst ElchstraßeNeuss-Neusserfurth–Neuss-Uedesheim
  • 852 (Stadtbus): Kaarst Lange HeckeNeuss-Neusserfurth–Neuss-Norf
  • 094 (Überlandbus): Kaarster SeeSchiefbahnWillichViersen
  • 860 (Stadtbus):Kaarst-Büttgen-Kaarst-Holzbüttgen-Vorst-Driesch-Büttgen
  • 861 (Taxibus): Kaarst-Holzbüttgen Kaarst-Holzbüttgen
  • 8601 (Taxibus): Kaarst-Büttgen-Kaarst-Holzbüttgen-Vorst-Driesch-Büttgen

Flughäfen[Bearbeiten]

Der internationale Flughafen Düsseldorf (20 km) sowie der Flughafen Mönchengladbach (10 km) sind über die Autobahn schnell zu erreichen. Etwas weiter entfernt liegen außerdem der Flughafen Köln-Bonn (65 km) und der Flughafen Weeze (75 km).

Radwege[Bearbeiten]

Die Radwege Fietsallee am Nordkanal und Niederrheinroute verlaufen durch den Ort.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der Rat der Stadt Kaarst ehrt Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderer Weise um das Wohl der Stadt verdient gemacht haben. Sie erhalten eine Ehrenmedaille in Feinsilber. 2004 wurde diese Auszeichnung an Armin Wünsche, Markus Koll, Egon Wilhelm Vossen, Wilhelm Peter Bayer, Karla Becker und Norberta Müller vergeben. Erstmals in der Geschichte der Stadt Kaarst wurde der Titel des Ehrenbürgermeisters an Heinz Klever (1928–2006) für seine lange außerordentliche Arbeit als Bürgermeister und stellvertretender Bürgermeister vergeben.

In Kaarst geboren[Bearbeiten]

Mit Kaarst verbunden[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Evangelisches Erwachsenenbildungswerk (Hrsg.): Vom Dorf zur Stadt Kaarst gestern und heute. Aurel Verlag, Wegberg 2005, ISBN 3-938759-01-1
  • Stadt Kaarst (Hrsg.): Geschichte in Bildern 1890–1990. Band 1, Kaarst
  • Stadt Kaarst (Hrsg.): Geschichte in Bildern 1890–1990. Band 2, Kaarst 2008

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kaarst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2. Johanna Brandt: Neue fränkische Gräber in Kaarst, Kr. Neuss. Archäologisches Korrespondenzblatt 8, 1978, S. 145–148. - Frank Siegmund: Merowingerzeit am Niederrhein. Rheinische Ausgrabungen 34. Rheinland-Verlag, Köln 1998, S. 315322.
  3. Theodor Josef Lacomblet: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins. Düsseldorf 1840–1858, Band II, S. 108 Nr. 207; vgl. ebd. 111 f., Nr. 216.
  4. Zur immer wieder hergestellten Beziehung zu Karl dem Grossen: Hans Georg Kirchhoff, Geschichte der Stadt Kaarst. Kaarst 1987.
  5. Johann Georg von Viebahn: Statistik und Topographie des Regierungs-Bezirks Düsseldorf, J. H. C. Schreinger, 1836, S. 150 (Google Books)
  6. Zur Historie der Neusser Nordstadt (PDF; 1,3 MB)
  7. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 292 und 295.
  8. www.glasmalerei-ev.net/pages/b491/b491.shtml
  9. www.kirchenmusik-kaarst.de
  10. made in Kaarst, Wirtschaftsmagazin der Stadt Kaarst, Ausgabe 34 / März 2014, Seite 6-7: Interview mit dem Bereichsleiter Wirtschaftsförderung Stefan Meuser
  11. kreiswerke grevenbroich, www.ab-ins-schwimmbad.de
  12. www.ksc-kaarst.de
  13. [1]- Homepage der Stadt Kaarst
  14. http://www.ggs-buettgen.de/